Digitales Meliorationskataster und unser neues EIP-Agri Projekt „N-Düngungsberatungssystem“

Digitales Meliorationskataster

Auch wenn eine funktionierende Entwässerung in diesem bis jetzt trockenen Jahr 2018 nicht unbedingt im Fokus der Aufmerksamkeit der Landwirte stand, ist der Erhalt einer funktionierenden Entwässerung zur Ertragssicherheit auf vernässungsgefährdeten Flächen weiter notwendig.

Um einen Überblick über die Situation seiner Drainagen und Gräben zu behalten ist eine Vermessungssoftware wie das NAVIKAT der GIS GmbH aus Leipzig nicht unbedingt die erste Wahl. Hier bietet sich der Einsatz einer spezialisierten Softwarelösung, einem digitalen Meliorationskataster an. Mit dieser Software lassen sich Informationen über den Zustand des Drainagenetzes einfach aufnehmen und Erhaltungsmaßnahmen planen und dokumentieren.

Basis sind georeferenzierte Scans vorhandener Papierkarten über die vorhandenen Anlagen, aus denen die Lageinformationen der einzelnen Elemente extrahiert werden. Ergänzt werden diese durch direkte Geländeaufnahmen in der Meliorationskatastersoftware auf einem außeneinsatztauglichen Windows Tablet und einem RTK Empfänger.

Für unsere RTK Vermessungslösung bieten wir ab sofort ein digitales Meliorationskataster als anwendungsbereite Software an. Dafür sind wir eine Kooperation mit Apus Systems aus Dresden eingegangen.

Abbildung 1: Funktionstest der Apus Systems Software mit unserer RTK Vermessungslösung

Unser neues EIP-Agri Projekt „N-Düngungsberatungssystem“

Nach unseren Erfahrungen aus der Düngeberatung bleibt die Bestimmung des richtigen Zeitpunkts und der richtigen Menge der N-Gaben für Getreide (für zweite, dritte und eventuell vierte Gabe) und Winterraps (Herbstdüngung) in der Praxis ein erhebliches Problem. Dies hat zur Folge das der N-Bedarf der Pflanze nicht zur richtigen Zeit mit den richtigen Mengen gedeckt wird. In der Vergangenheit (vor der aktuellen DüV) wurde dies durch hohe N-Düngemengen versucht auszugleichen mit der Auswirkung einer schlechten N-Effizienz.

Eine bewährte Methode den richtigen Zeitpunkt und die richtige Menge der N-Gabe im Getreide zu bestimmen ist das N-Monitoring. Dabei wird auf einem Feld an einer definierten Stelle alle zwei Tage der N-Ernährungszustand der Pflanzen gemessen (N-Tester bzw. Nitratschnelltest) und damit die N-Dynamik des Bestandes im Zeitverlauf abgebildet. Die Auswertung dieser Aufzeichnungen ermöglicht die Festlegung des richtigen Düngezeitpunkts und eine Hilfe bei der Festlegung der richtigen Düngemenge (angepasst nach DüV).

Leider ist es in der Praxis so, das obwohl N-Tester oder andere Werkzeuge beschafft wurden, das N-Monitoring oft nicht kontinuierlich, nicht in der Fläche und z.T. auch fehlerhaft eingesetzt wird. Die Gründe dafür sind vielfältig, nicht wirklich beeinflussbar und reichen vom Zeitaufwand über Logistik- und Qualifizierungsprobleme, bis hin zum Ignorieren und Anzweifeln der Testergebnisse. Im Winterraps ist ein N-Monitoring überhaupt nicht möglich da die N-Konzentration in den Blättern einer Pflanze stark variiert und somit keine verlässlichen Werte des N-Ernährungszustands erfasst werden können.

Dies ist gerade vor dem Hintergrund der aktuellen DüV und bei der Umsetzung der WRRL nicht zielführend. Damit ist neben der daraus resultierenden unangemessenen herkömmlichen Düngung auch die agronomische Kalibrierung von Pflanzensensoren (YARA N-Sensor, ISARIA, Greenseeker usw.) für die teilflächenspezifische N-Düngung nicht immer optimal und deutlich verbesserungswürdig.

Ziel des Projektes ist es ein betriebs- und regionalspezifisches N-Düngungsberatungssystem als Software zu schaffen, welches mithilfe von täglichen Messungen von robusten, einfachen Feldsensorstationen pflanzenbaulich relevante Informationen (z.B. N-Aufnahme, Bodenfeuchte, Bodentemperatur usw.) aufzeichnet und
daraus feld-, betriebs- und regionalspezifische Parameter für eine qualifiziertere, angepasste N-Düngung abzuleiten.Damit werden die in der Problembeschreibung genannten betrieblichen Probleme der N-Bemessung entschärft und es ergeben sich weitere Möglichkeiten der N-Beratung für Organisationen, Berater und Regionen.

Mit mehreren Feldsensorstationen kann es besser gelingen, zum richtigen Zeitpunkt die richtige N-Menge zu düngen. Für eine Region (mehrere Betriebe mit Stationen) ergibt sich die Chance für qualifizierte Aussagen zum N-Status der Kulturen.

Abbildung 2: Eine Vorversion der Feldsensorstation

Zum EIP-AGRI Projekt

Unser EIP-AGRI Projekt “Entwicklung eines betriebs- und regionalspezifischen N-Düngungsberatungssystems basierend auf stationären Feldsensorstationen und Drohnen zur Ableitung einer angepassten N-Düngung unter Maßgabe der Wasser Rahmen Richtlinie (WRRL) und neuen Düngeverordnung (DüV)“ hat eine Laufzeit von drei Jahren (2018 – 2021) und wird gefördert vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Das Projekt ist ein Vorhaben nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Förderung der Landwirtschaft, der Europäischen Innovationspartnerschaften (EiP AGRI) und des Wissenstransfers einschließlich Demonstrationsvorhaben im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen(Förderrichtlinie Landwirtschaft ,Innovation, Wissenstransfer-RL LiW/2014). Teil: Europäische Innovationspartnerschaft “Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit” (EIP AGRI) vom 15.12.2014.

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir schätzen Sie und Ihre Herausforderungen =;-).

