Anforderungen an GPS Systeme zur Eigenvermessung von Schlägen für den neuen GIS-Antrag

Der GIS-Antrag erfordert eine lagegenaue Abbildung Ihrer Schläge, Landschaftselemente und Korrekturpunkte. Mit der Digitalisierung am Bildschirm, noch dazu mit der vorgegebenen Quadratmetergenauigkeit (4 Kommastellen!) ist man da schnell überfordert. Um sich ein Abbild der tatsächlichen Flächenverhältnisse draußen auf dem Acker zu verschaffen, führt kein Weg an einer genauen GPS-Vermessung in entsprechender Qualität vorbei. Liegen die Vermessungsdaten dann als Shape-Datei in ETRS89 mit zugehöriger UTM-Zone vor, können diese direkt im Antragsprogramm (Teil AgroView) eingelesen werden, als sichtbare Ebene zum Vergleichen, oder auch gleich direkt als zu beantragende Schläge. Worauf Sie achten sollten, beschreibt unser folgender Newsletter März 2016.

Anforderungen an den GPS-Empfänger

In der letzten Zeit erreichten uns viele Anfragen zum Thema Anforderungen an GPS Systeme für den GIS-Antrag. Beim Studium der Dokumente der Landesanstalten/-ämtern kristallisieren sich folgende wiederkehrende Anforderungen heraus:

  • mindestens 12 Kanal Empfänger
  • Systemgenauigkeit <= 1 m
  • Korrekturverfahren Differential GPS (DGPS) oder RTK
  • Qualitätsparameter für GPS-Messungen:
    – Satellitenzahl >= 4
    – PDOP (Positionsgenauigkeit 3D) <= 8

Aktuelle Empfänger können wesentlich mehr als 12 Kanäle empfangen, z.B. Produkte auf der Basis des weitverbreiteten Chips U-Blox Neo-7 haben 56 Kanäle. Bei älteren Empfängern hilft es den Verkäufer zu fragen, oder eine Suchmaschine zu bemühen.

Die Systemgenauigkeit von GPS- Systemen bei guten Bedingungen ohne die Nutzung von Korrektursignalen liegt zwischen 5 m und 20 m. Um in den Genauigkeitsbereich <= 1 m zu kommen, benötigt man GPS Korrekturverfahren von denen in der Praxis folgende in Gebrauch sind:

1. DGPS

Mithilfe eines Netzes von Referenzstationen werden die Signalverzögerungen der GPS-Signale auf dem Weg zur Erde gemessen und für das vom System abgedeckte Gebiet interpoliert. Aus diesen Informationen werden Korrekturdaten für die Pseudostrecke zu allen sichtbaren Satelliten berechnet und in einem standardisierten Format dem Nutzer in Echtzeit zur Verfügung gestellt. Bei der Nutzung qualitativ hochwertiger DGPS-Empfänger beträgt die Systemgenauigkeit über die verschiedenen Systeme hinweg <= 1m. Unterschiede gibt es hingegen in der Bereitstellung der Korrektursignale, diese können via Satellit, Funk (Mittelwelle) oder via Internet bereitgestellt werden. Im folgenden gehe ich auf die verschieden DGPS-Systeme ein.

1.1 EGNOS  

Der Vorteil vom DGPS mit SBAS („Satellite Based Augmentation System“, deutsch satellitenbasierte Ergänzungssysteme) besteht darin, dass über geostationäre Satelliten die kostenlosen EGNOS-Korrekturdaten genutzt werden. Es ist kein zusätzlicher Korrekturdatenempfänger notwendig. Somit ist diese Variante die günstigste.
Der Nachteil des Verfahrens besteht darin, das für den Empfang des Korrektursignals freie Sicht nach Süden benötigt wird und das die entsprechenden geostationären Satelliten (ähnlich den Satelliten für den Fernsehempfang) in unserer Region relativ tief über dem Horizont stehen. In der Praxis ist somit dieses Korrektursignal wegen Abschattung (z.B. durch das Relief oder Wald) nicht immer verfügbar.

1.2 SAPOS EPS  

Der Vorteil von SAPOS EPS, als offizielle Korrekturdaten der Landesvermessung, besteht darin, dass das Korrektursignal über eine Internetverbindung (Handy als WLAN Hotspot oder integriertes LTE- Modem) zur Verfügung gestellt wird. Somit benötigt man weder eine Sichtverbindung zu einem bestimmten Satellit, noch einen zusätzlichen Beacon-Empfänger mit großer Antenne. Über Ntrip werden Korrekturen für GPS und GLONASS gesendet.
Der Nachteil des Verfahrens besteht darin, das zum einen die Nutzung des SAPOS-EPS Signals nicht kostenlos ist (in Sachsen 150,- € pro Jahr) und bei fehlender Mobilabdeckung (obwohl der LTE Ausbau sehr fortgeschritten ist) dieses Verfahren nicht nutzbar ist. Allerdings schalten die bekannten Empfänger in diesem Fall auf EGNOS-Korrekturdaten um.
Alternativ zu SAPOS EPS gibt es noch andere Anbieter von kostenpflichtigen Korrektursignalen.

