Qualität aufeinanderfolgender Arbeitsgänge durch die Übergabe von GPS-Spuren sichern

Zur Optimierung von aufeinanderfolgenden GPS-gesteuerten Arbeitsgängen helfen abgestimmte Fahrspuren. So wird z.B. durch die von der Drillmaschine angelegte Fahrspur die Effizienz der eingesetzten Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen für die ganze Saison bestimmt.

Eine zentrales betriebliches Spurleitsystem (SLS) d.h. Planung, Optimierung, Speicherung und Verwaltung der Fahrspuren für den jeweiligen Schlag sowie die eingesetzten Schlepper/Gerätekombinationen (Arbeitsbreite, Nachlaufverhalten, Fahrtrichtung usw.) kann eine Lösung sein. Aus diesem betrieblichen Datenbestand werden dann die Datensätze für die jeweiligen Autopiloten herstellerübergreifend generiert und übergeben. Das heißt jede Maschine und jeder Schlepper mit einem Autopiloten haben dann die aktuelle gültigen, einheitlichen Schläge, Vorgewende, Sperrzonen und Spuren für die Lenkung und Steuerung.

Nun werden in der Praxis vielfach die Leistungen externer Dienstleister für bestimmte Arbeitsgänge in Anspruch genommen. Diese haben keinen Zugriff auf den betrieblichen Datenbestand ihrer Kunden, so dass entweder der Auftraggeber seine Spuren zur Verfügung stellt oder aber zumindest die abgearbeiteten Spuren vom Dienstleister übergeben bekommt.

Ein Beispiel dafür ist das Verfahren der Gülleinjektion im Strip-Till zu Mais. Hier hat sich das absetzige Vorgehen durchgesetzt. Dabei erfolgen eine Streifenbearbeitung und das Anlegen der Güllebänder in den Boden. Dies geschieht ca. 3 bis 14 Tage vor der Aussaat meist durch einen Dienstleister und auf Zeilenabstand. Bei der Aussaat durch den Betrieb ist es dann zwingend nötig, die Körner mittig in diese Streifen zu legen.

Dies ist prinzipiell nur mittels RTK- Autopiloten in beiden Arbeitsgängen möglich. Dazu muss die Maislegemaschine die gefahrene Spur des Gülleinjektors exakt „kennen“.

Bei der Einbindung von externen Dienstleistern kommt verstärkt das Problem des Vorhandenseins von unterschiedlichen Terminals mit unterschiedlichen Datenformaten zum Tragen. Dabei hilft eine bewährte Datendrehscheibe wie die Software „SMS Basic“ von AgLeader. Mit dieser kann eine Spurübergabe in der Praxis erfolgreich durchgeführt werden!

SMS

Wir unterstützen Sie gern mit unseren Erfahrungen und Werkzeugen auf diesem immer noch recht unübersichtlichen Feld.

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir lieben die Herausforderungen =;-) .

Unsere Kontaktdaten sind:

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Von den Widrigkeiten der teilflächenspezifischen Grunddüngung

Die Ernte hat begonnen (WG im Eilenburger Raum, Ertrag „geht so“) und mit der Stoppel steht die Grunddüngung vor der Tür. Viele Kollegen nutzen die teilschlagspezifische Ermittlung des Nährstoffniveaus (Phosphor, Kalium, Magnesium) und des Säurezustandes (pH-Wert) ihrer Felder sowie die darauf aufbauende differenzierte Grundnährstoffversorgung seit Jahren in der landwirtschaftlichen Praxis.

Aber wie sicher und agronomisch fundiert ist die Berechnung der Applikationskarte? Nur bunt und differenziert reicht hier bei weitem nicht. Ist der Nährstoffentzug durch die Vorfrüchte mit berücksichtigt? Hier kann man wirklich sinnvoll die Ertragskarten nutzen! Wie sieht es mit der Anrechnung von organischem Dünger aus? Wird die Bodenqualität einbezogen? Liegen dazu Bodenkarten vor?

