Grüne Woche und noch immer kein Plan das Potenzial zu heben sowie ein neues Tablet für unser Vermessungssystem

In der aktuellen Bauernzeitung hat deren Chefredakteur Ralf Stephan einen nachdenkenswerten Kommentar anlässlich der „politischen Grünen Woche“ und unserem Bundeslandwirtschaftsminister geschrieben (https://emag.bauernzeitung.de/#/main/presenter/378c1445-64f7-414e-8715-2f567be5d91a).

“…Nach dem, was sich im Dörfchen Lützerath im rheinischen-Braunkohlerevier neulich abspielte, hat die Klima-, Umweltpartei bei vielen ihrer Anhänger ohnehin ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Es kann gut sein, dass Parteivordere nun in der Agrarpolitik die letzte Chance sehen, wieder dringend benötigten Boden gutzumachen…“

Man “…sollte aber endlich beginnen, das Potenzial und die Kreativität in der Landwirtschaft für sich und seine Ziele zu gewinnen. Es ist ja nicht so, dass unternehmerische Landwirte Bock darauf hätten, sich in schrumpfenden Märkten aufzureiben. Denn die Zahlen zum rückläufigen Fleischkonsum, zu sinkenden Schlachtungen und von vermutlich dauerhaft verlorenen Exportmärkten kennen schließlich auch die Tierhalter. Es ist zudem längst nicht so, dass Klimaschutz nur als Geißel statt als mögliche Chance gesehen wird. Was weiterhin fehlt, ist ein überzeugender Plan, wie die Politik das gewaltige Potenzial heben kann. Da fällt auch dieser Regierung erstaunlich wenig ein…“

Als „Betroffener“ mit einem grünen Staatsminister u.a. für Landwirtschaft und Energie stellen sich mir spontan folgende Fragen:

  • Wenn ein Landwirtschaftsminister zum „Träumen“ aufruft und z.B. mehr Regionalität anregt muss er auch damit rechnen, das es dazu auch Ideen gibt die der aktuellen Linie seiner Partei entgegenlaufen.
  • Das uns Erdgas- und in Zukunft Wasserstoffimporte aus weit entfernten Ländern mehr Energiesouveränität ermöglichen als der Ausbau regionaler Biogasanlagen (mit erweiterter Reststoffnutzung) ist für mich unverständlich, Dänemark und Finnland können im Bereich Biogas Vorbilder sein.
  • Zur regionalen Energieerzeugung gehört die Nutzung von Wasserkraft (früher Wassermühlen, heute Kleinwasserkraftwerke), diese ist in Deutschland seit mindestens tausend Jahren nachweisbar. Das war lange vor dem Artenrückgang im 20. und 21.Jh. und das bei einer historisch hohen Mühlendichte! Warum soll diese nicht mehr gefördert werden?
  • Die Weidewirtschaft formte nicht nur unsere Kulturlandschaft, mit ihr kann man mit ausschließlich lokalem Futter ohne Konkurrenz zur menschlichen Ernährung Nahrungsmittel „erzeugen“. Allerdings setzt sie eine „gesunde Distanz“ zu Beutegreifern wie den Wolf voraus, diese könnte wie in anderen europäischen Staaten (siehe Norwegen/Schweden) durch Bejagung sichergestellt werden. Allein Zäune und Herdenschutzhunde werden bei einer wachsenden Population eines intelligenten Rudeltiers nicht ausreichen.
  • Die wichtigste Maxime von Verwaltungen kann nicht nur im „bloß keine Fehler machen“ bestehen. Die entsprechenden Ämter sollen für die Landwirte dasein und nicht das Gefühl vermitteln, der „Kundschaft“ permanent Knüppel zwischen die Beine zu werfen (natürlich ausschließlich zur Fehlervermeidung). Vielleicht ist das aber „nur“ die Folge von den vielen Juristen in den Ministerien?!

Die Zeiten für die Landwirtschaft bleiben unruhig und das wir Landwirte, egal ob bio- oder konventionelle Betriebe, nicht das Problem, sondern eine der Lösungen sein können muss noch in die Köpfe der Politiker!

Neues Windows Tablet für unsere Vermessungslösung

Da Panasonic den Vertrieb des FZ-M1 eingestellt hat, haben wir nach einem neuen Windows-Tablet suchen müssen. Neben der Verlässlichkeit des Verkäufers waren uns Robustheit, guter Service und Ersatzteilversorgung wichtig, daher haben wir uns für das Durabook R8 entschieden.

