Die erste Versuchskooperation ist gestartet / In eigener Sache / Zum Jahreswechsel


Die erste Versuchskooperation ist gestartet.

Im Dezember hat die erste IG zur Förderung und Nutzung des modernen Großparzellenversuchswesens im Südraum von Leipzig ihre Arbeit aufgenommen. Mit zwei Betrieben sind wir gestartet, suchen, sortieren und wählen interessierende Versuchsthemen aus, von denen wir jährlich eines praktisch bearbeiten werden. Wir sind gespannt auf die gewählten Themen, die neuen Erkenntnisse und freuen uns auf diese Zusammenarbeit. Weitere Interessierte sind natürlich herzlich willkommen!

In eigener Sache

Unter unser neues Firmenschild durften wir zum Jahreswechsel nun das Schild „Pilotprojekte im Rahmen des EIP-AGRI“ befestigen. EIP-AGRI steht dabei für Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“.

Forsthaus_mit Schild

Ab Beginn 2016 wird EIP-Agri in Sachsen zur Förderung innovativer Projekte der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft genutzt und wir sind dabei! In nächster Zeit werden wir Genaueres zu diesem Projekt berichten.

Zum Jahreswechsel

Das Jahr 2015 ist (fast) Geschichte, ein Anlass uns bei unseren Kunden für ihr Vertrauen zu bedanken! Von der Pflanzenbauberatung und den Softwareentwicklungsprojekten über die Precision Farming Gesamtbetriebsberatung, der Spurleitplanung (SLS) und den produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG) gab und gibt es eine Menge Arbeit für uns und mit unseren Kunden zusammen. Und wie in der agritechnica Ausgabe der Profi sehr schön beschrieben wurde macht es wirklich Freude in einer Branche zu arbeiten, in der ein ehrlicher, offener und vertrauensvoller Umgang miteinander Standard ist. Wir werden in diesem Sinne versuchen weiter unser Bestes zu geben!

Ein schönes, glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2016!

 

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Allgemeines | Schreibe einen Kommentar

Die AGRITECHNICA 2015 oder Precision Farming: Bauernschlau 4.0

Zum Titel: Immer in einem AGRITECHNICA Jahr berichtet die Nichtlandwirtschaftspresse verstärkt über neue Entwicklungen in unserer Branche und erfindet jedes Mal sehr „originelle“ Überschriften. Mein Schlagzeilenfavorit 2015 war „Precision Farming: Bauernschlau 4.0“!

Was ist uns auf der AGRITECHNICA im Bereich präziser Agronomie aufgefallen:

Drohnen, Drohnen, Drohnen

Nicht die aus dem Bienenstock oder die aus dem Krieg zum Erkunden und Töten, sondern solche, die mehr oder weniger automatisch über Felder und Wiesen fliegen und uns mit Bildern, Karten und anderen Informationen aus der Luft versorgen können.
Viele Aussteller hatten sich dieses (Mode)Themas angenommen, vom Smartphone am handgesteuertem Minihubschrauber bis zur vollautomatischen Version in Form eines kleinen Nurflüglers. Dabei reichen die Flugzeiten von 10 bis 45 min im Elektrobetrieb (Verbrennungsmotoren habe ich nicht gesehen) und die Flächenleistung je Flug von Aufsteigen und gucken (~100m²) bis max. 100ha.
Für mich als „Spielematz“ war es interessant zu sehen, wie die Flächenleistungen steigen und die Automatisierung der Flüge (Start, Flugroute, Höhe und Landeplatz) immer besser werden. Ebenso kommt die Windverträglichkeit in Bereiche (z.B. Nurflügler „Agridrone“ oder „eBee Ag“ bis 45 km/h), wo man sagen kann, selbst bei einem „Lüftchen“ wird mein Gerät nicht über alle Berge getragen. Es wird also langsam interessant, wenn es um die flugtechnische Basis geht.
Spannend für mich als Agronom war dann das Angebot an vielen Kamerasensoren die vom Normalbild (RGB) über Nahinfrarot (NIR) und Red edge (RE, Wellenlänge von ca. 680 bis 730 nm) bis zur Thermokartierung reichen. Das Sahnestück war dann ein kleiner, passiver 4 Kanal Multispektralsensor mit Beleuchtungsabgleich (ca. 150g), der dann schon qualifizierte Aussagen zu Blattflächenindex, Biomasse, N-Status, Stresszonen usw. zulassen sollte, wenn er das kann, was versprochen wurde. So kommen wir meinem Traum vom zukünftigen Pflanzenbau wieder ein kleines Stück näher: am Montag-, Mittwoch- und Freitagfrüh drückt der Agronom im Betrieb den Knopf „Drohnen los“ in seinem Pflanzenbauprogramm (PBP) und 2, 3 oder 4 Drohnen machen sich auf den Weg, fliegen automatisch alle Flächen ab und sammeln Daten dazu schicken 2, 3 oder 4 stationäre Feldstationen aktuelle Wetter- und Bodendaten, das Entwicklungsstadium des Bestandes, Blattfeuchte, Nahaufnahme usw. und das PBP gibt „Bescheid“ über den aktuellen Stand, liefert was, wann, in welchen Mengen und Intensitäten zu erledigen ist, berechnet Prognosen, Applikationskarten, Empfehlungen usw.