Oft sind die Programme zur Erstellung der Applikationskarten „Malwerkzeuge“ bzw. „schwarze Boxen“ in die man nicht hineinschauen kann. Dann gibt es die Dienste und Portale in der „Datenwolke“, denen man die Besonderheiten seines Betriebs nur schlecht vermitteln kann — oder haben Sie schon einmal mit einer „Datenwolke“ durch ein Portal hindurch ein Fachgespräch geführt?

Dazu kommen häufig die Probleme bei der Abarbeitung der Applikationskarten. Es gab in den letzten Jahren einige Fortschritte auf diesem Gebiet z. B. durch den ISOBUS – Standard. Aber in der Praxis, auf dem Feld lässt sich die Karte doch nicht laden, liegt an der falschen Stelle, der Streuer bringt verkehrte Mengen aus oder es treten andere Probleme auf. Es drängelt die Zeit und zum Schluss, trotz guter Absichten, bringt man wieder nur eine konstante Menge aus und verschiebt die Problemlösung auf das nächste Jahr bzw. die nächste Bodenuntersuchung.

Wir als EXAgT bieten zum einen betriebsspezifische agronomische Düngeberatung und die Erstellung eines Düngeprojekts für Ihr Unternehmen an, übernehmen die Berechnung von Applikationskarten, angepasst an die Verhältnisse und Möglichkeiten Ihres Betriebes und werten die Ergebnisse mit Ihnen aus.

Zum anderen helfen wir Ihnen gern bei technischen Problemen, sei es bei der Software die hakt, dem Streuer der die Karten nicht erkennt, das GPS, welches „falsche“ Positionen liefert, das Terminal was nicht startet und und und…

Kalk_ISOXML

Nutzen Sie Ihre Daten und uns zum Wohle Ihrer Pflanzen, Ihres Kontos und der Umwelt!

Wir freuen uns auf Ihre Herausforderungen! Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt zu uns auf. Unserer Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen.

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Praxiserfahrungen bei der Planung und Einführung von Spurleitsystemen (SLS)

Grenzen und Spuren planen
Als wichtig hat sich erwiesen, die Planung auf der Basis von aktuellen Daten wie Luftbilder, sauber vermessenen Feldgrenzen, aufgezeichnete Spuren etc. mit einem oder mehreren „Schlüsselfahrern“ im Dialog am Geoinformationssystem durchzuführen.
Der Kundenwunsch, die Planungsschritte auch später nachvollziehen und  auf Zwischenergebnisse zugreifen zu können, kann durch die Nutzung eines kostenlosen Geoinformationssystems für die Planung und dem Verbleib dieser Software inklusive aller angefallenen Daten im Betrieb erfüllt werden.

AB_Linie_AusschnittAbbildung 1: Geplante AB- Spur und Feldgrenze abgelegt im kostenlosen Geoinformationssystem

Spuren und die „bunte“ Terminalwelt
Das Vorhandensein von unterschiedlichen Terminals mit unterschiedlichen Datenformaten, sowie künstliche Einschränkungen von herstellerspezifischer Software beim Import/Export von Spuren zwingen zum Einsatz einer „neutralen“ Lösung als Datendrehscheibe. Dabei hat sich in der Praxis die Software „SMS Basic“ von Ag Leader bewährt. Diese kann zum einen Spuren und andere Geometrien beliebig importieren/exportieren/verwalten und zum anderen in Datenformate für verschiedene Terminals (JD, Trimble etc.) konvertieren.