Unsere Kontaktdaten sind:

exagt@exagt.de oder persönlich:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

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Aus der Sicht eines Pflanzenbauberaters, erste CC-Kontrollen 2018 in Sachsen und Sachsen Anhalt

Erste CC-Kontrollen 2018 in Sachsen und Sachsen-Anhalt nach neuer DüV mit Erfolg bestanden (Arnim Grabo)

Seit der Einführung des UL-Programms (Umweltverträgliche Landwirtschaft) ab 1994 in Sachsen (immerhin bis zu 650.000 ha/a), beschäftige ich mich immer wieder mit der Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe bei der „naturalen“ Buchhaltung im Bereich des Acker- und Pflanzenbaus. Das damals entwickelte Konzept der Verknüpfung von betrieblicher Pflanzenbauberatung mit der kontrollgerechten Führung der Schlagkartei samt den dazu gehörigen Nachweisen, Aufzeichnungen, Bilanzen usw. hat sich bisher bestens bewährt und wird nach wie vor von den Betrieben nachgefragt.

Viele der damals eingeführten Maßnahmen wie die pfluglose Bodenbearbeitung, N-Düngebedarfsermittlung mittels Nmin, Nitratschnelltest oder N-Tester oder die Empfehlung und Förderung des Einsatzes der damals absolut neuen N-Sensoren, das konsequente Umsetzen des Schadschwellenprinzips im Pflanzenschutz oder der reduzierte N-Einsatz (-20%) bei gleichzeitigem Verzicht auf Wachstumsregler waren innovativ und mussten aber auch dokumentiert werden, um die entsprechenden Fördermittel für die Umsetzung des UL-Programms zu erhalten. Also geförderte umweltgerechte Innovationen verbunden mit einem Regelwerk zur Kontrolle und Nachweisführung, eine neue Herausforderung für die Betriebe, zumal zu dieser Zeit viele Betriebe noch neu entstanden und auch dabei Unterstützung benötigten.

Bei der Verbreitung von agronomischen Innovationen in der breiten Fläche wurden seitdem in der Praxis leider keine großen Fortschritte gemacht (auch nicht mit der neuen DüV) aber die Dokumentation und Nachweisführung, das Kontrollregime und die entsprechenden Sanktionierungen haben sich, so zumindest und sicher nicht nur mein Eindruck, gut weiterentwickelt.

Zurück zum Thema der Überschrift und wie sieht der praktische Ablauf der Kontrolle in einen Agrarbetrieb aus?!

Anruf vom „Landwirtschaftsamt“ im Agrarbetrieb: „In 3 Tagen kommen wir zu einer CC-Kontrolle, geprüft wird GLÖZ und GAB (Erklärung weiter unten). Wichtig im pflanzenbaulichen Bereich: Nitratrichtlinie, Flächenbilanz und Düngebedarfsberechnung nach neuer DüV, Wasserschutz (Gülle/Mist/Silage-Anlagen, Tankstelle, PS-Lager), EFA/ÖVF-Flächen (ökologische Vorrangflächen), Landschaftselemente usw. Es kommen 4 Kollegen, 2 vom „Amt“ und je einer von der Wasser- und Naturschutzbehörde. 9:00 Uhr treffen wir bei Ihnen ein.“

Anruf bei mir: „Habe übermorgen CC-Kontrolle, bitte mit allen nötigen Unterlagen dabei sein und mir helfen!“ „Geht klar, komme morgen vorbei, checken noch mal Vorjahr: Ausdruck Schlagkartei (die müsstest Du bei Dir im Regal haben), Übereinstimmung zum Agrarantrag, Pflanzenschutz, Nährstoffvergleich und Bilanzen (N+P) usw. und bringe bitte zur Kontrolle die aktuelle Schlagkartei samt der N-Düngebedarfsberechnung Herbst 2017/Frühjahr 2018 und alle relevanten Unterlagen (Analytik, Richtwerte, Durchschnittserträge usw.) mit, … das kriegen wir schon hin.“

Da tut sich dann ein recht weites Feld zur Vorbereitung der Kontrolle auf:

  • GLÖZ (Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen in gutem landwirtschaftlichem und ökologischem Zustand)
    1-7 = Wasserrechte, Grundwasserschutz (Düngung, PS, Öle/Fette, Lagerung Mist/Gülle/Silage), Bodenbedeckung (der ganze Komplex der EVA: Brache, Streifen, Blühflächen, Zwischenfrüchte, Leguminosen usw.), Erosionsschutz (Wind/Wasser) Humus und Landschaftselemente.
  • GAB (Grundanforderungen an die Betriebsführung)
    1-13 = für uns relevant 1. Die Nitratrichtlinie und 8. Regelungen zum Pflanzenschutz, der Rest Vogelschutz-, FFH-Richtlinie, Lebens-/Futtermittel/Tierproduktion nicht so relevant.

Also vorrangig Check von:

  • Schlagkartei aktuell und richtig => Schläge, Größe, Feldblock, Anbau, EFA, Agrarumweltmaßnahmen, Maßnahmen Bodenbearbeitung, Düngung, Pflanzenschutz, Bonituren, Weide usw. -> Ich nutze erfolgreich die Schlagkartei der GIS-GmbH aus Leipzig.
  • Bilanzen da und richtig => Flächenbilanzen N+P, mehrjährigen Nährstoffvergleich N 3/P 6 Jahre,  neu ist die N/P-Bedarfsberechnung zum aktuellen Anbaujahr nach DüV => für Herbst und Frühjahr (Analytik, Richtwerte, Erträge…), sehr hilfreich ist dabei die Schnittstelle der GIS Schlagkartei zum BESyD (offizielles Bilanzierungs- und Empfehlungssystem Düngung für TH, SN, ST, BB), die entsprechende Gruppenbuchungen zulässt, Im- und Export organischer Düngemittel (Gülle, Gärrest, Klärschlamm usw.)

Am Tag der Kontrolle mit Unterlagen und Heftern bewaffnet geht es zum Betrieb. Pünktlich 9:00 Uhr geht es los, der Landwirt, 4 Kollegen vom „Amt“ und ich. Vorstellung und Tasse Kaffee, ein Stapel Protokolle, die dann abgearbeitet werden, jeder Kollege für sein Gebiet. Der Vormittag im Büro, Schlag für Schlag (ca. die Hälfte aller Schläge) hauptsächlich Nitratrichtlinie, DüV, Pflanzenschutz, also eher mein Part, den Nachmittag auf dem Hof sowie „Feld und Flur“: Tankstelle, Lager Gülle/Mist/Jauche/PSM, dann Anbau, Landschaftselemente, EVA/ÖVF usw. ca. 30% der Gegebenheiten wurden angefahren und kontrolliert.
Gegen 16:00 Uhr ist es in der Regel geschafft und alles abgearbeitet, uff.
Es gab bisher bei meinen Kunden (zum Glück) nur kleine Mängel und Auflagen, die nicht sanktioniert wurden und mit vertretbarem Aufwand zu beseitigen bzw. zu erfüllen sind.
Das freut den Landwirt, die Kollegen vom „Amt“ sind zufrieden und ich freue mich mit.