Diese Kombination ist ab sofort bei uns erhältlich!

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir schätzen Sie und Ihre Herausforderungen =;-).

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2022 – von ausbruchsicheren Käfigen hin zu neuen Kundenwünschen

Daten in agronomischen Cloudlösungen, System ausbruchsicherer Käfig

Für die Auswertung unserer OFR/PiG Versuche benötigen wir alle teilflächenspezifischen Daten die Auswirkungen auf den Ertrag haben, sogenannte Störgrößen. Wir freuen uns über Partner, die solche digitalen Karten besitzen und auf deren Basis informationsbasierten Pflanzenbau betreiben! Dazu nutzen sie agronomische Software, meist Cloudlösungen und das erfolgreich. Problematisch wird es, wenn man die im System gespeicherten Informationen für andere Zwecke, bei uns zur besseren Versuchsauswertung nutzen möchte. Entweder fehlen die grundlegenden Exportfunktionen für diese Daten vollständig oder diese werden „verkrüppelt“ mit einer geringeren Auflösung ausgegeben.
Einzige Lösung ist die Ausdrucke (PDF bzw. gescannt) werden von uns wieder digitalisiert und weitergenutzt. Was für eine Verschwendung von Ressourcen!!!

Die seit Jahrzehnten angemahnte und versprochene Transparenz von Daten (die meistens vom Landwirt bezahlt wurden) kann man komplett vergessen, es ist ein System „Käfig“, ob golden oder nicht sollte jeder selbst entscheiden.

Es handelt sich hier NICHT um die Schnittstelle zur Applikationstechnik, sondern um die Datenbasis in den Systemen.

Vorbildlich ist hier die öffentliche Hand, der Bestand an für uns nutzbaren kostenlosen Daten in einer hohen Qualität steigt von Jahr zu Jahr.

„Digitale Karte“ aus dem Käfig (K-Versorgungsklassen) vor der halbautomatischen Digitalisierung

Neue Zielgrößen in OFR/PiG Versuche

In den von uns im Kundenauftrag durchgeführten Versuchen werden neben dem Ertrag zunehmend andere Zielgrößen nachgefragt. Kundenwunsch ist die Bewertung der Wirksamkeit von verschiedenen agronomischen Maßnahmen auf einen Pflanzenbestand. Beliebte Größen sind Biomasse, N-Aufnahme, Bedeckungsgrad Unkraut und/oder Nutzpflanze. Für eine effiziente teilflächenspezifische Messwerteerfassung setzen wir aus Fernerkundungsdaten abgeleitete Daten ein (Multispektraldrohne, Satellit Sentinel-2) und erfüllen somit die Kundenwünsche.

14 Tage Versuchsbegleitung Biomasseentwicklung abgeleitet aus multispektralen Drohnenbildern,
rot keine Biomasse, blau viel Biomasse)

Bedarfsanstieg im Wintergetreide: Andüngung nach Satellitendaten

Dieses Jahr erleben wir einen großen Anstieg der Nachfrage für das Verfahren der Andüngung nach Herbstscan für Wintergetreide. Viele Bestände haben sich bis in den Spätherbst gut entwickelt, die Betriebsmittelpreise blieben auf hohem Niveau. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der treuen Kundschaft ist im Besitz von Pflanzensensoren, aus Gründen der Arbeitsorganisation/Befahrbarkeit/Kosten wurde der Herbstscan mit diesen Sensoren nicht oder nur teilweise durchgeführt, so das auf unsere Dienstleistung zurückgegriffen wird.

Ziel der differenzierte Andüngung im Wintergetreide ist die Etablierung einheitlicherer Bestände, die sich einfacher führen lassen und einer Frühsommertrockenheit besser begegnen können. „Nicht zu viel bei den Guten und nicht zu wenig bei den Schlechten“ sollte das Motto sein.

Unsere Schwerpunkte 2023

  • OFR/PiG Versuche: Andüngung Wintergetreide nach Satellitendaten
  • Weiterentwicklung: erfolgreicher Testbetrieb der EXAgT Observatoren 2022 wird 2023 fortgesetzt.
  • Ertragskartierung nach Satellitendaten: Vertiefung mit interessierten Partnern und/oder in einem FuE Projekt
  • Versuche differenzierte Saat nach Bodenscan: Sonnenblumen/Mais/Winterroggen/Winterweizen
  • FuE Projekte: dazu mehr nach (hoffentlich) finaler Bewilligung

Interessierte Partner sind willkommen!