Probleme mit den Drohnen bleiben:
• Leistungsverbesserung und Preisreduzierung sind nötig
• Flugrecht in Deutschland (es gibt deutliche Einschränkungen für Drohnen und es soll sogar ein (Führer-) Flugschein dafür eingeführt werden)
• Vollautomatisches Fliegen ohne Sichtkontakt zumal höher als 100m ist auch zukünftig in Frage gestellt
• Noch ist viel zu viel Aufwand in der Betreuung und dem Datenmanagement notwendig
• Agronomisch qualifizierte Wertung der ermittelten Werte und Karten sind unumgänglich und bisher nicht ausreichend vorhanden
• Es fehlt auch das agronomisch fundierte Pflanzenbauprogramm

Mein Interesse jedenfalls wird größer und es „juckt mir schon in den Fingern“ eigene agronomische Erfahrungen zu sammeln oder auch die Drohnen im Rahmen von PiG zu nutzen (gern mit Betrieben gemeinsam).

Offene Cloudanwendungen überall (aber untereinander verstehen tun Sie sich trotzdem nicht).

Der Trend zu Cloudanwendungen ist ungebrochen, die Halle 15 war voll davon. Die meisten Anwendungen werben damit offen für andere Cloudanwendungen zu seien. Wenn man allerdings sich die Anwendungen näher betrachtet, sieht man das es mit der Offenheit doch nicht so weit ist. Alle Systeme helfen bei der Aufgabe Daten in das System einzupflegen, ein vollständiger Export der Daten in ein anderes System wird nicht unterstützt. Sobald man in einem System seine Daten eingegeben hat ist es nur schwierig möglich, diese in ein anderes System zu überführen. Bei Desktopanwendungen gibt es noch Möglichkeiten auf die Datenbankdateien direkt zuzugreifen, dies ist in der Cloud nicht möglich. Man ist gefangen in einem mehr oder weniger goldenen Käfig. Auch wenn Applikationen tatsächlich kooperieren sollten, ist es oft nötig z. B. für jede Anwendung einzeln die Schlaggrenzen einzulesen. Dies ist natürlich kein Spaß wenn man auch die jährlichen Änderungen in allen System nachführen soll. Hoffen kann man darauf, dass Datenaustauschplattformen wie von SAP und F4F oder der DKE in die Praxis ankommen werden. Und dann fehlen den Cloudanwendungen nur noch eine dem Homebanking adäquate Autorisierung nicht nur mit einem Passwort sowie eine Verschlüsselung, welche verhindert das die Cloudbetreiber die Daten ihrer Kunden lesen können und damit auch nicht z. B. an interessierte Behörden übergeben können. Was hat ein Kollege der SAP zu den Sicherheitsversprechen der Branche gesagt: Eines stand immer fest, so wie auch das Matterhorn fest steht: Schweizer Bankkonten sind sicher!

Sensoren um in den Boden zu schauen

Eine Silbermedaille der diesjährigen AGRITECHNICA ging an die Firma GEOPROSPECTORS für Ihren Topsoil Sensor. Dieser ist in der Lage dreidimensional die absolute Bodenleitfähigkeit zu bestimmen und damit z. B. Verdichtungszonen im Boden zu finden und daraufhin die Tiefensteuerung eines Tiefenlockeres zu steuern. Im Prinzip ist das Gerät ein EM38 Scanner der durch Algorithmen zum einen absolute Leitfähigkeitswerte bestimmt und andererseits die dritte Dimension online berechnet. Die Nützlichkeit von EM38 ist in der präzisen Agronomie anerkannt, die Kollegen von GEOPROSPECTORS haben ihre Erfahrungen aus der Rohstoffsuche in eine landwirtschaftliche Anwendung überführt. Was jetzt fehlt sind reale Testmessungen z. B. in Vergleich zu Penetrometermessungen sowie aufgegrabene Bodenprofile. Und nicht zu vergessen die agronomischen Algorithmen für allgemeine Einsatzzwecke in der Bodenbearbeitung, denn ein Preis größer 30.000,- € nur für die Tiefenlockerungssteuerung wird sich wirtschaftlich nicht rechnen. Trotzdem ein interessanter Ansatz, die Bedeutung der Bodenbearbeitung nimmt zu und damit ist diese prädestiniert als nächstes Einsatzgebiet für Sensoren.