Fragen Sie mich, ich freue mich auf Ihre Aufgaben!

Meine Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

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Precision Farming-System startklar

Anlässlich der Erreichung eines wichtigen Ziels unseres Archäologieprojekts haben wir am 18.06.2018 auf dem Gutshof der Familie Kübler in Raitzen unseren aktuellen Arbeitsstand vorgestellt. Anwesend waren Vertreter der Archäologie, ein Vertreter des LfULG Sachsen, die betroffenen Landwirte und ein Vertreter der Presse.

Ab sofort stehen dem Landwirtschaftsbetrieb Hofgut Raitzen Drs. Kübler GbR alle notwendigen Daten und Algorithmen in einem „Edge Computing System“ (Begriffserklärung siehe weiter unten) zur Verfügung , um für Schlepperterminals ISOXML- Aufträge mit angepassten Arbeitstiefen auf archäologischen Sperrflächen zu erzeugen. Auf den Schlägen umgesetzt wird dies mittels eines mit einer Tiefensteuerung nachgerüsteten Grubber Horsch Tiger (siehe Newsletter März 2018).

Auf der Veranstaltung gab es eine angeregte Diskussion über das Thema Datenfluss aus verschiedenen Quellen und deren Aufarbeitung mit dem Ziel, Schlepper und deren Anbaugeräte konkrete Handlungsanweisungen in Form von digitalen Aufträgen (ISOXML) zu geben. Auch der prinzipiell mögliche Rückweg dieser Daten in die Ämter als Kontrollnachweis war ein heiß diskutiertes Thema.

Edge Computing im Reich der Clouds

Als Plattform für das Precision Farming-System setzen wir auf einen kleinen Computer ohne Bildschirm und Tastatur im Büro des Landwirts, einen kleinen „schwarzen Kasten“ der lediglich einen Stromanschluss benötigt und in das lokale LAN/WLAN eingebunden ist. Dieser speichert/verarbeitet die digitalen Karten und stellt die erstellten Auftragsdaten inklusive der Feldgrenzen/Applikationskarten via Mesh WLAN (Begriffserklärung siehe weiter unten) den Schleppern zu Verfügung. Im Reich der Clouds heißen solche Lösungen „Edge Computing“, wir nennen es die „persönliche Wolke“. Wir nutzen auf dem „schwarzen Kasten“ aktuelle Technologien, die uns die gleiche Effizienz und Performanz von cleveren Cloudlösungen ermöglichen. Mit dieser Lösung lassen sich auch unklare rechtliche Fragen bei der Bereitstellung von digitalen Karten (wie z.B. von Denkmalsdaten)  in einer Cloud umgehen. Die Daten befinden sich auf einer Festplatte/SSD beim Anwender, Datensicherungen werden verschlüsselt in einem Cloudspeicher abgelegt.


Abbildung 1: Der „schwarze Kasten“

Umsetzung eines Hof WLAN als Mesh- WLAN

Die „Ausleuchtung“ eines Hofs mit einem WLAN stellt sich oft als Problem da. Ein einzelner Router hat oft keine ausreichende Reichweite, man musste sich bisher mit WLAN Verstärkern oder anderen technischen Lösungen behelfen, das Ergebnis war meist nicht optimal. Eine Lösung für dieses Problem ist die Nutzung eines Mesh-WLAN (Maschen WLAN). Dies ist ein Netzwerk, das aus mehreren räumlich verteilten Geräten besteht (wie Maschen eines Netzes). Jeder von ihnen ist ein Zugangspunkt zum Netzwerk. Das Besondere dabei ist, dass die Geräte untereinander kommunizieren, um Daten immer auf dem bestmöglichen Weg zum verbundenen WLAN-Nutzer zu schicken. Das gesamte Mesh WLAN hat nur noch einen Namen und ein Passwort. So lassen sich auch größere Flächen wie einen Hof bequem komplett mit WLAN versorgen.


Abbildung 2: Aufbau eines Mesh-WLAN (Quelle Homepage homeandsmart GmbH, Ettlinger Str. 59, 76137 Karlsruhe)

Zum EIP-AGRI Projekt

Unser EIP-AGRI Projekts „Entwicklung und praxisnahe Anwendung eines Precision Farming-Systems zur Sicherung flächenhafter Schutzgüter (z.B. archäologische Bodendenkmale) auf ackerbaulich genutzten Flächen“ hat eine Laufzeit von drei Jahren (2016 – 2018) und wird gefördert vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Das Projekt ist ein Vorhaben nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Förderung der Landwirtschaft, der Europäischen Innovationspartnerschaften (EiP AGRI) und des Wissenstransfers einschließlich Demonstrationsvorhaben im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen(Förderrichtlinie Landwirtschaft ,Innovation, Wissenstransfer-RL LiW/2014). Teil: Europäische Innovationspartnerschaft “Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit” (EIP AGRI) vom 15.12.2014.

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir schätzen Sie und Ihre Herausforderungen =;-).

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Zu unserem Newsletter/Neues von unserer Spurplanung/Wir sind beim Feldtag der SKW

Zum Thema Datenschutz und unserem Newsletter

Die EXAgT GbR „Büro für präzise Agronomie“ veröffentlicht seit Mai 2014 monatlich einen Email- Newsletter. Darin informieren wir Sie über unsere Arbeit und zeigen unsere Sicht auf Definitionen, Neuigkeiten und Trends im Bereich des Precision Farmings. Sie finden diese Informationen auch aktuell auf dieser Webseite. Im Rahmen der Einführung der DSGVO (Datenschutz Grundverordnung) haben wir unserer Webseite um eine Datenschutzerklärung ergänzt und bitten Sie sich (wenn gewünscht) für unseren Newsletter neu anzumelden. Dies können Sie auf der rechten oberen Seite dieser Webseite tun.

Neues von unserer Spurplanung

Die von uns in diesem Jahr geplanten Mais- und Kartoffelspuren sind erfolgreich abgearbeitet, bis zur Herbstaussaat dauert es noch „ein wenig“. Ein guter Zeitpunkt neue Funktionen in der Spurplanungssoftware der GIS GmbH zu testen. Konkret geht es um erweiterte Möglichkeiten zur Planung von AB- Linien. Viele Schlepper- Terminals ermöglichen die Nutzung von AB-Linien nicht nur im eigentlichen Sinne einer einzigen Linie mit einem Start- und einem Endpunkt (AB), sondern verarbeiten auch Linien mit einem oder mehreren „Knicks“ zwischen A und B. Diese Fähigkeit nutzen wir wo nötig und gewünscht bei der Planung von Fahrspuren für unsere Kunden (Spurleitsystem SLS) in entsprechenden Feldgeometrien (siehe Abbildung 1).