1.3 BEACON/Küstenfunk

Der Vorteil vom BEACON/Küstenfunk besteht darin, dass das Korrektursignal über Mittelwelle gesendet wird und somit keine Sichtverbindung zu einem bestimmten Satelliten bestehen muss. Es muss auch keine Internetverbindung wie bei SAPOS EPS vorhanden sein. Die deutschen Binnensender (Koblenz, Iffezheim, Bad Abbach und Mauken) senden auch Korrekturdaten für GLONASS.
Der Nachteil des Verfahrens besteht darin, dass zum Einsatz des Verfahrens extra ein Mittelwellenempfänger mit Antenne (intern oder extern) benötigt wird, dies erhöht die Anschaffungskosten, das Gewicht und den Stromverbrauch des GPS Systems.

2 RTK

Der hohen Genauigkeit von 2 cm stehen die hohen Kosten der Zweifrequenz RTK- Systeme in der Anschaffung und dem Betrieb (Kosten der RTK Basisstation bzw. jährliche Kosten für das Referenzsignal) entgegen. Preiswerte Einfrequenzempfänger kommen langsam auf den Markt und für Vermessungszwecke steht das RTK-Referenzsignal SAPOS HEPS der jeweiligen Landesvermessungsämter zur Verfügung. Allerdings ist ein RTK-System für die Eigenvermessung im Rahmen des GIS-Antrags (wo es eher auf stimmige Flächengrößen ankommt) überdimensioniert, ein gutes DGPS System ist völlig ausreichend.

Qualitätsparameter für GPS-Messungen

Prinzipiell

Egal welches Korrekturverfahren eingesetzt wird, Grundlage ist immer eine möglichst genaue GPS Messung. Ist dies nicht der Fall kann auch kein so genaues Korrekturverfahren dieses Manko ausgleichen! Als Information für den Nutzerdienen die aktuell empfangene Satellitenzahl sowie die DOP-Werte (Dilution of Precision -> Verringerung der Genauigkeit) die auf die räumliche Verteilung der empfangenen Satelliten hinweist.

Anzahl der Satelliten

Um eine dreidimensionale Position (Länge, Breite, Höhe) bestimmen zu können, ist der Empfang von minimal vier Satelliten notwendig. Mehr Satelliten verbessern die Genauigkeit.

Satellitenverteilung

Ideal ist, wenn mindestens vier Satelliten sichtbar sind, die in den vier Himmelsrichtungen möglichst weit auseinanderstehen, aber dennoch mindesten 10° über dem Horizont. Die Winkel der Verbindungslinien zwischen dem zu vermessenden Punkt und den Positionen der Satelliten müssen möglichst groß sein. Sind die Winkel zu klein, ist eine exakte Positionsbestimmung nicht möglich. Sichtbar heißt hier nicht sehen im eigentlichen Sinn, das klappt nicht mal nachts, bei einer Entfernung von ca. 25000 km sind die GPS- Satelliten zu klein (600-1500 kg), im Gegensatz z.B. zur ISS, die in klaren Nächten und entsprechender Konstellation sehr gut zu sehen ist (nur 400 km weit weg und 455 t „groß“). Sichtbar heißt eben hier 10° über dem Horizont stehen.

Links großer Winkel zwischen den Satelliten => guter DOP Wert
rechts kleiner Winkel => schlechter DOP Wert

Anforderungen an die Vermessungslösung bezüglich der Referenzsysteme WGS84 und ETRS89

WGS84 bezeichnet ein weltweites geodätisches Referenzsystem, auf dessen Grundlage Positionen auf der Erde und im erdnahen Raum bestimmt werden, alle GPS Empfänger nutzen dieses System. ETRS89 wiederum ist das offizielle geodätische Referenzsystem in Europa, d.h. beim Datenaustausch mit Behörden wie z.B. beim GIS-Antrag muss zwingend dieses Koordinatensystem angewandt werden. Daraus folgt, dass die genutzte Vermessungslösung die Umwandlung zwischen beiden Referenzsystemen fehlerfrei beherrschen sollte.

Fazit

Die Anforderungen der Landesanstalten/-ämter an die in der Eigenvermessung eingesetzten GPS Systeme ist auf so einem hohen Niveau, das alte über Jahre eingesetzte Technik, diese Anforderungen nicht immer erfüllen. Vor allem, wenn man gegenüber den Ämtern belastbare Vermessungsargumente in der Hand halten möchte, empfiehlt sich der Einsatz eines DGPS Systems mit den offiziellen Korrekturdaten der Landesvermessung.