Pflanzenschutzsensoren

Neben den bekannten Adaptionen von Pflanzensensoren (YARA N-Sensor, OptRX, ISARIA, Greenseeker usw.) für den differenzierten Pflanzenschutz auf Grundlage von Bestandesindizes war für uns besonders interessant ein neues System von Amazone „Amaspot“ zur teilflächenspezifischen Applikation von Totalherbiziden. Die Fluoreszenzsensoren GreenSense, angebracht am Spritzgestänge, scannen die zu spritzende Fläche vollständig ab. Je hochgetakteter (50Hz) Pulsweitendüse (aller 25cm) steuert ein Sensorfeld (im Fächer 4 Felder je Sensor) in Echtzeit Menge und Dauer der Spritzmittelapplikation. Damit ist es möglich, einzelne Unkräuter oder Unkrautnester bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 15-20km/h zu bekämpfen. Dies kann auch mit einer einheitlichen, vollflächigen Behandlung (kleinste Unkräuter in der Fläche, größere mit erhöhtem Aufwand, nur da wo sie auftreten) kombiniert werden. Die daraus resultierenden Reduzierungen, gerade auch bei Glyphosat, sind sicher ein gutes Argument bei der Darstellung eines umweltverträglichen Acker- und Pflanzenbaus.

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

agridroneAgriCircle

Veröffentlicht unter Agronomie, Allgemeines, Technik | Schreibe einen Kommentar

Auswertung Umfrage PiG / Wie weiter mit dem ISOBUS? (Plugfest Herbst 2015)

Auswertung der Umfrage zu produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG)

Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserer Umfrage. Teilnehmer, die mit uns über dieses Thema sprechen wollten, werden wir in den nächsten zwei Wochen kontaktieren. Kollegen mit Gesprächswunsch, die Ihre Kontaktdaten nicht angegeben haben, bitten wir sich bei uns zu melden.

Hier die Ergebnisse der Umfrage:

Könnten Sie sich vorstellen, agronomische Fragestellungen in ihrem eigenen Betrieb mit Hilfe von Versuchen zu untersuchen?

VersucheHier zeigt sich doch eine größere Zahl von Betrieben, die bereits Versuche zur weiteren Optimierung durchführen aber auch ein großer Anteil, der Interesse daran hat, aber bisher jedoch keine eigenen Versuche anlegte.

Zu welchen agronomischen Fragestellungen, konkret unter den Bedingungen Ihres Betriebes, würden Sie gern Versuche durchführen?

FragestellungenAndere Versuchsthemen waren: Gülleausbringung nach NIRS und N-Sensor, Direktsaat, Ernte, Beregnung, Hilfsstoffe im Biobetrieb.
Das zeigt ein breites Feld an interessanten Themen mit den Spitzenreitern Düngung und Pflanzenschutz.

Wieviel wären Sie bereit, in die Beantwortung einer Fragestellung auf Ihrem Betrieb mittels PiG für einen Versuch zu investieren?

moneyImmerhin 26,1% der antwortenden Betriebe könne sich vorstellen, mehr als 1000€ für die Betreuung und Auswertung eines aussagefähigen PiG-Versuches auszugeben. Das macht uns Mut und ist für diese Art Versuche auch realisierbar.

Wären Sie bereit, bei der Durchführung von PiG mit anderen Betrieben (Nachbarn/Kollegen) zu kooperieren, um so die Kosten zu senken?

KooperationKooperation und Netzwerk, die Vorteile liegen auf der Hand: Kosten teilen, an den Ergebnissen partizipieren, Erfahrungen austauschen, gemeinsam Antworten finden und neue Fragen aufwerfen!

Wie weiter mit dem ISOBUS (Plugfest Herbst 2015)?

Vom 29.09. bis zum 01.10. fand in Wörth am Main nahe Frankfurt das diesjährige europäische ISOBUS-Plugfest statt. Erstmalig ergänzt wurde dieses Ereignis durch einen Konferenztag, an dem die ISOBUS-Arbeitsgruppen des AEF (Agricultural Industry Electronics Foundation) ihre Arbeitsthemen und Zeitpläne vorstellten. Themen waren u.a. Hochgeschwindigkeits-ISOBUS, Kompatibilitätstests der Auftragsdaten, Hochspannungssysteme in Schlepper und Gerät und Kamerasysteme.
Während im Bereich offizielle Kompatibilitätstests Auftragsdaten, Hochspannungssystem Schlepper und Gerät sowie analoge Kamerasysteme die Arbeiten auf der Zielgeraden sind, brauchen größere Entwicklungen wie der Hochgeschwindigkeit-ISOBUS noch einige Zeit.
Wichtigste Erkenntnis war, dass das Thema Kompatibilität auch in der ISOBUS Weiterentwicklung höchste Priorität genießt. Das schränkt natürlich für die Entwickler die Freiheitsgrade in den Neuentwicklungen ein, für die Praktiker ist dies jedoch eine positive Nachricht, da damit Investitionen in ISOBUS-Technik zukunftssicher sind.