Wir wollen uns auch dieses Jahr bei unseren Kunden für ihr Vertrauen und ihre Geduld bedanken:

„Besten Dank und ein erfolgreiches 2023!“

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RTK Vermessungslösung (Grenzsteine, Feldgrenzen), mehr Funktionen und Daten bei konstantem Preis bei EXAgT

Der Bedarf an Vermessungssystemen beginnt bei uns im Herbst. Die Verfügbarkeit kostenloser RTK-Korrektursignale der Landesvermessungen (SAPOS) sowie kostengünstiger Hardware haben diesen Markt nicht nur im Bereich der Landwirtschaft „umgekrempelt“. Die Vermessung mit einem RTK Mehrfrequenz System ersetzt kein Vermessungsbüro, allerdings hilft sie kostengünstig, „Grenzfragen“ gütlich zu klären. Wir als EXAgT vertreiben jetzt seit 2016 erfolgreich solche RTK-Lösungen.

Durch den Einsatz von Multifrequenzempfängern sind die Möglichkeiten bezüglich Messgenauigkeit und -geschwindigkeit von RTK Systemen ausgereizt, Fortschritte sind allein im Bereich der Vermessungssoftware zu verzeichnen und hier vor allem im Bereich Datenverfügbarkeit. Auf folgende Daten kann man aus der Software heraus zugreifen und diese auf dem Rechner abspeichern (variiert je nach Bundesland):

  • Flurstücksgrenzen
  • Bodenschätzung
  • Luftbilder
  • Feldblöcke

Funktionalitäten der von uns eingesetzten Vermessungssoftware NAVIKAT:

  • Einfache Bedienung, kein Spezialwissen notwendig
  • Tablet-Modus (Windows)
  • eingebauter NTRIP Client (Korrektursignal z.B. SAPOS)
  • Export für die Antragssoftware
  • Export ESRI Shape, Google Earth
  • Einzeichnen und Bearbeiten von Flächen, Linien, Punkten, Texten, Marker
  • Messen von Strecken, Linienzügen, Flächen
  • Praktische Funktionen wie das Verschneiden von Flächen, Flächenteilung (u.a. mit Teilung nach Eingabe der gewünschten Flächengrößen)

Der Preis für unser RTK Vermessungssystem (Mehrfrequenz RTK Vermessungssystem mit amtlicher SAPOS HEPS Korrektur komplett inklusive robustem Tablet/Software/Empfänger/Antenne) liegt aktuell bei 3.450 €, Restsysteme DGPS ( SAPOS EPS/DGPS Vermessungssystem mit 0,3 – 0,8 m Genauigkeit, komplett inklusive robustem Tablet/Software/Empfänger/Antenne bei 1.450,00 €.

Preise für Konfiguration mit Vermessungsrucksack und anderem Zubehör nach Anfrage.

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Herbstscan mit Satellit, Versuch 2022

Durch die gestiegen Düngemittel- und Produktpreise, die Unsicherheiten im Agrarsektor und die Auflagen und Beschränkungen der Agrarpolitik wird eine agronomisch sinnvolle und effiziente Stickstoffdüngung immer schwieriger.

Für den Winterraps und im Herbst gut entwickelte Getreidebestände > EC 15 (WG, WW, usw.) ist die angepasste und differenzierte N-Düngung nach Streukarten ein guter Weg, trotzdem hohe Erträge und gute Qualitäten zu erreichen.

Wie ist die aktuelle Situation: in diesem Herbst haben sich die Winterrapsbestände, mehr als in anderen Jahren, sehr unterschiedlich etabliert. Es gibt sehr üppige und gut entwickelte Bestände, zurückgebliebene und viele, die innerhalb des Schlages sehr stark differenzieren, einige Areale liefen zum Termin auf, andere erst nach dem Regen. Beim Getreide finden wir gute, oft zum Termin gedrillte Bestände vor, aber auch hier kommt es aufgrund von Unterschieden in der Bodenqualität und der N-Bereitstellung zu variablen Beständen.