SMS
Abbildung 2: „SMS Basic“ – Export von Spuren hier in ein Datenformat für Trimble Terminals

Aufträge und Spuren, zusammen oder getrennt verwalten?
Aktuell gibt es nach unserem Wissensstand keine Software, die im Bereich Spurverwaltung wie auch im Bereich Auftragsmanagement die Praxisanforderungen zufriedenstellend und systemübergreifend erfüllt. Daher empfehlen wir, die Auftragsverwaltung von der Spurverwaltung zu trennen. Üblicherweise werden dabei einmal im Jahr die Spuren/Feldgrenzen/etc. in das jeweilige Terminal importiert und sind damit in diesem verfügbar.
In der Entwicklung sind Lösungen, die mittels einer zentralen Datenbox Geometrien wie Feldgrenzen/Spuren/Abstandsauflagen/Sperrflächen etc. in angelegte Aufträge automatisch einfügen und dann auf jedem in das System eingebundenen  Terminal automatisiert zur Verfügung gestellt werden.

Ein Bonbon für Gemüse/Spargel/Rollrasen/Golfplätze – die Planung von „Komplettspuren“!
Grundlage für die Planung von KomplettspurenSkizze_Komplettspur (eine/mehrere durchgängige Spuren für einen Schlag/Vorgang) steht ein in Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickeltes Konzept.

 


Abbildung
3: Entwurf Komplettspuren

Eine weitere sehr wichtige Informationsquelle sind Aufzeichnungen von Praxisspuren der jeweiligen Schlepper-/Gerätekombination. Die aufgezeichneten Wendegeometrien werden für die Konstruktion der Spur genutzt. Ausschließlich geometrisch konstruierte Spuren können in der Praxis z. B. durch zu kleine Kurvenradien Sicherheitsmechanismen in den Terminals auslösen, die zum Verlassen der geplanten Spur führen. Damit sind solche Spuren auf den Feld bei der Arbeit unbrauchbar.

Komplettspur_AusschnittAbbildung 4: Geplante Komplettspuren

Wir freuen uns auf Ihre Herausforderungen! Nehmen Sie rechtzeitig vor der neuen Saat Kontakt zu uns auf. Unserer Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen.

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Der Einsatz digitaler Techniken macht Versuche im Betrieb einfacher

Mit Produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG) lassen sich auf Basis praxisüblicher Großtechnik, innerhalb des normalen Produktionsprozesses wissenschaftlich abgesichert Großparzellenversuche als Streifen- oder Rasteranlage planen, anlegen und auswerten. Dies ist nur möglich durch den intelligenten Einsatz von digitalen Techniken bei der Planung, Durchführung und Auswertung dieser Versuche.

Versuchsplanung
Ohne digitale Daten und Geoinformationssystem geht hier nichts. Ob nun Feldgrenzen, Fahrgassen, Spuren und anderes aufgenommen werden, die Versuchsanlage geplant (Wiederholungen und Randomisierung sind wichtig für die Aussagefähigkeit der Ergebnisse) oder digitale Applikationskarten zur Versuchsanlage (Saat, Düngung, Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung …) notwendig sind, immer braucht man dafür maschinenlesbare Daten, egal ob GPS, ISOBUS, Shape usw..

Datenaufnahme (ortsgenau durch DGPS)
„Klassiker“
Zur Versuchsauswertung braucht es die Erfassung möglichst vieler Störgrößen wie die Nährstoffkartierung, die EM 38 Bodenscannerdaten oder N-Sensor Daten. Natürlich braucht es auch (falls die Zielgröße der Ertrag ist) die Daten der Ertragskartierung.

Digitale Bildverarbeitung
Durch die Nutzung von Digitalkameras mit GPS-Positionsaufzeichnung können Senkrechtaufnahmen in einer hohen räumlichen Auflösung positionsgenau aufgezeichnet werden. Die nachfolgende digitale Bildverarbeitung extrahiert aus den Bildern die gewünschten Parameter.

  • Einzelpflanzenzählung
    Hier als Beispiel: Zur Bestimmung des Feldaufgangs werden automatisiert die Pflanzen gezählt. Hier in dieser Aufnahme wurden 78 einzelne Erbsenpflanzen erkannt.