Mein Besuch der Konferenz ermöglichte mir auch einen Blick auf das eigentliche Plugfest. Man kann sich das wie ein Speeddating vorstellen, eine halbe Stunde wird das jeweilige Pärchen (z.B. Terminal und Gerätejobrechner) getestet, ob die komplette Kommunikation funktioniert. Erkenntnis hier: Es wird hier nicht sichergestellt, ob eine Softwareversion X eines Terminals mit einer Softwareversion Y eines Gerätejobrechners funktioniert, sondern ob die Entwickler grundsätzlich die ISOBUS-Standards einhalten. Und dass immer alle gefundenen Fehler dann zu Hause wirklich behoben werden ist nicht unbedingt gewährleistet. Aber viel wichtiger ist neben der gewonnenen Erkenntnis über die Qualität und eventuelle Unzulänglichkeiten des eigenen Produkts der Aufbau eines Netzwerks unter den Programmierern. Und dieses Netzwerk ist hilfreich bei der Lösung von auftretenden Problemen.
Tritt eines auf, klappt das Plug and Play nicht gleich, sind Daten und Aufträge „verschwunden“ findet sich fast immer eine Lösung bzw. im Netzwerk kennt man jemanden der eine hat. Dies habe ich schon öfter persönlich erleben dürfen und wir sind dadurch immer zu einem positiven Ergebnis gekommen!

Wie auf einer großen LAN-Party: Blick in den „Testraum“ während der Mittagspause, in dem die eigentlichen Kompatibilitätstests stattfanden.

Wie auf einer großen LAN-Party: Blick in den „Testraum“ während der Mittagspause, in dem die eigentlichen Kompatibilitätstests stattfanden.

Veröffentlicht unter Agronomie, Allgemeines, Technik | Schreibe einen Kommentar

Umfrage zu produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG)

Heute möchten wir Sie bitten, uns einige Fragen zu beantworten. Ihre Mitarbeit kann uns helfen, besser auf Ihren Bedarf/Ihre Wünsche eingehen zu können. Wie Sie wissen, sind produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) eine Möglichkeit agronomische Fragestellungen im eigenen Betrieb fundiert zu untersuchen. Im Vergleich zum bewährten klassischen Exaktversuch sind die Aufwände und Auswirkungen auf den normalen Produktionsprozess gering und im Gegensatz zum herkömmlichen Streifenversuch ermöglicht PiG wissenschaftlich und statistisch gesicherte Aussagen.

Vielen Dank für Ihre Beteiligung!

<hr>Könnten Sie sich vorstellen, agronomische Fragestellungen in ihrem eigenen Betrieb mit Hilfe von Versuchen zu untersuchen?
<br /><hr>Zu welchen agronomischen Fragestellungen, konkret unter den Bedingungen Ihres Betriebes, würden Sie gern Versuche durchführen?
<br /><hr>Wieviel wären Sie bereit, in die Beantwortung einer Fragestellung auf Ihrem Betrieb mittels PiG für einen Versuch zu investieren?
<br /><hr>Wären Sie bereit, bei der Durchführung von PiG mit anderen Betrieben (Nachbarn/Kollegen) zu kooperieren um so die Kosten zu senken?.
<br /><hr>Wünschen Sie Kontakt, um mit uns über dieses Thema zu sprechen?
×

Bitte vergessen Sie nicht auf den obigen „Abstimmen“-Knopf zu drücken und nochmals vielen Dank für Ihre Beteiligung!

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir lieben die Herausforderungen =;-) .

Unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Agronomie | Schreibe einen Kommentar

Impressionen aus dem ersten Jahr PiG, Trends GPS und Neuigkeiten im Webshop

Ein Jahr PiG

Seit August letzten Jahres sind wir als EXAgT  im Bereich PiG (Produktionsintegrierte Großparzellenversuche, auch: https://www.exagt.de/PiG.html ) erfolgreich in der Praxis unterwegs.

Nachfolgend einige Impressionen/Bilder aus der praktischen Arbeit:

Versuchsplan_BodenbearbeitungDüngeversuche

Am Anfang steht ein (Versuchs-) Plan, gleich ob Bodenbearbeitung, Saat, Düngung oder Pflanzenschutz.

Versuch_präzise_anlegen_mit_RTK_AP

RTK- Autopiloten (egal von welchem Hersteller) helfen bei einer präzisen Versuchsanlage aus den geplanten Daten.

Arnim_beim_Graben

Um die dritte Dimension zu erfassen bleibt manchmal nur der Griff zum Spaten.

Ohne Digitalkamera geht gar nichts

Die Digitalkamera und digitale Bildverarbeitung wird immer wichtiger.

Auswertung Bunte Bilder und mehr

Bunte Bilder und mehr, neue geostatistische Software verbessert die Versuchsauswertung.