Nachdem wir solche Spuren bisher nur aufwendig händisch mit einem Geoinformationssystem planen konnten hat das von uns genutzte Spurplanungstool der GIS-GmbH diese Funktionalität seit kurzem „eingebaut“. Übrigens können auch mehr als ein „Knick“ in einer AB-Linie geplant werden. Die Übernahme dieser AB-Linien in Terminals von JD/Trimble/CNH funktioniert (via Shape und AgLeader SMS), der Direktexport via ISOXML zu Fendt/CLAAS/Topcon Terminals wird gerade getestet.

Abbildung 1: Geplante AB-Spur mit „Knick“.

Wir sind auf dem Feldtag der SKW

Am 6. Juni 2018 findet der Feldtag der SKW Piesteritz auf dem Versuchsgut der Landwirtschaftlichen Anwendungsforschung in Cunnersdorf bei Leipzig statt. Wer mit uns persönlich ins Gespräch kommen möchte findet uns auf dem Ausstellungsgelände, wir präsentieren unser aktuelles Leistungsangebot.

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Satellit versus Pflanzensensor

In den letzten Wochen wurde die Diskussion Satellit versus Sensor für die N-Düngung und den Pflanzenschutz wieder verstärkt aufgenommen.
Mit dem im März 2017 gestarteten zweiten Sentinel-2 stehen jetzt alle 5 Tage Bilder zur Verfügung, d.h. die Verfügbarkeit von aktuellen, hochauflösenden (bis 10x10m²) Bestandesinformationen für unsere Felder ist wesentlich besser geworden. Kann damit der Satellit die traktorgebundenen Pflanzensensoren ersetzen?
Nach unseren langjährigen praktischen Erfahrungen funktioniert z.B. der YARA N-Sensor sehr gut, Bedingung dafür ist, dass man ihn richtig anwendet.
Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass Anwendungen die auf Satellitendaten aufbauen, „minderwertig“ sind.
Wir wollen hier unsere eigenen Erfahrungen und unser Wissen zum Thema praktische Anwendung von Sentinel-2 Bildern zur angepassten und differenzierten N-Düngung in Winterraps darstellen.
Seit Herbst 2017 bieten wir die Erstellung von Applikationskarten für die variable Andüngung im Frühjahr aus Herbstbefliegungen an. Begonnen haben wir mit Drohne und Multispektralsensor, dann sind bedingt durch Engpässe bei der Drohnenbefliegung (Tageslänge, Lichtverhältnisse, Wetter, Anfahrt) auch Satellitenbilder dazugekommen. Anfangs skeptisch, waren die Landwirte und wir über die aktuellen Verfügbarkeiten und Qualitäten erstaunt. So lag die Entscheidung nahe, auch diese Datengrundlage zu nutzen.
Aus unserer Erfahrung (seit 1999/2000 mit Einführung der ersten, damals noch Hydro N-Sensoren) und vielen Projekten auch mit Industriepartnern haben wir das nötige Wissen und die Fähigkeiten aus verschiedenen Pflanzensensoren N-Aufnahmekarten für Winterraps abzuleiten. Für die Nutzung von Daten aus dem Orbit haben wir das natürlich gut anwenden können.

Zurück zur Praxis:

Verwendet wurden Bilder die zum einen einer Atmosphärenkorrektur (herausrechnen der Einflüsse von Dunst/Staub) sowie wenn notwendig, einer geometrischen Korrektur (Entzerrung, Lagegenauigkeit) unterzogen wurden.
Die für die Berechnung der N-Aufnahme notwendigen Kanäle haben im Original eine Auflösung von 10×10 m² und/oder 20×20 m². Durch das sogenannte „Sharpening“ konnten alle notwendigen Daten in einer Auflösung von 10×10 m² bereitgestellt werden. Diese Auflösung reicht für N-Applikationskarten völlig aus, Drohnenbilder mit einer Bodenauflösung von 10×10 cm² sind hoch interessant, aber für diesen Zweck eher zu genau und wurden auf 10×10 m² hochgerechnet.
Durch geopositionierte Referenzmessungen (Biomasseschnitte) am Boden („ground truth“ oder „in situ“) werden den Satellitenbildern konkrete N-Aufnahmewerte zugeordnet und danach flächige N-Aufnahmekarten erstellt.
In der Praxis zeigte sich die Brauchbarkeit von Sentinel-2 Bildern für die Erzeugung von N-Aufnahmekarten in Winterraps, die folgende Abbildung von einer aus Sentinel-2 Bildern abgeleiteten N-Aufnahmekarte zeigt die Qualität der Bilder. Die Bearbeitungsrichtung auf den einzelnen Feldern ist klar erkennbar, die sich abzeichnenden Strukturen entsprechen der Realität in ihrer Lage und der Höhe der am Boden gemessenen N-Aufnahmen.
Abbildung 1: N-Aufnahmekarte Winterraps von fünf Schlägen im Spätherbst 2017 nach schwierigen Aussaatbedingungen.

Aus den N-Aufnahmekarten wird in Abstimmung mit dem Kunden DüV-konform eine Applikationskarte für die Andüngung und z.T. Gesamtdüngung berechnet und als Applikationskarte für das jeweilige Terminal dem Kunden übergeben.
Auch wenn die Verfügbarkeit von wolkenlosen Satellitenbildern im Herbst für den Zweck der Berechnung der ersten Gabe ausreicht, ist das natürlich im Frühjahr wesentlich kritischer zu sehen. Falls einzelne Bilder im 5 Tagesrhythmus nicht brauchbar sind (Wolken) ist das problematisch, schon in fünf Tagen kann z.B. im Bereich N-Mineralisierung und N-Aufnahme viel passieren! Allerdings werden voraussichtlich 2021/22 zwei weitere Sentinel-2 gestartet, die zeitliche Auflösung wird sich so auf 2-3 Tage verbessern.
Eine weitere Methode, Zeiten ohne Aufnahmen zu überbrücken, ist die Anwendung von Wachstumsmodellen. Diese Modelle funktionieren, sie werden nur immer ungenauer je länger sie ohne neue Daten laufen. Wir verwenden aktuell keine Wachstumsmodelle, da wir im Spätherbst ausreichend gute Bilder haben und die Wachstumsdynamik verhalten ist.
Zu den Kosten der Systeme möchten wir hier nicht viel sagen, außer das bei Pflanzen-Sensoren zu dem jeweiligen Anschaffungspreis jährliche Kosten für die Wartung und oft Lizenzkosten für die Cloudlösungen zur Datenverarbeitung und Applikationskartenberechnung dazukommen. Da soll jeder potenzielle Nutzer seinen Taschenrechner bemühen. Wir gehen bei der qualifizierten N-Streukartenberechnug für die Frühjahresdüngung von Kosten zwischen 10 und 13 €/ha aus, inbegriffen Bereitstellung der Satellitenbilder, Referenzmessungen zur N-Aufnahme in den Beständen, Absprache der Düngungsstrategie (Ertragserwartung, 1- oder 2 mal Gabe, Gülle, N/S-Vorlage usw.), Streukartenberechnung und terminalgerechte Streudatenbereitstellung.
Interessanterweise haben wir auch überzeugte Sensornutzer als Kunden, die aus arbeitsorganisatorischen Gründen oder auch aus Kostengründen (Kosten für die Überfahrt, Datenbearbeitungsaufwand, Planungsunsicherheiten…) unsere Dienstleistung nutzen.