Abbildung 1: Beispiel für einen sehr gut entwickelter Winterraps Sachsen, Aufnahme vom 31.09.2022

Mit der angepassten und differenzierten N-Düngung im Frühjahr kann darauf sehr gut reagiert werden. Grundlage dabei bildet die Herbst-N-Aufnahme der Raps- bzw. Getreidepflanzen. Über die Satellitendaten, vor Ort Messungen ist es möglich, exakte N-Aufnahmekarten im Spätherbst zu erstellen, um daraus Streukarten für das Frühjahr zu entwickeln.

Auch an Besitzer von Pflanzensensoren richtet sich unser Angebot, die Schläge müssen im Herbst nicht extra mit einem Sensor überfahren werden, es gibt keine technisch beschränkten Einsatzzeiten und die berechnete N-Aufnahmekarte lässt sich auf Wunsch in vorhandene Pflanzenbausoftware zur weiteren Nutzung übernehmen.

Bisher konnten wir im Winterraps über die N-Einsparungen von 15-30 kg N/ha (in Einzelfällen bis 50 kg N/ha!) die Kosten von 8,00 €/ha immer gut decken. Im Wintergetreide führt eine differenzierte Andüngung zu einheitlicheren Beständen, die sich einfacher führen lassen und einer Frühsommertrockenheit besser begegnen können.

Versuch Winterraps 2022

In diesem wie im Vorjahr haben wir Versuche zur Andüngung nach Satellitendaten im Winterraps angelegt. Die N-Aufnahme lag im Herbst 2021 auf dem Versuchsschlag bei durchschnittlich 77 kg N/ha, in den Versuchen im Jahr davor waren diese wesentlich höher (86 bzw. 114 kg N/ha). Das Einsparpotential an Stickstoff war somit begrenzt (70% von 77 – 50 kg N/ha, das sind rund 19 kg N/ha). Der Versuch lag wie im Vorjahr wieder in einem roten Gebiet, im Prüfglied „konstant“ (entspricht Intercept) wurden daher die – 20% N berücksichtigt. Für unser Prüfglied „vgEXAgT“ wurde lediglich kontrolliert, ob wir in unserer Planung die Vorgaben aus der Düngeverordnung inklusive der 20% Abzug einhalten, dies war hier der Fall. Zusätzlich kam hier im Prüfglied „vgBetrieb“ ein alternatives Verfahren zur differenzierten Düngung zum Einsatz.

Als 1.Gabe wurde Piamon nach Applikationskarte mit folgenden durchschnittlichen Aufwandmengen appliziert:

  • konstant (Intercept) 75,43 kg N/ha
  • vgBetrieb 71,90 kg N/ha
  • vgEXAgT 73,29 kg N/ha
Versuchsanlage mit N1 Düngemengen Ware

Die zweite Gabe erfolgte über alle Prüfglieder konstant mit 50 kg N/ha KAS.

Geerntet wurde auf dem Schlag im Durchschnitt 51,3 dt/ha mit einer Feuchte von 6,9% und einem Ölgehalt von 46%.

Abbildung 2: Versuchsauswertung, die Vergleichsvariante (Intercept) war die konstante Düngung, unser Verfahren lag nicht signifikant mit 0,514 dt/ha darüber.

Das Ergebnis zeigt wie auch im letzten Jahr, das mit unserem Verfahren zur differenzierten Andüngung N-Dünger gespart (vergleichbar mit der 20% Reduktion in roten Gebieten) und trotzdem mindestens gleichbleibende Erträge erzielt werden (auch bei dem hohen Ertragsniveau im Winterraps bei einigen Kunden 2022).

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Vorbereitungen Herbstscan für die Düngeplanung 1. Gabe, unsere Datenernte 2022 ist abgeschlossen!

Vorbereitungen Herbstscan für die Düngeplanung 1. Gabe

Die Aussaat des Winterraps ist abgeschlossen, die Aussaatbedingungen waren gut und dazu kamen bei den meisten Kunden die lang herbeigesehnten Niederschläge. Dies ist eine Voraussetzung für eine positive Herbstentwicklung der Bestände und damit von potentiellen Einsparungen von N-Dünger 2023. In der Bauernzeitung Nr. 36 vom 09.09.2022 Seite 34 bis 36 gab es über das von uns entwickelte und angewandte Verfahren einen Artikel „Herbstscan aus dem Orbit“, in den letzten Jahre haben wir dieses erfolgreich in den Markt gebracht (siehe EXAgT Webshop). Begleitet wurde unsere Arbeit auch 2022 durch Versuche, Ergebnisse stellen wir im nächsten Newsletter vor.