Trends GPS und Neuigkeiten im Webshop (www.exagt-shop.de)

RTK auch für preiswerte GPS-Einfrequenzempfänger

Der Nutzen von RTK-Systemen in der Landwirtschaft ist unbestritten. Dem entgegen stehen die hohen Kosten, die für die Anschaffung und Betrieb von RTK-Systemen notwendig sind. Eine Kostenquelle sind die bis jetzt für solche Anwendungen zwingend notwendigen Zweifrequenz GPS-Empfänger. Allerdings gibt es seit einigen Jahren Aktivitäten, RTK auch für Einfrequenzempfänger möglich zu machen. Basis dafür ist überwiegend die seit 2006 verfügbare freie Software RTKLib. So kann mittels geeignetem GPS-Empfänger und zusätzlichem Rechner (Tablet, Raspberry Pi etc.) ein RTK-System selbst „gebastelt“ werden. In einschlägigen Foren werden solche Lösungen und deren Praxiseinsatz beschrieben.
Dieser Trend animierte GPS-Hersteller zur Entwicklung von Einfrequenzempfänger mit integrierten Recheneinheiten und integrierter Software. Diese ermöglichen RTK-Anwendungen ohne externe Computer und ohne Nutzung der nicht immer unproblematischen RTKLib. Die EXAgT GbR wird die Entwicklung solcher Systeme begleiten. Ein erstes Produkt wird voraussichtlich Ende des Jahres verfügbar sein. Wir können dann für unsere Vermessungslösung als Option einen RTK-Empfänger unter Nutzung des SAPOS-Korrektursignals der jeweiligen Landesvermessung anbieten, andere Lösungen werden folgen.

In unserem überarbeiteten Webshop bieten wir unsere Terminallösungen standardmäßig mit neuen D-GPS Empfängern unseres GPS-Technikpartners an, schauen Sie vorbei! (www.exagt-shop.de).

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir lieben die Herausforderungen =;-) .

Unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Agronomie, Allgemeines, Technik | Schreibe einen Kommentar

Qualität aufeinanderfolgender Arbeitsgänge durch die Übergabe von GPS-Spuren sichern

Zur Optimierung von aufeinanderfolgenden GPS-gesteuerten Arbeitsgängen helfen abgestimmte Fahrspuren. So wird z.B. durch die von der Drillmaschine angelegte Fahrspur die Effizienz der eingesetzten Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen für die ganze Saison bestimmt.

Eine zentrales betriebliches Spurleitsystem (SLS) d.h. Planung, Optimierung, Speicherung und Verwaltung der Fahrspuren für den jeweiligen Schlag sowie die eingesetzten Schlepper/Gerätekombinationen (Arbeitsbreite, Nachlaufverhalten, Fahrtrichtung usw.) kann eine Lösung sein. Aus diesem betrieblichen Datenbestand werden dann die Datensätze für die jeweiligen Autopiloten herstellerübergreifend generiert und übergeben. Das heißt jede Maschine und jeder Schlepper mit einem Autopiloten haben dann die aktuelle gültigen, einheitlichen Schläge, Vorgewende, Sperrzonen und Spuren für die Lenkung und Steuerung.

Nun werden in der Praxis vielfach die Leistungen externer Dienstleister für bestimmte Arbeitsgänge in Anspruch genommen. Diese haben keinen Zugriff auf den betrieblichen Datenbestand ihrer Kunden, so dass entweder der Auftraggeber seine Spuren zur Verfügung stellt oder aber zumindest die abgearbeiteten Spuren vom Dienstleister übergeben bekommt.

Ein Beispiel dafür ist das Verfahren der Gülleinjektion im Strip-Till zu Mais. Hier hat sich das absetzige Vorgehen durchgesetzt. Dabei erfolgen eine Streifenbearbeitung und das Anlegen der Güllebänder in den Boden. Dies geschieht ca. 3 bis 14 Tage vor der Aussaat meist durch einen Dienstleister und auf Zeilenabstand. Bei der Aussaat durch den Betrieb ist es dann zwingend nötig, die Körner mittig in diese Streifen zu legen.

Dies ist prinzipiell nur mittels RTK- Autopiloten in beiden Arbeitsgängen möglich. Dazu muss die Maislegemaschine die gefahrene Spur des Gülleinjektors exakt „kennen“.

Bei der Einbindung von externen Dienstleistern kommt verstärkt das Problem des Vorhandenseins von unterschiedlichen Terminals mit unterschiedlichen Datenformaten zum Tragen. Dabei hilft eine bewährte Datendrehscheibe wie die Software „SMS Basic“ von AgLeader. Mit dieser kann eine Spurübergabe in der Praxis erfolgreich durchgeführt werden!

SMS

Wir unterstützen Sie gern mit unseren Erfahrungen und Werkzeugen auf diesem immer noch recht unübersichtlichen Feld.

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir lieben die Herausforderungen =;-) .

Unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Agronomie, Technik | Schreibe einen Kommentar

Von den Widrigkeiten der teilflächenspezifischen Grunddüngung

Die Ernte hat begonnen (WG im Eilenburger Raum, Ertrag „geht so“) und mit der Stoppel steht die Grunddüngung vor der Tür. Viele Kollegen nutzen die teilschlagspezifische Ermittlung des Nährstoffniveaus (Phosphor, Kalium, Magnesium) und des Säurezustandes (pH-Wert) ihrer Felder sowie die darauf aufbauende differenzierte Grundnährstoffversorgung seit Jahren in der landwirtschaftlichen Praxis.

Aber wie sicher und agronomisch fundiert ist die Berechnung der Applikationskarte? Nur bunt und differenziert reicht hier bei weitem nicht. Ist der Nährstoffentzug durch die Vorfrüchte mit berücksichtigt? Hier kann man wirklich sinnvoll die Ertragskarten nutzen! Wie sieht es mit der Anrechnung von organischem Dünger aus? Wird die Bodenqualität einbezogen? Liegen dazu Bodenkarten vor?

Oft sind die Programme zur Erstellung der Applikationskarten „Malwerkzeuge“ bzw. „schwarze Boxen“ in die man nicht hineinschauen kann. Dann gibt es die Dienste und Portale in der „Datenwolke“, denen man die Besonderheiten seines Betriebs nur schlecht vermitteln kann — oder haben Sie schon einmal mit einer „Datenwolke“ durch ein Portal hindurch ein Fachgespräch geführt?

Dazu kommen häufig die Probleme bei der Abarbeitung der Applikationskarten. Es gab in den letzten Jahren einige Fortschritte auf diesem Gebiet z. B. durch den ISOBUS – Standard. Aber in der Praxis, auf dem Feld lässt sich die Karte doch nicht laden, liegt an der falschen Stelle, der Streuer bringt verkehrte Mengen aus oder es treten andere Probleme auf. Es drängelt die Zeit und zum Schluss, trotz guter Absichten, bringt man wieder nur eine konstante Menge aus und verschiebt die Problemlösung auf das nächste Jahr bzw. die nächste Bodenuntersuchung.

Wir als EXAgT bieten zum einen betriebsspezifische agronomische Düngeberatung und die Erstellung eines Düngeprojekts für Ihr Unternehmen an, übernehmen die Berechnung von Applikationskarten, angepasst an die Verhältnisse und Möglichkeiten Ihres Betriebes und werten die Ergebnisse mit Ihnen aus.

Zum anderen helfen wir Ihnen gern bei technischen Problemen, sei es bei der Software die hakt, dem Streuer der die Karten nicht erkennt, das GPS, welches „falsche“ Positionen liefert, das Terminal was nicht startet und und und…

Kalk_ISOXML

Nutzen Sie Ihre Daten und uns zum Wohle Ihrer Pflanzen, Ihres Kontos und der Umwelt!

Wir freuen uns auf Ihre Herausforderungen! Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt zu uns auf. Unserer Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen.

Unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Agronomie, Technik | Schreibe einen Kommentar

Praxiserfahrungen bei der Planung und Einführung von Spurleitsystemen (SLS)

Grenzen und Spuren planen
Als wichtig hat sich erwiesen, die Planung auf der Basis von aktuellen Daten wie Luftbilder, sauber vermessenen Feldgrenzen, aufgezeichnete Spuren etc. mit einem oder mehreren „Schlüsselfahrern“ im Dialog am Geoinformationssystem durchzuführen.
Der Kundenwunsch, die Planungsschritte auch später nachvollziehen und  auf Zwischenergebnisse zugreifen zu können, kann durch die Nutzung eines kostenlosen Geoinformationssystems für die Planung und dem Verbleib dieser Software inklusive aller angefallenen Daten im Betrieb erfüllt werden.

AB_Linie_AusschnittAbbildung 1: Geplante AB- Spur und Feldgrenze abgelegt im kostenlosen Geoinformationssystem

Spuren und die „bunte“ Terminalwelt
Das Vorhandensein von unterschiedlichen Terminals mit unterschiedlichen Datenformaten, sowie künstliche Einschränkungen von herstellerspezifischer Software beim Import/Export von Spuren zwingen zum Einsatz einer „neutralen“ Lösung als Datendrehscheibe. Dabei hat sich in der Praxis die Software „SMS Basic“ von Ag Leader bewährt. Diese kann zum einen Spuren und andere Geometrien beliebig importieren/exportieren/verwalten und zum anderen in Datenformate für verschiedene Terminals (JD, Trimble etc.) konvertieren.