Fassen wir also zusammen:

  • Sentinel-2 Satellitendaten sind durch Atmosphären- und Geometriekorrektur qualitativ hochwertig.
  • die Bodenauflösung von 10×10 m² ist als Grundlage für die N-Düngung völlig ausreichend.
  • Nur durch Referenzmessungen am Boden können aus diesen Daten N-Aufnahmekarten erstellt werden.
  • im Frühjahr/Sommer ist die zeitliche Verfügbarkeit der Bilder kritisch zu sehen, ab 2021/2022 ist Besserung in Sicht.
  • die Anwendung von Wachstumsmodellen kann fehlende Bilder ersetzen, wird aber ungenauer, je länger keine neuen Bilder verfügbar sind.
  • da Sentinel-2 Daten im 5 Tage Rhythmus erst seit Mitte 2017 zur Verfügung stehen, ist es praktisch nicht möglich, auf mehrjährige Versuchsergebnisse zurückgreifen zu können. Da auch wir N-Aufnahmekarten als Basis unserer Berechnungen nutzen, sind wir uns sicher, dass das Verfahren funktioniert, für vergleichende Versuche sind wir offen.

Ein „versus“ gibt es so also nicht! Daten und Bilder aus dem All können und werden zukünftig einen größeren Beitrag zum angepassten und differenzierten Pflanzenbau liefern. Aktuell klappt es mit der variablen N-Andüngung, basierend auf Herbstbildern im Winterraps gut. Für Gerste, Roggen und gut entwickelten Weizen haben wir ebenfalls schon Streukarten gerechnet und testen diese in produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG). Für die traktorgebundenen Pflanzensensoren bleibt genug Arbeit in der Frühjahrssaison bei der Bestandsführung (N2+N3+N4, N-Tester nicht vergessen!) und dem Pflanzenschutz.
Wir würden daher sagen, die Systeme können sich gut ergänzen und jedes hat seinen Platz.

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Nachrüstung einer Grubber Tiefenregelung – RTK Aufrüstung für (Alt) Vermessungsysteme

Nachrüstung eines Horsch Tigers mit einer Tiefenregelung durch die HANSENHOF_electronic GmbH

Zur praktischen Umsetzung unseres EIP-AGRI Projekts „Entwicklung und praxisnahe Anwendung eines Precision Farming-Systems zur Sicherung flächenhafter Schutzgüter (z.B. archäologische Bodendenkmale) auf ackerbaulich genutzten Flächen“ ist eine automatisierte Tiefensteuerung von Bodenbearbeitungsgeräten notwendig. Eine Anforderung in unserem Projekt ist es über Bodendenkmalen die Bearbeitungstiefe zu verringern (hier auf 15 cm) um eine Zerstörung zu verhindern. Außerhalb dieser Flächen kann dann wieder in maximaler Tiefe gearbeitet werden. Um dies auch für Geräte umzusetzen, die standardmäßig nur manuell hydraulisch verstellbar sind, sind wir im letzten Jahr eine Kooperation mit der HANSENHOF_electronic GmbH eingegangen. Als Nachrüstlösung wurde ein ISOBUS Jobrechner auf einem Grubber Horsch Tiger installiert, dieser kann über einen Winkelsensor die aktuelle Bearbeitungstiefe bestimmen und via regelbarem Hydraulikventil diese Tiefe entsprechend verändern.

Abbildung 1: Aufgerüsteter Horsch Tiger

Damit ist die Kette von der Flächendenkmalkarte der Landesarchäologie bis zur konkreten Umsetzung auf dem Schlag geschlossen!

Die folgenden Videos zeigen Testfahrten während der Inbetriebnahme des Systems, leider waren die Schläge an diesem Tag nicht befahrbar, so das die Tiefensteuerung auf einem Landweg simuliert wurde.

Video 1: Gerätesteuerung und Bearbeitungskarte im ISOBUS Schlepperterminal

Video 2: Testfahrt

Video 3: Aufgezeichnete Testfahrt im Dokumentationssystem Odokus von HANSENHOF _electronic GmbH (http://www.odokus.de)

Zum EIP-AGRI Projekt
Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre (2016 – 2018) und wird gefördert vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Das Projekt ist ein Vorhaben nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Förderung der Landwirtschaft, der Europäischen Innovationspartnerschaften (EiP AGRI) und des Wissenstransfers einschließlich Demonstrationsvorhaben im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen(Förderrichtlinie Landwirtschaft ,Innovation, Wissenstransfer-RL LiW/2014). Teil: Europäische Innovationspartnerschaft “Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit” (EIP AGRI) vom 15.12.2014.

RTK Aufrüstung von Vermessungsystemen

Über einen Praxistest unseres neuen RTK Systems habe ich im vorigen Newsletter berichtet. Neben der Komplettlösung bieten wir auch Aufrüstlösungen für DGPS Syteme an. Für das EXAgT DGPS System mit SAPOS EPS Korrektur beträgt der Updatepreis 1500,- €, für alle anderen Systeme 2000,- €, immer unter Inzahlungnahme des (Alt)GPS Empfängers und dazugehörender Antenne. Auch ein Update von Fremdsystemen ist möglich, Voraussetzung dafür ist ein System mit abgesetztem GPS Empfänger (siehe https://news.exagt.de/?p=369). Und wer mit seiner Android Vermessungslösung zufrieden ist, kann diese mit unserer RTK Aufrüstung aufwerten.

Abbildung 2: Anbindung unseres RTK Systems an ein Android Tablet

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir schätzen Sie und Ihre Herausforderungen =;-).