IlluErbsen

  • Pflanzendeckungsgrad
    Hier wurde der Pflanzendeckungsgrad einer Zwischenfrucht (Phacelia) bestimmt.

IlluPhacelia

  • Strohdeckungsgrad
    Hier wurde der Strohdeckungsgrad als Bewertungsgrundlage zur Effizienz zweier Bodenbearbeitungsgeräte bestimmt.

Strohbedeckung_komplett

Versuchsauswertung mit PiG
Die Versuchsauswertung erfolgt mittels eines auf PiG zugeschnittenen geostatistischen Auswertungsverfahrens.

Fazit
Durch den Einsatz von digitalen Techniken werden produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) erst möglich.
Mit PiG lassen sich mit praxisüblicher Großtechnik innerhalb des normalen Produktionsprozesses wissenschaftlich abgesichert Großparzellenversuche (u.a. auch Streifenversuche) anlegen und auswerten. PiG folgt den Empfehlungen die von der AG Landwirtschaftliches Versuchswesen der Biometrischen Gesellschaft herausgegeben wurden (Leitfaden OFE).

EXAgT das Büro für präzise Agronomie bietet von der Versuchsplanung und Anlage über die Betreuung bis zur statistischen Auswertung der Ergebnisse ein PiG Komplettpaket an.

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RTK Autopiloten und wie nun weiter?

In vielen Betrieben sind in Schleppern/Selbstfahrern RTK Autopiloten im Einsatz. Diese Autopiloten erleichtern zum einen die Arbeit der Fahrer, sparen durch die verringerten Überlappungen bei den Feldarbeiten Zeit, Mittel und Kosten und erlauben ein sehr präzises Anlegen von Fahrspuren.

Die Fähigkeiten der Autopilotterminals Grenzen, Spuren und Sperrzonen anzulegen, werden von den Fahrern gerne genutzt. Unsere Erfahrung ist, dass es dabei oft zu Wildwuchs kommt und ein unübersichtlicher „Spuren- und Grenzensalat“ auf dem Terminal entsteht. Wenn dann noch mehrere Autopiloten zum Einsatz kommen ist dann das Chaos perfekt, oft hat jedes System einen anderen Satz an Grenz- und Spurführungsdaten.

In diesem Fall hilft die Einführung eines Spurleitsystems (SLS). Das heißt, für jeden Schlag gibt es eine aktuelle, möglichst exakte Schlaggrenze und eine oder mehrere AB- Linien für die jeweiligen Arbeiten und Geräte. In Abhängigkeit von den Fähigkeiten des RTK – Systems können auch die kompletten Fahrwege des Schlages für die eingesetzten Schlepper/Gerätekombinationen (Arbeitsbreite, Nachlaufverhalten, Fahrtrichtung usw.) geplant und verwaltet werden. Auf diesen zentralen Datenbestand greifen dann alle Autopiloten zu.

Die Planung und damit verbunden Optimierung der Grenzen und Fahrspuren wird von uns vorbereitet, und unterstützt. Wichtig dabei ist der Dialog mit dem Betrieb und den „Schlüsselfahrern“ (Drille, Spritze, Mähdrusch), um deren Erfahrungen und Schlagkenntnisse einfließen zu lassen. Ausgangspunkt sind in der Regel bereits aufgezeichnete Grenzen und Spuren, die werden gesammelt, sortiert, in eine sinnvolle Hierarchie gebracht und mit aktuellen Luftbildern unterlegt.

Auf dieser Grundlage wird je Schlag die Grenze festgelegt und eine möglichst optimale AB-Grundlinie (Mutterspur) vorgeschlagen, die dann entsprechend angepasst werden kann. Das Ergebnis sind die geometrischen Basisdaten für alle eingesetzten Autopiloten. Diese werden dann auf die Schlepper/Selbstfahrer übertragen und bei der Feldarbeit genutzt.