SMS
Abbildung 2: „SMS Basic“ – Export von Spuren hier in ein Datenformat für Trimble Terminals

Aufträge und Spuren, zusammen oder getrennt verwalten?
Aktuell gibt es nach unserem Wissensstand keine Software, die im Bereich Spurverwaltung wie auch im Bereich Auftragsmanagement die Praxisanforderungen zufriedenstellend und systemübergreifend erfüllt. Daher empfehlen wir, die Auftragsverwaltung von der Spurverwaltung zu trennen. Üblicherweise werden dabei einmal im Jahr die Spuren/Feldgrenzen/etc. in das jeweilige Terminal importiert und sind damit in diesem verfügbar.
In der Entwicklung sind Lösungen, die mittels einer zentralen Datenbox Geometrien wie Feldgrenzen/Spuren/Abstandsauflagen/Sperrflächen etc. in angelegte Aufträge automatisch einfügen und dann auf jedem in das System eingebundenen  Terminal automatisiert zur Verfügung gestellt werden.

Ein Bonbon für Gemüse/Spargel/Rollrasen/Golfplätze – die Planung von „Komplettspuren“!
Grundlage für die Planung von KomplettspurenSkizze_Komplettspur (eine/mehrere durchgängige Spuren für einen Schlag/Vorgang) steht ein in Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickeltes Konzept.

 


Abbildung
3: Entwurf Komplettspuren

Eine weitere sehr wichtige Informationsquelle sind Aufzeichnungen von Praxisspuren der jeweiligen Schlepper-/Gerätekombination. Die aufgezeichneten Wendegeometrien werden für die Konstruktion der Spur genutzt. Ausschließlich geometrisch konstruierte Spuren können in der Praxis z. B. durch zu kleine Kurvenradien Sicherheitsmechanismen in den Terminals auslösen, die zum Verlassen der geplanten Spur führen. Damit sind solche Spuren auf den Feld bei der Arbeit unbrauchbar.

Komplettspur_AusschnittAbbildung 4: Geplante Komplettspuren

Wir freuen uns auf Ihre Herausforderungen! Nehmen Sie rechtzeitig vor der neuen Saat Kontakt zu uns auf. Unserer Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen.

Unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Agronomie, Technik | Schreibe einen Kommentar

Der Einsatz digitaler Techniken macht Versuche im Betrieb einfacher

Mit Produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG) lassen sich auf Basis praxisüblicher Großtechnik, innerhalb des normalen Produktionsprozesses wissenschaftlich abgesichert Großparzellenversuche als Streifen- oder Rasteranlage planen, anlegen und auswerten. Dies ist nur möglich durch den intelligenten Einsatz von digitalen Techniken bei der Planung, Durchführung und Auswertung dieser Versuche.

Versuchsplanung
Ohne digitale Daten und Geoinformationssystem geht hier nichts. Ob nun Feldgrenzen, Fahrgassen, Spuren und anderes aufgenommen werden, die Versuchsanlage geplant (Wiederholungen und Randomisierung sind wichtig für die Aussagefähigkeit der Ergebnisse) oder digitale Applikationskarten zur Versuchsanlage (Saat, Düngung, Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung …) notwendig sind, immer braucht man dafür maschinenlesbare Daten, egal ob GPS, ISOBUS, Shape usw..

Datenaufnahme (ortsgenau durch DGPS)
„Klassiker“
Zur Versuchsauswertung braucht es die Erfassung möglichst vieler Störgrößen wie die Nährstoffkartierung, die EM 38 Bodenscannerdaten oder N-Sensor Daten. Natürlich braucht es auch (falls die Zielgröße der Ertrag ist) die Daten der Ertragskartierung.

Digitale Bildverarbeitung
Durch die Nutzung von Digitalkameras mit GPS-Positionsaufzeichnung können Senkrechtaufnahmen in einer hohen räumlichen Auflösung positionsgenau aufgezeichnet werden. Die nachfolgende digitale Bildverarbeitung extrahiert aus den Bildern die gewünschten Parameter.

  • Einzelpflanzenzählung
    Hier als Beispiel: Zur Bestimmung des Feldaufgangs werden automatisiert die Pflanzen gezählt. Hier in dieser Aufnahme wurden 78 einzelne Erbsenpflanzen erkannt.

IlluErbsen

  • Pflanzendeckungsgrad
    Hier wurde der Pflanzendeckungsgrad einer Zwischenfrucht (Phacelia) bestimmt.

IlluPhacelia

  • Strohdeckungsgrad
    Hier wurde der Strohdeckungsgrad als Bewertungsgrundlage zur Effizienz zweier Bodenbearbeitungsgeräte bestimmt.

Strohbedeckung_komplett

Versuchsauswertung mit PiG
Die Versuchsauswertung erfolgt mittels eines auf PiG zugeschnittenen geostatistischen Auswertungsverfahrens.

Fazit
Durch den Einsatz von digitalen Techniken werden produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) erst möglich.
Mit PiG lassen sich mit praxisüblicher Großtechnik innerhalb des normalen Produktionsprozesses wissenschaftlich abgesichert Großparzellenversuche (u.a. auch Streifenversuche) anlegen und auswerten. PiG folgt den Empfehlungen die von der AG Landwirtschaftliches Versuchswesen der Biometrischen Gesellschaft herausgegeben wurden (Leitfaden OFE).