Die Datenernte 2022 ist abgeschlossen!

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit liegt im Bereich produktionsintegrierter Großparzellenversuche (OFR) für verschiedene Auftraggeber und diversen Projekten, dabei werden im aktuellen Jahr 17 Versuche begleitet. Diese umfassen klassische Versuche zur angepassten und differenzierten N-Düngung sowie variabler Aussaat, die Bewertung technischer Lösungen zur Einzeldüsenschaltung, der Wirksamkeit von alternativen Verfahren zum Glyphosatersatz bis zu pflanzenbauliche Effekten durch die Abscheidung von Beikrautsamen beim Mähdrusch.

Unterschiedliche Start- und Landeplätze unserer Drohne, rechts zwischen Kuhfladen 😉

Neben den klassischen Datenquellen wie Ertragskartierung, Bodenscannerdaten, digitales Geländemodell, Kartierung Grundnährstoffe etc. wurde der Einsatz unserer Drohne mit einer Multispektralkamera zur Datenbeschaffung ausgeweitet. Es wurden verschiedene Flugmodi genutzt, um diverse Parameter zu erfassen. In niedriger Flughöhe mit größtmöglicher Auflösung zur Einzelpflanzenerkennung, in größeren Höhen für die flächige Bestimmung von Biomasse bzw. N-Aufnahme auf den Schlägen.

Ausschnitt aus der Einzelpflanzenerfassung von aufgelaufenem Ausfallraps über alle Versuchsglieder und Wiederholungen
Versuchsüberblick, blau mehr, rot weniger Biomasse

Fehlen „nur“ die Auswertungen, diese sind aktuell bei uns in Arbeit, von der digitalen Pflanzenerkennung bis zur Geostatistik.

Die Ergebnisse fast aller Versuche gehören dem Auftraggeber, der über eine Veröffentlichung entscheidet. Wir werden uns trotzdem bemühen, wo möglich in den nächsten Monaten Versuchsergebnisse zu veröffentlichen.

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Permanente Leitspuren in einem Betrieb seit 2016, unsere Erfahrungen

Der Kunde

sitzt in Ostsachsen, Betriebsgröße Pflanzenbau Ackerfläche > 4100 ha, Schlaggrößen Mittelwert 23 ha, zwischen 0,8 ha und 87 ha, permanente Leitspuren geplant durch die EXAgT seit 2016, Stand ist Controlled Traffic light, d.h. in jedem Jahr die gleichen festen Fahrgassen.

Warum?

  • Allgemeine Effekte wie Trennung von Fahr- und Wuchsraum
  • Optimale Fahrgassen für die Feldspritze(n)
  • Arbeitserleichterung für die Drillenfahrer
  • Diskussion über die „richtigen“ Spuren werden nur einmal geführt!

Probleme und Herausforderungen

  • Terminals verschiedener Hersteller
  • Versatz durch falsch eingemessene RTK-Referenzstationen (Integration Mietschlepper)
  • Drilltechnik mit unterschiedlicher Arbeitsbreite (6m, 8m, 9m) die immer zur gleichen Leitspur führen muss.
  • Feldgrenzen verändern sich, Flächen kommen dazu.
Integration von Direktsaattechnik im Betrieb (8m in 36m Fahrgassen)

Maßgeschneiderte Software

Die NAVIKAT Spurplanung von GIS GmbH wurde an unsere praktischen Bedürfnisse angepasst. Vorhandene Spuren lassen sich einlesen, neuplanen oder optimieren und wieder ausgeben. Ein Export ins ISOXML Format ist möglich, auch direkt zu einem Fendt- Terminal. Die Software kann man in unserem Webshop käuflich erwerben.

Terminals die keine Spuren via ISOXML übernehmen, können mit ihren herstellerspezifischen Formaten von uns via SMS AgLeader Software bedient werden, bei Bedarf als Dienstleistung von uns.