Vermessungslösungen, die den Korrekturdienst EPS (DGPS) nutzen können und die Daten im erforderlichen Format (in Sachsen das Lagereferenzsystem ETRS89_UTM33) ausgeben, finden Sie in unserem Webshop (www.exagt-shop.de). Die HEPS Variante (RTK) befindet sich in der Testphase, bei Verfügbarkeit werden wir Sie informieren. Den Kunden, die bei uns bereits eine Vermessungslösung gekauft haben, bieten wir Updatemöglichkeiten an.

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Über die Umstellung auf den GIS- Antrag

Wie Thüringen 2015 wird Sachsen und Sachsen Anhalt 2016 den sogenannten GIS-Antrag (Geospatial Aid Application – GSAA) einführen.

GIS-Antrag bedeutet, dass die Schläge lage- und größengenau erfasst werden müssen. Damit ist es nicht mehr möglich (digitale) Flächenskizzen mit Abweichungen der Bruttoschlagfläche von bis zu maximal 10 % von der GIS-Fläche abzugeben, die abgegebenen Schlagumrisse sind jetzt verbindlich.

Vermessungslösung der EXAgT GbR mit SAPOS- Korrektur (www.exagt-shop.de)

Eine Änderung der Bruttoschlagfläche ist nur noch über die Anpassung der Geometrie möglich. Überlappungen mit Nachbarschaftsflächen sind nicht mehr zulässig und sollten zwischen den beteiligten Bewirtschaftern bereits während der Phase der Antragstellung geklärt werden! Natürlich ist auch eine Überlappung mit den Feldblöcken nicht erlaubt, berechtigte Fehler können aber über die Korrekturpunkte gemeldet werden, es erfolgt eine Überprüfung und gegebenenfalls eine spätere Berichtigung.

Wenn Verwaltungs- oder Vor-Ort-Kontrollen der Schläge abweichende Messergebnisse ergeben sind immer die Ergebnisse maßgeblich, die im Rahmen von Kontrollen durch die Verwaltung festgestellt werden.

Aus den Erfahrungen der Antragsteller in Thüringen im letzten Jahr kann man nur raten, die Vermessung der Schläge sorgfältig vorzunehmen und die Vermessungsergebnisse in die Antragssoftware einzuspielen.

Wie ist es nun möglich, zumindest technisch „Waffengleichheit“ mit den kontrollierenden Behörden herzustellen und auf gleichem Genauigkeitsniveau zu messen?

Die beste Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von Korrekturdiensten der Landesvermessung, welche auch die kontrollierenden Behörden wie z.B. in Thüringen nutzen. Der Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung (SAPOS) als Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) stellt Korrekturdaten zur Verfügung, mit denen in Deutschland eine genauere Positionsbestimmung mittels Satelliten möglich ist. Dieser Dienst ist kostenpflichtig und wird von den jeweiligen Landesvermessungsämtern via Internet zur Verfügung gestellt. Für Echtzeit Anwendungen während der GPS-Vermessung werden zwei unterschiedliche Dienste zur Verfügung gestellt:

In Sachsen kostet der Dienst EPS 150,- € / Jahr Gebühr, HEPS kostet 0,10 € / Minute bei einer einmaligen Gebühr von 45,- € bei Anmeldung zur Nutzung des Dienstes. Die Konditionen in anderen Bundesländern erfahren Sie auf den jeweiligen Webseiten der Landesvermessungsämter.

Vermessungslösungen, die den Korrekturdienst EPS (DGPS) nutzen können und die Daten im erforderlichen Format (in Sachsen das Lagereferenzsystem ETRS89_UTM33) ausgeben, finden Sie in unserem Webshop (www.exagt-shop.de). Die HEPS Variante (RTK) befindet sich in der Testphase, bei Verfügbarkeit werden wir Sie informieren. Den Kunden, die bei uns bereits eine Vermessungslösung gekauft haben, bieten wir Updatemöglichkeiten an.

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Unser EIP Agri Projekt: Entwicklung und praxisnahe Anwendung eines Precision Farming-Systems zur Sicherung flächenhafter Schutzgüter (z. B. archäologische Bodendenkmale) auf ackerbaulich genutzten Flächen

Ziel des Projektes ist es, Landwirten die Acker- und Pflanzenbau betreiben, praktikable, in die Betriebsabläufe leicht integrierbare und wirtschaftlich weitgehend neutrale Verfahren und Techniken zur Sicherung dieser flächenhaften Schutzgüter in die Hand zu geben. Ein Schwerpunkt ist es, im Bereich der Bodenbearbeitung für die flächenhaften Schutzgüter eine automatisierte Begrenzung der Bearbeitungstiefen bzw. Aussparung besonders sensibler Areale zu entwickeln und dies praktisch über mehrere Jahre zu erproben und in landwirtschaftlichen Betrieben einzuführen.Archäologie_und_Landwirtschaft(Abbildung aus der Wanderausstellung „Sachsens Geschichte unterm Acker – Landwirte schützen Denkmäler“ – Landesamt für Archäologie Sachsen und Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Weiterhin kann dieses Verfahren neben der Bodenbearbeitung auch für die Themen Saat, Düngung und den Pflanzenschutz genutzt werden. Hierbei geht es um eine grenzgenaue automatisierte Mengenbegrenzung der ausgebrachten Betriebsmittel, hinunter bis zur Nullmenge, auf den entsprechenden Teilflächen und Arealen (Sperrflächen bzw. Einschränkungen aufgrund von Abstandsregelungen und Einsatzvorschriften im Pflanzenschutz und in der Düngung oder flächenbezogene Vorgaben aus dem Bereich Umwelt- und Klimaschutz).
Lerchenstreifen_2Lerchenfenster Lehr- und Versuchsgut Köllitsch (Foto: Matthias Löwig)