Zusammengefasst ermöglicht der Einsatz eines Spurleitsystems (SLS):

  • die Fähigkeiten eines RTK- Autopiloten besser zu nutzen
  • das Durcheinander in den Daten auf den Terminals zu bekämpfen
  • für jeden Schlag die ideale Mutterspur (AB- Linie) zu finden und zu nutzen
  • gegebenenfalls komplette Fahrwege zu planen und zu nutzen
  • das Phänomen der „wandernden Feldgrenzen“ zu bekämpfen
  • Sperrflächen jeder Art einzubeziehen (Hindernisse, Abstandsauflagen Pflanzenschutz/Düngung, ökologisch sensible Bereiche, Hamsterstreifen, Lerchenfenster…)
  • die Nutzung fester Hauptfahrgassen, die über Jahre bestehen bleiben
  • die dann mögliche und ausbaufähige Trennung zwischen befahrenen und unbefahrenen Feldbereichen
  • die Einführung von „Controlled Traffic Farming“ in seinen unterschiedlichen Ausbaustufen.

Wir unterstützen Sie gern bei der inhaltlichen und technischen Umsetzung (Datenverwaltung, Synchronisation, Übertragung, Herstellung der Kompatibilität bei unterschiedlichen Systemen) von SLS in Ihrem Betrieb.

Ziel sollte es sein, das Potenzial Ihrer Autopiloten besser auszuschöpfen und Ihre Agronomie wieder etwas präziser zu machen.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf Neuigkeiten in unserem EXAgT Webshop
(exagt-shop.de):

Ab sofort ist eine DGPS(EGNOS) Vermessungslösung verfügbar. Durch den Einsatz eines Windows 8.1 Tablets kann dabei eine Vermessungssoftware ihrer Wahl genutzt werden. Das kostenlose QGIS ist vorinstalliert und konfiguriert, sie können mit ihrer Vermessung sofort beginnen.

Bei Fragen rund um diese Themen sprechen Sie uns an, unsere Kontaktdaten sind:

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Agrar IT und die Cloud, wie sehen wir das?

Im privaten Bereich ist es Standard, egal ob Sie bei Google, T-Online, Samsung, Apple, Microsoft, Facebook, Twitter, O2 und und und sind, alle versuchen Sie auf eine mehr oder weniger sanfte Art in ihre jeweilige Cloud zu führen. Heutzutage leben Computerzeitschriften davon, Ihnen zu zeigen, wie man diese Bindung wieder los wird. Aber glauben Sie mir, am einfachsten, schönsten und bequemsten ist es im herstellereigenen, natürlich exklusiven und bombensicheren „Cloudkäfig“.

Heißt das aber auch, dass man im geschäftlichen Bereich seine Daten einer Cloudlösung anvertrauen sollte?

Was ist überhaupt eine Cloud? Ganz einfach erklärt, es ist ein Rechner samt Speichermedium in irgendeinem Rechenzentrum, mit dem sie sich via Internet verbinden bzw. verbunden werden.

Und hier lauert das erste Problem. Sie melden sich via Nutzername/Passwort in der Cloud an und können ohne Einschränkungen loslegen. Und wenn der Nutzername/Passwort in falsche Hände gerät? Einige prominente iPhone-Nutzer mussten das Ende 2014 erleben, als ihre automatisch vom iPhone in der iCloud gesicherten privaten Bilder in solche falschen Hände gerieten. Die Hacker hatten mittels Software automatisiert zahllose Passwörter ausprobiert, ein Programmierfehler eines Apple-Programmierers machte es möglich. Nicht umsonst ist beim Internetbanking eine Überweisung nur nach der Anmeldung mit Nutzername/Passwort NICHT möglich.