Unsere Kontaktdaten sind:

exagt@exagt.de oder persönlich:

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Vermessungssaison gestartet – neue Funktionen in NAVIKAT – unser neues RTK- System

Auch wenn die Temperaturen es eher nicht vermuten lassen, die landwirtschaftliche Vermesssungssaison hat begonnen, Rückmeldungen unsere Nutzer zeigen dies. Und pünktlich zum Start haben unsere Kollegen von der GIS GmbH aus Leipzig einige sehr praktische Neuerungen in die NAVIKAT Vermessungssoftware integriert.

NAVIKAT – Einlesen von kostenlosen ALK Daten nach Gemarkungen (Sachsen/Thüringen)

Für diese beiden Bundesländer ist es möglich, kostenlos ALK-Daten (keine Hintergrundbilder!) zu laden. Dazu kann in einem Katalog die gewünschte(n) Gemarkung(en) ausgewählt und in NAVIKAT eingelesen werden.
Übrigens, möglich wurde diese Neuerung durch die wachsende Bereitschaft einiger Bundesländer Daten und Dienste ihrer Landesvermessungsämter kostenlos zur Verfügung zu stellen, Vorreiter ist hier Thüringen, andere Bundesländer ziehen nach. Und falls Sie aktuell ein Gesprächsthema mit Ihrem Landtagsabgeordneten suchen, die Länder betreiben flächendeckend mit SAPOS HEPS ein RTK-Netz finanziert durch Steuermittel (durch die Landwirtschaft kostenlos nutzbar in Th/BaWü/Bayern/bald NRW), warum wird dieses Netz nicht auch in SN/ST/BB/MV gratis für die Landwirtschaft zur Verfügung gestellt?


Abbildung 1: Gemarkungsauswahl Sachsen

Abbildung 2: Eingelesene ALK- Daten

Abbildung 3: Detailansicht Flurstücke

NAVIKAT – Luftbilder und andere Hintergrunddaten mit einem Schlag für ein komplettes Gebiet herunterladen

Eine weitere Vereinfachung des Umgangs mit den kostenlosen WMS- Daten des jeweilige Landesvermessungsamtes ist die Möglichkeit, automatisch Daten wie Luftbilder/Flurstücke/Topo10 für sein Gebiet herunterzuladen. Damit wird auch eine Aktualisierung dieser Daten sehr vereinfacht.


Abbildung 4: Automatisierte Laden von WMS- Daten, hier von Luftbildern (DOP – > digitale Orthophotos)

Abbildung 5: Ein kompletter kostenloser Basis- Geodatensatz

Unser neues RTK-System

Nach positiven Tests von Einfrequenz RTK – Systemen mit neuem Chipsatz habe ich heute ein erstes System von unserem Stammlieferanten testen können. Und meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt! Innerhalb von wenigen Augenblicken ein brauchbarer stabiler RTK-Float (Genauigkeit im Dezimeter Bereich) und dann nach wenigen Minuten ein stabiler RTK-Fix (Zentimeter Bereich). Und dies bei nicht unbedingt optimalen Bedingungen für einen Einfrequenzempfänger (siehe Bild der Testumgebung). Dieser Test und Erfahrungen anderer Nutzer dieses Chipsatzes zeigen, das wir mit diesem neuen System für sehr genaue Vermessungsaufgaben in der Landwirtschaft ein wirklich praxistaugliches Angebot haben!

Abbildung 6: Unser neues RTK- System in seiner ersten Testumgebung

Abbildung 7: RTK- Fix, alles auf grün =;-)

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir schätzen Sie und Ihre Herausforderungen =;-).

Unsere Kontaktdaten sind:

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Unser „Beratungspaket DüV“ / Neues vom Schwarm

Unterstützung zur neuen Düngeverordnung durch unser „Beratungspaket DüV“

Mit der neuen Düngeverordnung (DüV), und den sich daraus ergebenden z.T. einschneidenden Veränderungen, steigt der Aufwand für deren Umsetzung und Dokumentation erheblich.

Seit Jahren unterstützen und betreuen wir, neben unseren anderen Projekten und Aufgaben, auch landwirtschaftliche Betriebe bei der Erfüllung ihrer Nachweis- und Dokumentationspflichten im Bereich der Pflanzenproduktion. Flächenermittlung, Agrarantragsstellung, Anbauerfassung, Schlagkartenführung (Naturalbuchhaltung), Düngebedarfsberechnung und Bilanzen sind dabei die Schwerpunkte.

Hinsichtlich der Düngung reicht das von der Unterstützung der Probenahme für Nmin und Makro (Vorbereitung, Termine, Erhebungsbögen, Tüten, Probenlogistik, Labore usw.) über die schlagbezogene Düngebedarfsberechnung bis hin zur Erstellung der betrieblichen Nährstoffbilanzen.

Zukünftig deutlich umfangreicher sind die Anforderungen der neuen DüV. Das betrifft besonders die N-Bedarfsermittlung (Herbst + Frühjahr) und deren Dokumentation, für jeden Schlag muss die Berechnung mit allen Posten (dreijähriger Ertragsdurchschnitt, Vorfrucht, org. Düngung usw.) aufgezeichnet, möglichst ausgedruckt und min. 7 Jahre aufbewahrt werden.

Ausführlicher gestaltet sich auch die Erstellung der Betriebsnährstoffvergleich (oder zukünftig Stoffstrombilanzen) und deren Nachweisführung (Ein- und Verkaufsbelege, Im- und Export von organischen Düngern, Lieferscheine/Verträge usw.). Hier besteht ebenfalls eine 7 Jahre Aufbewahrungspflicht.

Mit einem “Beratungspaket DüV“, auf die betrieblichen Anforderungen zugeschnitten, können wir Sie bei der Bewältigung diese Anforderungen unterstützen.

Mit dem „Beratungspaket DüV“ können wir Ihnen anbieten:

  • Unterstützung bei der Probenahme für Nmin und Makro (Vorbereitung, Termine, Erhebungsbögen usw.).
  • Durchführung der Düngebedarfsberechnung (N und Grundnährstoffe).
  • Betriebsbezogenen Dokumentation, Erfassung und Aufbereitung aller relevanten Daten zur Nährstoffbilanzierung (bzw. Stoffstrombilanzierung).
  • Auswertung und Erstellung aller notwendigen Bilanzen und Übersichten, insbesondere Stickstoff (N) und Phosphor (P) bis spätestens zum 31.3. des Folgejahres, zusammengefasst in einer übersichtlichen Mappe.
  • Beratung und Empfehlungen zur Umsetzung und Erfüllung der Anforderungen der DüV.
  • Wenn gewünscht, ist auch die Führung der kompletten Ackerschlagkartei möglich.