Basis für die Datenhaltung wird eine „persönliche Wolke“ auf einem Computer im landwirtschaftlichen Betrieb sein. Diese holt sich die relevanten aktuellen Geometriedaten automatisch z. B. vom jeweiligen Landesamt für Archäologie und bereitet Sie intern auf. Somit gibt es eine „Stelle“ im landwirtschaftlichen Unternehmen, wo die Sperrflächen gespeichert, abgerufen und synchronisiert, aber auch aktualisiert werden. Dadurch wird es möglich, dass alle über, auf und im Boden arbeitenden Nutzer die Einschränkungen automatisch, flächenscharf und nachvollziehbar umsetzen können. Dies wird realisiert, indem auf jedem Schlepper- bzw. Geräteterminal automatisch die aktuellen Geometrien der flächenhaften Schutzgüter/Lerchenstreifen/Sperrflächen usw. nutzbar zur Verfügung stehen. Natürlich wird es auch möglich sein, linien- und punkthafte Strukturen (Leitspuren, Fahrmuster, Feldgrenzen, Feldeinfahrten, Landschaftselemente, Masten, …) einzubeziehen.

Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre (2016 – 2018) und wird gefördert vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Das Projekt ist ein Vorhaben nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Förderung der Landwirtschaft, der Europäischen Innovationspartnerschaften (EiP AGRI) und des Wissenstransfers einschließlich Demonstrationsvorhaben im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen(Förderrichtlinie Landwirtschaft ,Innovation, Wissenstransfer-RL LiW/2014). Teil: Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP AGRI) vom 15.12.2014.

Unsere Kontaktdaten sind:

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Die erste Versuchskooperation ist gestartet / In eigener Sache / Zum Jahreswechsel


Die erste Versuchskooperation ist gestartet.

Im Dezember hat die erste IG zur Förderung und Nutzung des modernen Großparzellenversuchswesens im Südraum von Leipzig ihre Arbeit aufgenommen. Mit zwei Betrieben sind wir gestartet, suchen, sortieren und wählen interessierende Versuchsthemen aus, von denen wir jährlich eines praktisch bearbeiten werden. Wir sind gespannt auf die gewählten Themen, die neuen Erkenntnisse und freuen uns auf diese Zusammenarbeit. Weitere Interessierte sind natürlich herzlich willkommen!

In eigener Sache

Unter unser neues Firmenschild durften wir zum Jahreswechsel nun das Schild „Pilotprojekte im Rahmen des EIP-AGRI“ befestigen. EIP-AGRI steht dabei für Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“.

Forsthaus_mit Schild

Ab Beginn 2016 wird EIP-Agri in Sachsen zur Förderung innovativer Projekte der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft genutzt und wir sind dabei! In nächster Zeit werden wir Genaueres zu diesem Projekt berichten.

Zum Jahreswechsel

Das Jahr 2015 ist (fast) Geschichte, ein Anlass uns bei unseren Kunden für ihr Vertrauen zu bedanken! Von der Pflanzenbauberatung und den Softwareentwicklungsprojekten über die Precision Farming Gesamtbetriebsberatung, der Spurleitplanung (SLS) und den produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG) gab und gibt es eine Menge Arbeit für uns und mit unseren Kunden zusammen. Und wie in der agritechnica Ausgabe der Profi sehr schön beschrieben wurde macht es wirklich Freude in einer Branche zu arbeiten, in der ein ehrlicher, offener und vertrauensvoller Umgang miteinander Standard ist. Wir werden in diesem Sinne versuchen weiter unser Bestes zu geben!

Ein schönes, glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2016!

 

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Die AGRITECHNICA 2015 oder Precision Farming: Bauernschlau 4.0

Zum Titel: Immer in einem AGRITECHNICA Jahr berichtet die Nichtlandwirtschaftspresse verstärkt über neue Entwicklungen in unserer Branche und erfindet jedes Mal sehr „originelle“ Überschriften. Mein Schlagzeilenfavorit 2015 war „Precision Farming: Bauernschlau 4.0“!