Unsere Leistungen für den Betrieb

  • Einlesen Feldgrenzen und vorhandene Spuren
  • Planen/Optimieren der Spuren
  • Diskussion mit dem Pflanzenbauer und betroffenen Fahrern
  • Über die Jahre Anpassungen bei Flächenänderungen (Feldgrenzen, Spuren wenn notwendig)
  • Beratung und Unterstützung bei der Integration neuer Technik (Drille, Terminals)
  • Wenn notwendig Vorortsupport bei Problemen

Die Sache mit der Kontur

Vor allem in Betrieben mit größerer Arbeitsteilung haben die Spritzenfahrer einen besonderen Status, unter Nachbarn werden diese gerne abgeworben. So ist ihre Meinung wichtig und sie wissen das! Praktisch stoßen Konturspuren auf größeren Schlägen fast immer auf deren Ablehnung, eine Mitfahrt bei den Kollegen zeigt warum (permanentes Lenken nötig).
Im Gegensatz zur Benennung lassen sich in AB- Linien Richtungsänderungen abbilden (siehe Bild unten), mit dieser Möglichkeit lässt sich komplett auf Konturen verzichten.

AB- Linie mit „Knick“

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Eigene Precision Farming Daten vom Büro aufs Terminal bringen: der NAVIKAT Ausbringungsplaner

In unserem Newsletter vom März 2022 haben wir den NAVIKAT Ausbringungsplaner in Kooperation mit der GIS GmbH für ISOXML und Shapes angekündigt. Ingenieurbüros wie wir und ihre Kunden sowie QGIS affine Landwirte brauchen für die „letzte Meile“ zum ISOBUS Schlepperterminal eine Lösung.

Bis 2021 war dies der kostenlose SHAPE-ISO-XML Converter von Müller Elektronik, der Hersteller hat das Tool 2022 von seiner Webseite genommen, andere funktional vergleichbare Lösungen sind uns nicht bekannt.

Unsere Lösung bieten wir nicht kostenlos an, dafür wird diese permanent weiterentwickelt und regelmäßig mit Hilfe des AEF Taskdata Validator auf ISOBUS-Kompatibilität getestet.

Folgende Anwendungsfälle werden durch den NAVIKAT Ausbringungsplaner abgedeckt:

Übernahme geplanter Düngekarten

Dabei werden die Nährstoffkarten vom Dienstleister übernommen, im Ausbringungsplaner wird die gewünschte Düngemittelform definiert und die jeweiligen schlagspezifischen Applikationskarten für das Geräteterminal geschrieben.

Abbildung 1: Übernahme geplanter Applikationskarten Andüngung Raps
Abbildung 2: Übernommen geplanter Applikationskarten Andüngung Raps, Ware im Schlag

Nutzung von Managmenentzonenkarten

Dienstleister wie die AgUmenda GmbH aus Leipzig bieten die Dienstleistung „Planung von Managementzonenkarten“ an. Dabei werden auf dem jeweiligen Schlag Teilflächen definiert die homogene Eigenschaften haben. Diese Flächen werden bei der Applikation z.B. von Dünger unterschiedliche Mengen zugewiesen. Dies erfolgt auf der Basis der einmal geplanten Managementzonen für jede teilflächenspezifische Maßnahme, von der Saat über die Düngung bis zum Pflanzenschutz.

Abbildung 3: Auf der Basis einer Managementzonenkarte wird eine Kali-Applikationskarte erzeugt.

Differenzierte Grunddüngung aus Bodenprobedaten

Einige Anbieter von GPS gestützter Bodenbeprobung liefern den Kunden neben den Beprobungsergebnisse für Teilflächen eines Schlages eine Düngeempfehlung. Diese lässt sich mit dem Ausbringungsplaner in Applikationskarten umsetzen.

Der NAVIKAT Ausbringungsplaner kostet 950,- € ohne MWSt. und ist in unserem Webshop erwerbbar, ein Support- und Softwarewartungsvertrag ist über die GIS GmbH verfügbar.

Vielen Dank an Jan-Hendrik Wölker von der AEF für seine Geduld und tatkräftige Hilfe!

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DLG Feldtage 2022 in der Rückschau

Die DLG Feldtage fanden dieses Jahr nach langer Coronapause seit 2018 wieder statt, diesmal weit im Westen, in Mannheim. Grund genug für uns, einen gemeinsamen Betriebsausflug der EXAgT dahin zu unternehmen!

Die Stimmung unter den Ausstellern war ausgezeichnet, jeder schätzte die Möglichkeit wieder direkt mit Kunden wie untereinander zu kommunizieren. Dieses Networking haben auch wir ausgiebig genutzt!