Abbildung 1: Bilanzierungs- und Empfehlungssystem Düngung BESyD (für BB, SN, ST und TH) sowie die GIS Schlagkartei

Wir möchten darauf hinweisen, dass alle unsere anderen Angebote zur Düngung im Rahmen der präzisen Agronomie (Precision Farming) natürlich die neuen Anforderungen berücksichtigen:

  • N-Streukartenplanung (Einmalgabe stabilisiert oder Zweimalgabe) nach Herbstscan Sensor/Drohne/Satellit für Winterraps und Wintergerste.
  • Düngeplanung und Streukartenerstellung für Kalk und Grundnährstoffe.

Neues vom Schwarm

Am 23.01.18 fand in Berlin ein Kolloquium zum Thema Landtechnik der Zukunft statt. Was gab es für uns Neues?

  • Der Einsatz von Robotik im Feldbau bedeutet, nicht allein Fahrer einzusparen. Durch den Einsatz von elektrischen Antrieben für die Landtechnik (Fortschritte in der Batterietechnik vorausgesetzt) kann die dafür benötigte Energie lokal erzeugt werden. Die Komponenten wie Biogasanlagen/Solaranlagen/Windräder sind oft vorhanden, mit elektrisch betriebenen Landmaschinen kommen zusätzliche lokale Abnehmer (und auch Stromspeicher) dazu.
  • Fendt mit seinem Feldroboter „Xaver“ fährt den Ansatz, nicht zu viel „Intelligenz“ in den einzelnen Roboter zu stecken. Gesteuert wird der Schwarm über eine Software (heutzutage natürlich eine App). Der Roboter selber hat ein RTK-Navigationssystem an Bord und fährt auf den Spuren, die vorher automatisiert geplant wurden. Ein Aktuator (dieser wandelt Steuersignale in eine Aktion um) legt in einer Spur im definierten Abstand jeweils ein Maiskorn und zeichnet dessen Position auf. Mit der Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten (komplette Aussaat, Düngung und Pflanzenschutz) ist in der Zukunft auch eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Anwendung in der Praxis vorstellbar.
  • 5G für alle wird nicht die Lösung bei den augenblicklichen Abdeckungslücken im Bereich Mobilfunk sein. 5G benötigt wesentlich mehr Masten als 4G (LTE) und zusätzlich noch die Glasfaseranbindung jedes einzelnen Mastes. Ich denke, wer über ein leistungsfähiges Daten- und damit auch Sprachnetz benötigt, sollte auch über eigeninstallierte lokale Lösungen nachdenken, sogenannte MESH Technologien machen es möglich.

Abbildung 2: Argumentation für den Xaver-Roboter von Fendt

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Preissenkung für unsere RTK Vermessungslösung und zum Jahreswechsel und Vorschau 2018

Preissenkung für unsere RTK Vermessungslösung

Vor einem Jahr haben wir unsere RTK Vermessungslösung mit amtlicher SAPOS HEPS Korrektur vorgestellt. Durch Fortschritte im Bereich der „RTK- Chip“ Entwicklung konnten wir unsere Einkaufspreise senken und Ihnen diesen Preisvorteil „durchreichen“. Damit verringert sich der Preis für unser RTK-Vermessungsystem auf der Basis von SAPOS HEPS von 4850,- € auf 4350,- €. Und das ohne Qualitätseinbußen!


Abbildung 1: Unsere RTK Vermessungslösung mit amtlicher SAPOS HEPS Korrektur (1 – 2 cm)

Zum Jahreswechsel und Vorschau 2018

Nun ist das Jahr 2017 (fast) Geschichte, ein guter Anlass für uns, sich bei ihnen, unseren Kunden, recht herzlich zu bedanken, für ihr Vertrauen, ihre Geduld und ihr Engagement bei gemeinsamen Projekten. Also: „Allerbesten Dank und ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2018!“
Precision Farming, Dünge- und Streukartenplanung, Planung von Spurleitsystemen (SLS) für Autopiloten, produktionsintegrierte Großparzellenversuche, unser EIP-Agri Projekt zum Schutz archäologischer Flächendenkmale und noch manche Projekte mehr haben und werden uns weiter beschäftigen. Zusammen mit ihnen wollen wir versuchen, weiterhin unser Bestes zu geben!
2018 wird rasant starten, haben wir doch im Herbst 2017 begonnen, die Erstellung von N-Streukarten für Winterraps, auf Basis von N-Aufnahmekarten Herbst, anzubieten. Das Interesse hat uns positiv überrascht und für mehr als 1000 ha werden in den nächsten Wochen die Streukarten für das Frühjahr erstellt.
Auch 2018 wird uns die weitere Entwicklung und Erprobung eines betriebsspezifischen N-Düngungsberatungssystems auf der Basis von Feldsensorstationen beschäftigen, welche von ausgewählten Feldern während der Saison entsprechende Daten liefern. Die Ergebnisse vom letzten Jahr lassen hoffen und wir haben schon weitere Ideen zu diesem Projekt.
Gespannt nutzen und verfolgen wir die Entwicklungen in der Fernerkundung, sei es mit Satelliten (Sentinal-2A und 2B) oder Drohnen (Hubschrauber/Flächenflieger), hier scheint sich doch einiges zu bewegen, was in Richtung machbare landwirtschaftliche Nutzung im Precision Farming geht (aktuell für uns die N-Streukarten Winterraps, siehe Bild).


Abbildung 2: N-Aufnahmekarten WiRa Herbst 2017 auf Grundlage von Satellitendaten

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Agritechnica 2017 – Giganten auf dem Acker und Precision Farming lebt!

Alle zwei Jahre zur Agritechnica rückt die Landwirtschaft in den Focus der „normalen“ Medien und da lassen die eher nicht landwirtschaftsaffinen Redakteure ihrer Kreativität freien Lauf, mein Überschriftenfavorit kommt dieses Jahr vom Handelsblatt:

Giganten auf dem Acker

Giganten versus Schwarm
Wenn man sich die Entwicklung der PS Zahlen von landwirtschaftlichen Maschinen in den letzten Jahren betrachtet, zeigt diese ungebrochen noch oben. Die Diskussion über Lösungen das zu ändern, ist in den letzten Monaten intensiv geführt worden. Das Projekt „Mars“ (praktisch Mais drillen mit autonomen Systemen) von Fendt fristete allerdings auf der agritechnica, trotz Silbermedaille, nur ein Schattendasein in einer Standecke, das sah nicht nach Aufbruch aus. Das andere öffentlichkeitswirksame Projekt „Feldschwarm“ der TU Dresden, WTK Elektronik Neustadt, John Deere und anderen war auf der Agritechnica nicht vertreten.