Was ist uns auf der AGRITECHNICA im Bereich präziser Agronomie aufgefallen:

Drohnen, Drohnen, Drohnen

Nicht die aus dem Bienenstock oder die aus dem Krieg zum Erkunden und Töten, sondern solche, die mehr oder weniger automatisch über Felder und Wiesen fliegen und uns mit Bildern, Karten und anderen Informationen aus der Luft versorgen können.
Viele Aussteller hatten sich dieses (Mode)Themas angenommen, vom Smartphone am handgesteuertem Minihubschrauber bis zur vollautomatischen Version in Form eines kleinen Nurflüglers. Dabei reichen die Flugzeiten von 10 bis 45 min im Elektrobetrieb (Verbrennungsmotoren habe ich nicht gesehen) und die Flächenleistung je Flug von Aufsteigen und gucken (~100m²) bis max. 100ha.
Für mich als „Spielematz“ war es interessant zu sehen, wie die Flächenleistungen steigen und die Automatisierung der Flüge (Start, Flugroute, Höhe und Landeplatz) immer besser werden. Ebenso kommt die Windverträglichkeit in Bereiche (z.B. Nurflügler „Agridrone“ oder „eBee Ag“ bis 45 km/h), wo man sagen kann, selbst bei einem „Lüftchen“ wird mein Gerät nicht über alle Berge getragen. Es wird also langsam interessant, wenn es um die flugtechnische Basis geht.
Spannend für mich als Agronom war dann das Angebot an vielen Kamerasensoren die vom Normalbild (RGB) über Nahinfrarot (NIR) und Red edge (RE, Wellenlänge von ca. 680 bis 730 nm) bis zur Thermokartierung reichen. Das Sahnestück war dann ein kleiner, passiver 4 Kanal Multispektralsensor mit Beleuchtungsabgleich (ca. 150g), der dann schon qualifizierte Aussagen zu Blattflächenindex, Biomasse, N-Status, Stresszonen usw. zulassen sollte, wenn er das kann, was versprochen wurde. So kommen wir meinem Traum vom zukünftigen Pflanzenbau wieder ein kleines Stück näher: am Montag-, Mittwoch- und Freitagfrüh drückt der Agronom im Betrieb den Knopf „Drohnen los“ in seinem Pflanzenbauprogramm (PBP) und 2, 3 oder 4 Drohnen machen sich auf den Weg, fliegen automatisch alle Flächen ab und sammeln Daten dazu schicken 2, 3 oder 4 stationäre Feldstationen aktuelle Wetter- und Bodendaten, das Entwicklungsstadium des Bestandes, Blattfeuchte, Nahaufnahme usw. und das PBP gibt „Bescheid“ über den aktuellen Stand, liefert was, wann, in welchen Mengen und Intensitäten zu erledigen ist, berechnet Prognosen, Applikationskarten, Empfehlungen usw.

Probleme mit den Drohnen bleiben:
• Leistungsverbesserung und Preisreduzierung sind nötig
• Flugrecht in Deutschland (es gibt deutliche Einschränkungen für Drohnen und es soll sogar ein (Führer-) Flugschein dafür eingeführt werden)
• Vollautomatisches Fliegen ohne Sichtkontakt zumal höher als 100m ist auch zukünftig in Frage gestellt
• Noch ist viel zu viel Aufwand in der Betreuung und dem Datenmanagement notwendig
• Agronomisch qualifizierte Wertung der ermittelten Werte und Karten sind unumgänglich und bisher nicht ausreichend vorhanden
• Es fehlt auch das agronomisch fundierte Pflanzenbauprogramm

Mein Interesse jedenfalls wird größer und es „juckt mir schon in den Fingern“ eigene agronomische Erfahrungen zu sammeln oder auch die Drohnen im Rahmen von PiG zu nutzen (gern mit Betrieben gemeinsam).

Offene Cloudanwendungen überall (aber untereinander verstehen tun Sie sich trotzdem nicht).

Der Trend zu Cloudanwendungen ist ungebrochen, die Halle 15 war voll davon. Die meisten Anwendungen werben damit offen für andere Cloudanwendungen zu seien. Wenn man allerdings sich die Anwendungen näher betrachtet, sieht man das es mit der Offenheit doch nicht so weit ist. Alle Systeme helfen bei der Aufgabe Daten in das System einzupflegen, ein vollständiger Export der Daten in ein anderes System wird nicht unterstützt. Sobald man in einem System seine Daten eingegeben hat ist es nur schwierig möglich, diese in ein anderes System zu überführen. Bei Desktopanwendungen gibt es noch Möglichkeiten auf die Datenbankdateien direkt zuzugreifen, dies ist in der Cloud nicht möglich. Man ist gefangen in einem mehr oder weniger goldenen Käfig. Auch wenn Applikationen tatsächlich kooperieren sollten, ist es oft nötig z. B. für jede Anwendung einzeln die Schlaggrenzen einzulesen. Dies ist natürlich kein Spaß wenn man auch die jährlichen Änderungen in allen System nachführen soll. Hoffen kann man darauf, dass Datenaustauschplattformen wie von SAP und F4F oder der DKE in die Praxis ankommen werden. Und dann fehlen den Cloudanwendungen nur noch eine dem Homebanking adäquate Autorisierung nicht nur mit einem Passwort sowie eine Verschlüsselung, welche verhindert das die Cloudbetreiber die Daten ihrer Kunden lesen können und damit auch nicht z. B. an interessierte Behörden übergeben können. Was hat ein Kollege der SAP zu den Sicherheitsversprechen der Branche gesagt: Eines stand immer fest, so wie auch das Matterhorn fest steht: Schweizer Bankkonten sind sicher!