Und hier kommt die zweite Sorge. Im Rechenzentrum sind ihre Daten prinzipiell lesbar gespeichert. Hier kann man auf Ihre Daten zugreifen, ein berechtigter Mitarbeiter des Anbieters kann es (zum Support oder warum auch immer) oder auch ein Mitarbeiter, der sich das Zugriffsrecht beschafft hat kann es oder vielleicht eine Person mit oder ohne Durchsuchungsbefehl kann es oder, oder, oder. Und das meistens ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen, Sie werden diesen Missbrauch jedenfalls nicht bemerken!

Wenn Sie also Cloudlösungen nutzen, reden Sie mit Ihrem Anbieter über den Schutz Ihrer Daten und Themen wie:

  • eine Autorisierung mittels Nutzername/Passwort ist angreifbar, sicherere Verfahren sind in der IT verfügbar (siehe Internetbanking). Wie will Ihr Anbieter reagieren?
  • was passiert im Schadensfall (Information über fremde Zugriffe, Entschädigung).
  • überlegen Sie ob Sie einem Anbieter soweit vertrauen das Sie „alle Eier in einen Korb legen“!

Welche Alternativen gibt es, wenn es um Ihre digitale Daten geht bei Antrag, Schlagkarte, Dokumentation, Flächen- und Pacht, Arbeitsnachweis und Co?

  • Betriebslokale Lösungen für Software, Daten, Rechner, Speicher und Synchronisation.
  • Nutzung eines Hof-WLAN, verschlüsselt und sicher.
  • Nutzung von öffentlichen Netzen (GSM, Internet usw.) allein zur Datenübertragung von Rohdaten.
  • Nutzung der Cloud als Sicherungssystem (Backup) , aber nur voll verschlüsselt (nicht die Verschlüsselungsfunktion des Cloud- Anbieters nutzen!).

Bei Fragen rund um dieses Thema können Sie mich natürlich auch direkt ansprechen, meine Kontaktdaten sind:

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ISOBUS hält weiter Einzug in den betrieblichen Alltag

ISOBUS ist in der Praxis angekommen und wird immer mehr die universelle Schnittstelle zwischen Schlepper und Gerät, ob Spritze, Streuer, Drille, Grubber oder Güllefass.
Egal welches Gerät, alle lassen sich über ein und dasselbe ISOBUS – Terminal im Traktor/Selbstfahrer bedienen.
Inzwischen ist das Konzept technisch ausgereift und funktional. Die Tendenz geht hin zu zwei Terminals in der Kabine, eines für den Schlepper und Autopilot und das andere als ISOBUS- Terminal für die Steuerung der Geräte und Maschinen.
Aber hier hört es nicht auf, die zweite Schnittstelle ist die zwischen dem Pflanzenbauverantwortlichen/Agronom und jenen Kollegen, die seine Aufgaben und Ideen auf dem Feld umsetzen.
Hier bietet die im ISOBUS- Standard enthaltene Auftragsverwaltung interessante Möglichkeiten. So können vom Agronom auch elektronische Aufträge erzeugt werden, die auf dem Feld dann „einfach“ umgesetzt werden. Nicht nur die klassischen Aufträge: „Wer macht was, wann, wo, wie und warum?“ lassen sich in diesen Aufträgen übergeben, auch GPS-Koordinaten, Feldgrenzen, Leitspuren für Autopilot, Applikationsmengen, egal ob konstant oder variabel, Sperrflächen (z.B. Abstandsauflagen, Greening- Areale) sind hier mit vorgesehen.
Dazu kommt, das alle relevanten Daten bei der Abarbeitung in Kopplung mit der Position aufgezeichnet werden und zur Nachweisführung und Dokumentation weiter genutzt werden können.
Erste Systeme erzeugen bereits automatisch feldbezogene Buchungsvorlagen für Schlagkarte, Buchhaltung und Abrechnung.
Oft ist es nicht die Umfassende und alles erschlagende Lösung, die zum Erfolg führt, auch will man nicht immer alle seine Daten in irgendeiner „Cloud“ (Wolke, Schatten, Schwaden) abgelegt wissen.
Mit einer abgesetzten ISOBUS Auftragsverwaltung für Büro und Terminal kann einfach und unkompliziert gearbeitet werden. Mit dem Softwarewerkzeug „GIS-Auftrag“ ist man in der Lage ganz einfach Aufträge anzulegen und zurückzuschreiben. Dabei gibt es mehrere Wege, vom einfachen USB-Stick über ein „Hof W-LAN“ bis hin zur automatischen Datenübertragung via GSM-Netze.Durch die Einfachheit der Lösung „GIS-Auftrag“ ist es leicht einzusteigen und mit der elektronischen Auftragsverwaltung in Ihrem Unternehmen zu starten bzw. diese zu verbessern.