Abbildung 1: Roboter “Xaver“ des Forschungsprojekts MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms)

Ich denke, dass das Thema „Technik“- Schwarm auf der Straße, in der Luft, auf dem Acker, auf einem Schlachtfeld als Waffe (verstörend ab 5:20 unter https://youtu.be/9CO6M2HsoIA) im Fokus von aktuellen Entwicklungsarbeiten steht, technisch kann sich da die Landtechnik bei industriellen Vorarbeiten im Bereich Software bedienen. Interessant ist die geplante Größe der Schwarmmitglieder, beim Xaver kann man sich aufgrund der Größe z.B. eine Eignung für die Bodenbearbeitung schwer vorstellen.
Im Projekt „Feldschwarm“ geht es darum, den Trend der Landtechnik zu immer größeren Einheiten bei Gewicht und Leistung zu brechen und kleinere, leichtere Schwarmeinheiten zu schaffen (aber wesentlich größer als „Xaver“).
Was allerdings den Einsatz eines „Feldschwarms“ bei schwierigen Verhältnissen, wie z.B. der diesjährigen Rapsaussaat in Ostsachsen, auf einem steinigen Feld unter nassen Bedingungen angeht, bleiben für mich einige Fragen offen. Wie bei der daraus folgenden Materialbelastung Personal eingespart werden kann, sehe ich kritisch; permanent gab es Reparaturen bei der eingesetzten Technik nach Ausfällen/Defekten. Was hier an Fahrern eingespart wird, müsste durch mehr Techniker kompensiert werden.
Obwohl, eine Aufgabe sehe ich da für einen Schwarm, das Steinesammeln nach dem Grubbern, hier könnte ein Steinesammelschwarm mit geeigneter Sensorik eine wesentlich höhere Arbeitsqualität liefern als die menschlichen Sammler/Fahrer!
Ein weiteres Thema des Projekts ist die Vermeidung von Bodenverdichtungen. Dies ist sicher keine neue Problematik, Verdichtungen habe ich konkret in meiner Lehrzeit Anfang der 80er Jahre auf mecklenburgischen Feldern erleben dürfen und da waren die Leistungen und Gewichte der eingesetzten Landtechnik weit unter dem heutigen Niveau. Also die alleinige Leistungs- und Gewichtsreduzierung der eingesetzten Technik löst dieses Problem nach meiner Meinung nicht. Ich denke, dass durch die Trennung von Fahrspuren und Wuchsbereich im Bereich Bodenverdichtung viel erreicht werden kann (SLS Spurleitplanung/CTF Controlled Traffic Farming), aber vielleicht fährt der Schwarm ja auch auf vorgeplanten Spuren?!
Trotzdem bleibt das Thema Schwarm spannend und ich lasse mich gerne davon überzeugen das ich mit meiner Kritik unrecht habe!

Precision Farming lebt!
Wie auch immer es heute heißt, ob Smart Farming, Precision Farming oder Digital Farming, im Bereich der präzisen Agronomie geht es immer gleichbleibend darum, Betriebsmittel (Dünger, Pflanzenschutzmittel,…) angepasst (Zeitpunkt, Ausbringmenge) und differenziert in der Fläche (nach Biomasse, nach N-Aufnahme) auszubringen. Wie auf der Agritechnica zu sehen, helfen eine Unmenge von Apps bei der Feststellung des richtigen Zeitpunkts einer Applikation und der Höhe der Ausbringmenge (Schadschwellen bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingen, Nährstoffmangel, N-Aufnahme,…), die Verteilung in der Fläche erfolgt aufgrund von Satellitendaten, Drohnendaten, Online Sensoren und daraus abgeleiteter Indizes. Das ist Smart, Präzise und durch die Funktionsweise von PC/Handy/Tablet immer mittels digitaler Datenverarbeitung entstanden.
Der Landwirt muss jetzt nur noch den Überblick über alle Apps, Tools und Portale behalten.

Trends im Pflanzenschutz
Ein Bild in der Halle 15 zeigt alle aktuellen Trends im Pflanzenschutz, auf die mir wichtigsten möchte ich näher eingehen.

Abbildung 2: Dieses Bild aus der Halle 15 zählt die aktuellen Trends im Bereich Pflanzenschutz auf.

Mechanischer Pflanzenschutz
Zwei Silbermedaillen gab es im Bereich mechanischen Pflanzenschutz. Neben John Deere mit ihrer traktorintegrierten aktiven Anbaugerätelenkung für Hochleistungshacken, welche einen extra Verschieberahmen überflüssig macht, gab es die Silbermedaille für eine 3D Reihenkamera von Claas/Einböck, die die Reihenerkennung auch bei starker Verunkrautung ermöglicht.

Abbildung 3: Stereoskopische Reihenkamera CULTI CAM für mechanische Hacken

Aber auch für vorhandene Technik gibt es eine Reihe von Nachrüstlösungen zur Reihenführung des Verschieberahmens für die mechanischen Hacken, z.B. von Reichhardt. Die Renaissance der Hacke auf neuem Niveau ist in der Praxis angekommen!
Abbildung 4: Verschieberahmen und Ultraschall- Reihenabtastung von PSR SONIC

Robotik
In der Halle 15 gab es weiter eine auf dem BoniRob basierende Bodenkomponente des Schwarms aus dem Projekt flourish-project.eu zu sehen, der am Boden Pflanzen beobachtet und untersucht sowie Unkraut „vernichtet“.
Ich denke, die Praktiker haben noch eine ganze Weile bis zur Praxistauglichkeit dieses Gerätes zu warten.
Abbildung 5: BoniRob aus dem Flourish Forschungsprojekt

Digitalisierung
Hier kann ich auf den Punkt „Precision Farming lebt“ aus diesem Newsletter verweisen. Ein Projekt der Bayer AG „xarvio“ fiel besonders auf, mit dem Field Manager kann der Anwender den Pflanzenschutz angepasst und differenziert in seinem Betrieb managen. Mit der Übernahme von großen Teilen der proPlant hat sich die Bayer AG eine fachlich fundierte Basis gesichert und das merkt man auch. Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten der Software- und Landtrechnikbranche wird hier eher auf Kooperationen gesetzt, als alles nochmals von vorne zu entwickeln und das auch mit eher kleinen Partnern. Das ist zum einen sympathisch aber auch effizient.

Abbildung 6: Stand von „xarvio“ auf der Agritechnica 2017

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