Sensoren um in den Boden zu schauen

Eine Silbermedaille der diesjährigen AGRITECHNICA ging an die Firma GEOPROSPECTORS für Ihren Topsoil Sensor. Dieser ist in der Lage dreidimensional die absolute Bodenleitfähigkeit zu bestimmen und damit z. B. Verdichtungszonen im Boden zu finden und daraufhin die Tiefensteuerung eines Tiefenlockeres zu steuern. Im Prinzip ist das Gerät ein EM38 Scanner der durch Algorithmen zum einen absolute Leitfähigkeitswerte bestimmt und andererseits die dritte Dimension online berechnet. Die Nützlichkeit von EM38 ist in der präzisen Agronomie anerkannt, die Kollegen von GEOPROSPECTORS haben ihre Erfahrungen aus der Rohstoffsuche in eine landwirtschaftliche Anwendung überführt. Was jetzt fehlt sind reale Testmessungen z. B. in Vergleich zu Penetrometermessungen sowie aufgegrabene Bodenprofile. Und nicht zu vergessen die agronomischen Algorithmen für allgemeine Einsatzzwecke in der Bodenbearbeitung, denn ein Preis größer 30.000,- € nur für die Tiefenlockerungssteuerung wird sich wirtschaftlich nicht rechnen. Trotzdem ein interessanter Ansatz, die Bedeutung der Bodenbearbeitung nimmt zu und damit ist diese prädestiniert als nächstes Einsatzgebiet für Sensoren.

Pflanzenschutzsensoren

Neben den bekannten Adaptionen von Pflanzensensoren (YARA N-Sensor, OptRX, ISARIA, Greenseeker usw.) für den differenzierten Pflanzenschutz auf Grundlage von Bestandesindizes war für uns besonders interessant ein neues System von Amazone „Amaspot“ zur teilflächenspezifischen Applikation von Totalherbiziden. Die Fluoreszenzsensoren GreenSense, angebracht am Spritzgestänge, scannen die zu spritzende Fläche vollständig ab. Je hochgetakteter (50Hz) Pulsweitendüse (aller 25cm) steuert ein Sensorfeld (im Fächer 4 Felder je Sensor) in Echtzeit Menge und Dauer der Spritzmittelapplikation. Damit ist es möglich, einzelne Unkräuter oder Unkrautnester bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 15-20km/h zu bekämpfen. Dies kann auch mit einer einheitlichen, vollflächigen Behandlung (kleinste Unkräuter in der Fläche, größere mit erhöhtem Aufwand, nur da wo sie auftreten) kombiniert werden. Die daraus resultierenden Reduzierungen, gerade auch bei Glyphosat, sind sicher ein gutes Argument bei der Darstellung eines umweltverträglichen Acker- und Pflanzenbaus.

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agridroneAgriCircle

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Auswertung Umfrage PiG / Wie weiter mit dem ISOBUS? (Plugfest Herbst 2015)

Auswertung der Umfrage zu produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG)

Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserer Umfrage. Teilnehmer, die mit uns über dieses Thema sprechen wollten, werden wir in den nächsten zwei Wochen kontaktieren. Kollegen mit Gesprächswunsch, die Ihre Kontaktdaten nicht angegeben haben, bitten wir sich bei uns zu melden.

Hier die Ergebnisse der Umfrage:

Könnten Sie sich vorstellen, agronomische Fragestellungen in ihrem eigenen Betrieb mit Hilfe von Versuchen zu untersuchen?

VersucheHier zeigt sich doch eine größere Zahl von Betrieben, die bereits Versuche zur weiteren Optimierung durchführen aber auch ein großer Anteil, der Interesse daran hat, aber bisher jedoch keine eigenen Versuche anlegte.

Zu welchen agronomischen Fragestellungen, konkret unter den Bedingungen Ihres Betriebes, würden Sie gern Versuche durchführen?

FragestellungenAndere Versuchsthemen waren: Gülleausbringung nach NIRS und N-Sensor, Direktsaat, Ernte, Beregnung, Hilfsstoffe im Biobetrieb.
Das zeigt ein breites Feld an interessanten Themen mit den Spitzenreitern Düngung und Pflanzenschutz.