In unseren EXAgT Terminallösungen ist die Software „GIS Auftrag“ standardmäßig enthalten, sie kann aber auch separat erworben werden.Dazu besuchen Sie bitte unseren Webshop “exagt-shop.de“.

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Über die Einführung von Technologien der präzisen Agronomie

Die erfolgreiche Einführung von Technologien der präzisen Agronomie ist eher ein Langlauf als ein Sprint. Sie erschöpft sich nicht im einmaligen Kauf von entsprechenden Produkten, sondern ist ein Weg, ein Pfad, ein Prozess, der kontinuierlichen Investitionen bei der Aus-/Umrüstung und Erneuerung von Schleppern und Geräten aber auch in die agronomische Informationsbeschaffung über einen längeren Zeitraum erfordert!!!

Neben den technischen Voraussetzungen für die Variable Raten Technologie (VRT) erfordert die präzise Agronomie auch das Auseinandersetzen mit den agronomischen Grundlagen und Zusammenhängen, bunte Karten sind schön, aber die Umsetzung der Agronomie muss acker- und pflanzenbaulich fundiert erfolgen, um am Ende die erhofften positiven Effekte zu erzielen.

Als Beispiel hier Technologien der präzisen Landwirtschaft und ihre Abhängigkeiten:

    • VRT für Düngung/Pflanzenschutz/Saat (Streuer/Spritze/Drille, Terminal, Sensorik, agronomische Planung, Streu/Spritz/Saat-Kartenerstellung, Auftragssoftware, Schlagkartei)
    • Spurleitsystem (RTK, Autopilot, Terminal, Synchronisation, Spur- und Schlagoptimierung/Planung)
    • Dokumentation der Feldarbeiten (Terminal/Logger, Synchronisation, Datenaufbereitung, Dokumentationssoftware/Schlagkartei)

Wir als EXAgT helfen Ihnen bei der mittel- bis langfristigen Planung der Investitionen und begleiten die Einführung technisch wie agronomisch auch über mehrere Jahre hinweg. Natürlich berücksichtigen wir Betriebsspezifika wie Ihre Investitionsplanung, langjährige Beziehung zu Händlern/Lieferanten und integrieren so weit wie möglich die bereits vorhandene Technik und die verfügbaren Daten und Informationen.

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P.S. Ihnen allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2015!

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Die Fähigkeiten moderner ISOBUS- Geräteterminals zur Dokumentation nutzen

Moderne ISOBUS- Terminals haben oft eine Dokumentationssoftware bereits an Bord. Sammelbegriff dafür ist der ISOBUS Taskcontroller (TC), dieser wird herstellerabhängig Auftragsbearbeitung/VarioDoc pro/CCI Control oder ähnlich bezeichnet. Diese TCs verstehen einheitlich mit ISOXML das ISOBUS Standardauftragsformat.