Welche Neuigkeiten gab es in Themenbereichen, die für uns von besonderen Interesse waren?

Differenzierte N-Düngung (auf Basis von Satellitenbildern/Sensoren)

Hier herrschte an den Ständen wie bei den Technikvorführungen „business as usual“. Die Produkte werden beständig weiterentwickelt, z.B. gibt es bei Atfarm jetzt die Möglichkeit, analog zum YARA N-Sensor sich die N-Aufnahme eines Schlages anzuzeigen. Voraussetzung ist wie bisher ein wolkenfreier Himmel zur Zeit der Satellitenaufnahme 🙂

Cloudbasierte Farmmanagementsoftware

Auf dem Markt der integrativen landwirtschaftlichen Cloudlösungen wie 365FarmNet und NEXT Farming erscheint jetzt ein neuer Spieler FarmOperatingXpert aus einer Kooperation der Firmen geo-konzept, Kleffman und Exatrek mit ihren bewährten Einzellösungen, Praxisstart ist wohl noch in diesem Jahr.

Drohnen

Die chinesische Firma DJI als der führende Anbieter von Drohnentechnik (wir sind zufriedene DJI Nutzer) führt jetzt seine landwirtschaftlichen Drohnen breit in den deutschen Markt ein. Nutzlastkapazitäten von bis zu 40 kg und eine Flugdauer bis zu 20 Min. macht neue Anwendungen möglich. Interessant z.B. erscheint die Ausbringung von Untersaaten in Getreidebestände.

DJI Agras T30

Feldrobotik

Auch wenn wir beim „Field Robot Event“ der Universitäten Zeuge werden konnten wie ein „wildgewordener“ Roboter der zu schützenden Maisreihe zu Leibe rückte, Feldroboter kommen langsam in der Praxis an. Anwendungsfall ist hauptsächlich die Unkrautbekämpfung in Rüben und Gemüse auf Biobetrieben.

Größere Robotik-Lösungen waren zu sehen, zum einen AgXeed eines niederländischen Start-ups, welches von Amazone und Claas unterstützt wird,

wie die gemeinsame Konzeptstudie von Lemken und Krone mit dem Namen „Combine Powers“.

Zumindestens die agXeed Lösung ist in der praktischen Erprobung und die Beteiligten sind aufgrund der Performance des Systems optimistisch!

Ihr EXAgT Team.

Das EXAgT Team auf den DLG Feldtagen 2022,
von rechts nach links Arnim Grabo, Moritz Gaßan, Amanda Franck, Andreas Schmidt

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+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

(OB(OBDas EXAgT Team auf den DLG Feldtagen,
von rechts Arnim Grabo, Moritz Gaßan, Amanda Franck, Andreas SchmidtOB)OB)

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Wir sind auf der Soil Evolution!

Vom 31.Mai bis zum 02.Juni findet die Soil Evolution im Hofgut Dettenberg statt. Unser Part sind Workshops über die praktischen Anwendungen von Fernerkundungsdaten, egal ob vom Satelliten oder einer Kameradrohne. Wer „zufällig“ an dieser Veranstaltung teilnimmt ist herzlich eingeladen, zumindestens unser Zelt steht schon!

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Aktuelles von der N-Düngeberatung – der EXAgT Observator im Einsatz

Was ist die Idee?

Der EXAgT Observator ermöglicht eine ständige, autarke Überwachung (Monitoring) eines Getreidebestandes hinsichtlich der Witterung und der N-Aufnahme und liefert wichtige Informationen zur Führung des Bestandes und der N-Düngung, ohne dass man täglich die Felder anfährt und selber misst.

Die punktuell exakt ermittelten Werte können dann, beim Düngen über Pflanzensensoren, Drohen- oder Satellitendaten, in die gesamte Fläche „übersetzt“ werden.

Bei der Wahl der entsprechenden Regelalgorithmen (ausgleichend, ertragsbetont, qualitätsbetont) zu den jeweiligen Terminen helfen diese Infos natürlich auch.

Täglich per E-Mail werden die ermittelten Daten dem für die Düngung Verantwortlichen übertragen und stehen so immer aktuell und an jedem Ort zur Verfügung.

In was für einem Bestand wird hier gemessen?