EXAgT das Büro für präzise Agronomie bietet von der Versuchsplanung und Anlage über die Betreuung bis zur statistischen Auswertung der Ergebnisse ein PiG Komplettpaket an.

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Agronomie, Technik | Schreibe einen Kommentar

RTK Autopiloten und wie nun weiter?

In vielen Betrieben sind in Schleppern/Selbstfahrern RTK Autopiloten im Einsatz. Diese Autopiloten erleichtern zum einen die Arbeit der Fahrer, sparen durch die verringerten Überlappungen bei den Feldarbeiten Zeit, Mittel und Kosten und erlauben ein sehr präzises Anlegen von Fahrspuren.

Die Fähigkeiten der Autopilotterminals Grenzen, Spuren und Sperrzonen anzulegen, werden von den Fahrern gerne genutzt. Unsere Erfahrung ist, dass es dabei oft zu Wildwuchs kommt und ein unübersichtlicher „Spuren- und Grenzensalat“ auf dem Terminal entsteht. Wenn dann noch mehrere Autopiloten zum Einsatz kommen ist dann das Chaos perfekt, oft hat jedes System einen anderen Satz an Grenz- und Spurführungsdaten.

In diesem Fall hilft die Einführung eines Spurleitsystems (SLS). Das heißt, für jeden Schlag gibt es eine aktuelle, möglichst exakte Schlaggrenze und eine oder mehrere AB- Linien für die jeweiligen Arbeiten und Geräte. In Abhängigkeit von den Fähigkeiten des RTK – Systems können auch die kompletten Fahrwege des Schlages für die eingesetzten Schlepper/Gerätekombinationen (Arbeitsbreite, Nachlaufverhalten, Fahrtrichtung usw.) geplant und verwaltet werden. Auf diesen zentralen Datenbestand greifen dann alle Autopiloten zu.

Die Planung und damit verbunden Optimierung der Grenzen und Fahrspuren wird von uns vorbereitet, und unterstützt. Wichtig dabei ist der Dialog mit dem Betrieb und den „Schlüsselfahrern“ (Drille, Spritze, Mähdrusch), um deren Erfahrungen und Schlagkenntnisse einfließen zu lassen. Ausgangspunkt sind in der Regel bereits aufgezeichnete Grenzen und Spuren, die werden gesammelt, sortiert, in eine sinnvolle Hierarchie gebracht und mit aktuellen Luftbildern unterlegt.

Auf dieser Grundlage wird je Schlag die Grenze festgelegt und eine möglichst optimale AB-Grundlinie (Mutterspur) vorgeschlagen, die dann entsprechend angepasst werden kann. Das Ergebnis sind die geometrischen Basisdaten für alle eingesetzten Autopiloten. Diese werden dann auf die Schlepper/Selbstfahrer übertragen und bei der Feldarbeit genutzt.

Zusammengefasst ermöglicht der Einsatz eines Spurleitsystems (SLS):

  • die Fähigkeiten eines RTK- Autopiloten besser zu nutzen
  • das Durcheinander in den Daten auf den Terminals zu bekämpfen
  • für jeden Schlag die ideale Mutterspur (AB- Linie) zu finden und zu nutzen
  • gegebenenfalls komplette Fahrwege zu planen und zu nutzen
  • das Phänomen der „wandernden Feldgrenzen“ zu bekämpfen
  • Sperrflächen jeder Art einzubeziehen (Hindernisse, Abstandsauflagen Pflanzenschutz/Düngung, ökologisch sensible Bereiche, Hamsterstreifen, Lerchenfenster…)
  • die Nutzung fester Hauptfahrgassen, die über Jahre bestehen bleiben
  • die dann mögliche und ausbaufähige Trennung zwischen befahrenen und unbefahrenen Feldbereichen
  • die Einführung von „Controlled Traffic Farming“ in seinen unterschiedlichen Ausbaustufen.

Wir unterstützen Sie gern bei der inhaltlichen und technischen Umsetzung (Datenverwaltung, Synchronisation, Übertragung, Herstellung der Kompatibilität bei unterschiedlichen Systemen) von SLS in Ihrem Betrieb.

Ziel sollte es sein, das Potenzial Ihrer Autopiloten besser auszuschöpfen und Ihre Agronomie wieder etwas präziser zu machen.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf Neuigkeiten in unserem EXAgT Webshop
(exagt-shop.de):

Ab sofort ist eine DGPS(EGNOS) Vermessungslösung verfügbar. Durch den Einsatz eines Windows 8.1 Tablets kann dabei eine Vermessungssoftware ihrer Wahl genutzt werden. Das kostenlose QGIS ist vorinstalliert und konfiguriert, sie können mit ihrer Vermessung sofort beginnen.

Bei Fragen rund um diese Themen sprechen Sie uns an, unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

Veröffentlicht unter Technik | Schreibe einen Kommentar