Mit dem TC ist eine Auftragsbe- und -abarbeitung inklusive der Aufzeichnung von Daten der angeschlossenen ISOBUS Geräte im Terminal integriert (Flächen/Zeiten/ausgebrachte Mengen, mit GPS auch mit Ortsinformationen).
Aber auch für Nicht-ISOBUS Technik lässt sich die Auftragsbearbeitung nutzen. Der einfachste Weg ist die Umrüstung ihres Gerätes mit serieller Ansteuerung zu einem ISOBUS Gerät, diese Option ist für viele Geräte verfügbar. Für den „Rest“ gibt es Übersetzer entweder mit Terminalsoftware oder Adaptern.

Für Geräte ohne Steuerelektronik ist die Datenaufzeichnung via Traktor Jobrechner und Arbeitsstellungssensor möglich.

Zur vollständigen Dokumentation notwendig ist das Gegenstück zur Terminalsoftware, ein Auftragsmanagementtool für den Büro- PC. Ein Beispiel dafür ist die Software GIS Auftrag, mit ihr können u.a. ISOBUS Aufträge erstellt werden. Hilfreich ist dabei der Zugriff auf aktuelle PSM, Düngemittel und Sortenkataloge. Eine Stammdatenverwaltung für Kunden sowie der eingesetzten Technik erleichtern die Dateneingabe. Für Precision Farming Aufträge ist bei Bedarf auch jeweils eine Applikationskarte (z. B. N, P, K, Saat) in den ISOBUS- Auftrag integrierbar.

Die Software liest abgearbeitete Aufträge  wieder zurück (egal wie und wo diese ursprünglich erstellt wurden). Die Auftragsdaten sowie die Daten, die vom Gerät erfasst wurden, werden zusammengefasst und können zu Dokumentationszwecken ausgedruckt werden.

GISAuftragTC

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PiG – Versuchspraxis 2014 im Bereich Bodenbearbeitung

Welche Bodenbearbeitungsvariante bringt welche Effekte für die Etablierung einer Zwischenfrucht? Diese Fragestellung sollte im Rahmen eines Praxisversuchs beantwortet werden. Dazu wurden in zwei Versuchen vier bzw. fünf Bodenbearbeitungsvarianten miteinander verglichen. Die Varianten wurden in Streifen nebeneinander mit vier bzw. fünf Wiederholungen angelegt. Die Effizienz der Bodenbearbeitungsvarianten konnte durch die Erfassung folgender Parameter bestimmt werden:

  • Strohbedeckungsgrad nach der Bodenbearbeitung
    photographische Erfassung des Bodens, halbautomatische Auswertung
    BoniturspurStrohbedeckung_komplett
  • Pflanzenbedeckungsgrad Zwischenfrucht
    photographische Erfassung des Bodens, automatische AuswertungPflanzenbedeckungsgrad_komplett
  • Biomasse der Zwischenfrucht
    Mit dem YARA N-Sensor wurde flächendeckend die Biomasse gescannt.
    Biomasse

Die statistischen Auswertungen der gemessenen Werte ergaben signifikante Unterschiede zwischen den untersuchten Bodenbearbeitungsvarianten und erlauben somit eine Bewertung der einzelnen Varianten.

Was sind „Produktionsintegrierte Großparzellenversuche“ (PiG)

Mit PiG lassen sich mit praxisüblicher Großtechnik innerhalb des normalen Produktionsprozesses wissenschaftlich abgesichert Großparzellenversuche (wie z.B. Streifen- oder Rasterversuche) anlegen und auswerten. PiG wird erst möglich durch die konsequente Nutzung moderner Technologien wie DGPS, Sensoren, Ertragskartierung, Störgrößenerfassung und exakter geostatistischer Auswertungsverfahren. PiG folgt den Empfehlungen die von der AG Landwirtschaftliches Versuchswesen der Biometrischen Gesellschaft herausgegeben wurden (Leitfaden OFE).

EXAgT das Büro für präzise Agronomie bietet von der Versuchsplanung und Anlage über die Betreuung bis zur statistischen Auswertung der Ergebnisse ein PiG Komplettpaket an.

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