WW Sorte Apostel, Saat 24.09.2021, Vorfrucht Silomais

Düngung:
08.03.2022, 70 kgN/ha über NPK+KAS
22.03.2022, 95 kgN/ha über Alzon 46 neo

EXAgT Observator mit Energieversorgung und Sensorik in WW Sorte Apostel, 18.4.2022, EC30/31

Eine kompakte, täglich aktuelle Informationsgrafik, geht das?

Observatorplot vom 13.5.2022 mit Wetterdaten und täglicher N-Aufnahmen des EXAgT Observator im WW Apostel

Der Plot zeigt im zeitlichen Verlauf die N-Aufnahme eines Winterweizenbestandes [kg N/ha], den Niederschlag [l/m²] und die Temperaturen der Luft im 2 m Höhe als Max, in 2 cm d.h. im Pflanzenbestand als Min und die Bodentemperatur in 10 cm Bodentiefe als Durchschnitt des jeweiligen Tages [°C].

Täglich wird der Observatorplot fortgeschrieben, an den Agronomen übermittelt und liefert so wichtig Informationen über Pflanze, Boden und Witterung.

Wie ist die aktuelle Situation?

Entwicklungsstadium und N-Tester WW Apostel 10.5.2022, EC 33/34
WW Apostel 10.5.2022, EC 33/34, Wuchshöhe ca. 50 cm

Am 10.5. (vor Ort Aufnahmen und Messung) präsentiert sich ein gut entwickelter Weizenbestand im EC 33/34 mit einer Wuchshöhe von ca. 50 cm. Die N-Aufnahme beträgt hier 117 kgN/ha. Der N-Bedarf laut N-Tester war ca. 30 kgN/ha.

Gestartet ist der Bestand Anfang April mit einer N-Aufnahme von ca. 39 kgN/ha. Trotz hoher Andüngung im März stagniert aufgrund der sehr kühlen Temperaturen, insbesondere in der Nacht, die Entwicklung des Bestandes und der N-Aufnahme.

Eine Bodentemperatur über 10 Grad ab Mitte KW 15 (14.-15.4.) führt zur besseren Mineralisierung und einem guten Zuwachs, unterstützt von einigen Niederschlägen. Parallel dazu hat sich die N-Aufnahme innerhalb einer Woche von 50 auf 80 kgN/ha erhöht!

Dann kamen wieder sehr kalte Nächte bis -5 °C, was zu einer Verzögerung im Wachstum führte.

Leider kam der letzte Niederschlag mit 5 l/m² Ende April und die immer noch anhaltende Hitze und Trockenperiode ab Anfang Mai. Das schlägt sich in einer weiteren Verzögerung des Wachstums nieder.

Die sehr hohen Temperaturen (Tag und Nacht), verbunden mit trockenem Wind ohne Regen, führen aktuell zu Wassermangel im Bestand, dieser reagiert bereits mit Reduktion, was zu einer Stagnierung bis hin zum Rückgang der N-Aufnahme führt.

Was bedeutet das für die weitere N-Düngung?

Sollte jetzt durch eine Ährengabe nachjustiert werden, um weiteres Wachstum anzuregen? Nein, zur Zeit wohl nicht!

Hoffentlich bald einsetzende Niederschläge werden das Wachstum wieder beflügeln und dann wird sich zeigen, wann der gedüngte und mineralisiert Stickstoff aufgebraucht ist (erneute Plateaubildung im Diagramm) und eine Qualitätsgabe nötig wird.

Diese nach Pflanzensensor, am Observator-Spot kalibriert und auf „Qualitätsbetont“ (hohe N-Aufnahme = hohe Düngemenge) durchgeführt sichert eine ausgeglichene Qualität und spart an Stellen mit Trockenstress (N-Aufnahme reduziert) N-Dünger.

Es bleibt spannend und ich wünsche uns allen einen schönen langen Landregen, noch im Mai, der soll ja schließlich seinem Namen als „Wonnemonat“ auch für die Landwirtschaft gerecht werden.

Ein weiterer EXAgT Observator in Wintergerste, 10.5.2022 EC 49

Lose werden wir die Interpretation der Observatoren fortführen, sicher gibt es da noch ein paar interessante Aspekte zu diskutieren, mit bestem Gruß,

Arnim Grabo

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Veröffentlicht unter Agronomie | Kommentare deaktiviert für Aktuelles von der N-Düngeberatung – der EXAgT Observator im Einsatz