Wieviel wären Sie bereit, in die Beantwortung einer Fragestellung auf Ihrem Betrieb mittels PiG für einen Versuch zu investieren?

moneyImmerhin 26,1% der antwortenden Betriebe könne sich vorstellen, mehr als 1000€ für die Betreuung und Auswertung eines aussagefähigen PiG-Versuches auszugeben. Das macht uns Mut und ist für diese Art Versuche auch realisierbar.

Wären Sie bereit, bei der Durchführung von PiG mit anderen Betrieben (Nachbarn/Kollegen) zu kooperieren, um so die Kosten zu senken?

KooperationKooperation und Netzwerk, die Vorteile liegen auf der Hand: Kosten teilen, an den Ergebnissen partizipieren, Erfahrungen austauschen, gemeinsam Antworten finden und neue Fragen aufwerfen!

Wie weiter mit dem ISOBUS (Plugfest Herbst 2015)?

Vom 29.09. bis zum 01.10. fand in Wörth am Main nahe Frankfurt das diesjährige europäische ISOBUS-Plugfest statt. Erstmalig ergänzt wurde dieses Ereignis durch einen Konferenztag, an dem die ISOBUS-Arbeitsgruppen des AEF (Agricultural Industry Electronics Foundation) ihre Arbeitsthemen und Zeitpläne vorstellten. Themen waren u.a. Hochgeschwindigkeits-ISOBUS, Kompatibilitätstests der Auftragsdaten, Hochspannungssysteme in Schlepper und Gerät und Kamerasysteme.
Während im Bereich offizielle Kompatibilitätstests Auftragsdaten, Hochspannungssystem Schlepper und Gerät sowie analoge Kamerasysteme die Arbeiten auf der Zielgeraden sind, brauchen größere Entwicklungen wie der Hochgeschwindigkeit-ISOBUS noch einige Zeit.
Wichtigste Erkenntnis war, dass das Thema Kompatibilität auch in der ISOBUS Weiterentwicklung höchste Priorität genießt. Das schränkt natürlich für die Entwickler die Freiheitsgrade in den Neuentwicklungen ein, für die Praktiker ist dies jedoch eine positive Nachricht, da damit Investitionen in ISOBUS-Technik zukunftssicher sind.

Mein Besuch der Konferenz ermöglichte mir auch einen Blick auf das eigentliche Plugfest. Man kann sich das wie ein Speeddating vorstellen, eine halbe Stunde wird das jeweilige Pärchen (z.B. Terminal und Gerätejobrechner) getestet, ob die komplette Kommunikation funktioniert. Erkenntnis hier: Es wird hier nicht sichergestellt, ob eine Softwareversion X eines Terminals mit einer Softwareversion Y eines Gerätejobrechners funktioniert, sondern ob die Entwickler grundsätzlich die ISOBUS-Standards einhalten. Und dass immer alle gefundenen Fehler dann zu Hause wirklich behoben werden ist nicht unbedingt gewährleistet. Aber viel wichtiger ist neben der gewonnenen Erkenntnis über die Qualität und eventuelle Unzulänglichkeiten des eigenen Produkts der Aufbau eines Netzwerks unter den Programmierern. Und dieses Netzwerk ist hilfreich bei der Lösung von auftretenden Problemen.
Tritt eines auf, klappt das Plug and Play nicht gleich, sind Daten und Aufträge „verschwunden“ findet sich fast immer eine Lösung bzw. im Netzwerk kennt man jemanden der eine hat. Dies habe ich schon öfter persönlich erleben dürfen und wir sind dadurch immer zu einem positiven Ergebnis gekommen!

Wie auf einer großen LAN-Party: Blick in den „Testraum“ während der Mittagspause, in dem die eigentlichen Kompatibilitätstests stattfanden.

Wie auf einer großen LAN-Party: Blick in den „Testraum“ während der Mittagspause, in dem die eigentlichen Kompatibilitätstests stattfanden.

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Umfrage zu produktionsintegrierten Großparzellenversuchen (PiG)

Heute möchten wir Sie bitten, uns einige Fragen zu beantworten. Ihre Mitarbeit kann uns helfen, besser auf Ihren Bedarf/Ihre Wünsche eingehen zu können. Wie Sie wissen, sind produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) eine Möglichkeit agronomische Fragestellungen im eigenen Betrieb fundiert zu untersuchen. Im Vergleich zum bewährten klassischen Exaktversuch sind die Aufwände und Auswirkungen auf den normalen Produktionsprozess gering und im Gegensatz zum herkömmlichen Streifenversuch ermöglicht PiG wissenschaftlich und statistisch gesicherte Aussagen.

Vielen Dank für Ihre Beteiligung![yop_poll id=“1″]
Bitte vergessen Sie nicht auf den obigen „Abstimmen“-Knopf zu drücken und nochmals vielen Dank für Ihre Beteiligung!

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir lieben die Herausforderungen =;-) .

Unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

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Impressionen aus dem ersten Jahr PiG, Trends GPS und Neuigkeiten im Webshop

Ein Jahr PiG

Seit August letzten Jahres sind wir als EXAgT  im Bereich PiG (Produktionsintegrierte Großparzellenversuche, auch: https://www.exagt.de/PiG.html ) erfolgreich in der Praxis unterwegs.

Nachfolgend einige Impressionen/Bilder aus der praktischen Arbeit:

Versuchsplan_BodenbearbeitungDüngeversuche

Am Anfang steht ein (Versuchs-) Plan, gleich ob Bodenbearbeitung, Saat, Düngung oder Pflanzenschutz.

Versuch_präzise_anlegen_mit_RTK_AP

RTK- Autopiloten (egal von welchem Hersteller) helfen bei einer präzisen Versuchsanlage aus den geplanten Daten.

Arnim_beim_Graben

Um die dritte Dimension zu erfassen bleibt manchmal nur der Griff zum Spaten.

Ohne Digitalkamera geht gar nichts

Die Digitalkamera und digitale Bildverarbeitung wird immer wichtiger.

Auswertung Bunte Bilder und mehr

Bunte Bilder und mehr, neue geostatistische Software verbessert die Versuchsauswertung.

Trends GPS und Neuigkeiten im Webshop (www.exagt-shop.de)

RTK auch für preiswerte GPS-Einfrequenzempfänger

Der Nutzen von RTK-Systemen in der Landwirtschaft ist unbestritten. Dem entgegen stehen die hohen Kosten, die für die Anschaffung und Betrieb von RTK-Systemen notwendig sind. Eine Kostenquelle sind die bis jetzt für solche Anwendungen zwingend notwendigen Zweifrequenz GPS-Empfänger. Allerdings gibt es seit einigen Jahren Aktivitäten, RTK auch für Einfrequenzempfänger möglich zu machen. Basis dafür ist überwiegend die seit 2006 verfügbare freie Software RTKLib. So kann mittels geeignetem GPS-Empfänger und zusätzlichem Rechner (Tablet, Raspberry Pi etc.) ein RTK-System selbst „gebastelt“ werden. In einschlägigen Foren werden solche Lösungen und deren Praxiseinsatz beschrieben.
Dieser Trend animierte GPS-Hersteller zur Entwicklung von Einfrequenzempfänger mit integrierten Recheneinheiten und integrierter Software. Diese ermöglichen RTK-Anwendungen ohne externe Computer und ohne Nutzung der nicht immer unproblematischen RTKLib. Die EXAgT GbR wird die Entwicklung solcher Systeme begleiten. Ein erstes Produkt wird voraussichtlich Ende des Jahres verfügbar sein. Wir können dann für unsere Vermessungslösung als Option einen RTK-Empfänger unter Nutzung des SAPOS-Korrektursignals der jeweiligen Landesvermessung anbieten, andere Lösungen werden folgen.

In unserem überarbeiteten Webshop bieten wir unsere Terminallösungen standardmäßig mit neuen D-GPS Empfängern unseres GPS-Technikpartners an, schauen Sie vorbei! (www.exagt-shop.de).

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir lieben die Herausforderungen =;-) .

Unsere Kontaktdaten sind:

arnim.grabo@exagt.de
+49 (0) 176 72588814, +49 (0) 34324 269737

andreas.schmidt@exagt.de
+49 (0) 173 352 8960, +49 (0) 34324 269739

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Qualität aufeinanderfolgender Arbeitsgänge durch die Übergabe von GPS-Spuren sichern

Zur Optimierung von aufeinanderfolgenden GPS-gesteuerten Arbeitsgängen helfen abgestimmte Fahrspuren. So wird z.B. durch die von der Drillmaschine angelegte Fahrspur die Effizienz der eingesetzten Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen für die ganze Saison bestimmt.

Eine zentrales betriebliches Spurleitsystem (SLS) d.h. Planung, Optimierung, Speicherung und Verwaltung der Fahrspuren für den jeweiligen Schlag sowie die eingesetzten Schlepper/Gerätekombinationen (Arbeitsbreite, Nachlaufverhalten, Fahrtrichtung usw.) kann eine Lösung sein. Aus diesem betrieblichen Datenbestand werden dann die Datensätze für die jeweiligen Autopiloten herstellerübergreifend generiert und übergeben. Das heißt jede Maschine und jeder Schlepper mit einem Autopiloten haben dann die aktuelle gültigen, einheitlichen Schläge, Vorgewende, Sperrzonen und Spuren für die Lenkung und Steuerung.

Nun werden in der Praxis vielfach die Leistungen externer Dienstleister für bestimmte Arbeitsgänge in Anspruch genommen. Diese haben keinen Zugriff auf den betrieblichen Datenbestand ihrer Kunden, so dass entweder der Auftraggeber seine Spuren zur Verfügung stellt oder aber zumindest die abgearbeiteten Spuren vom Dienstleister übergeben bekommt.

Ein Beispiel dafür ist das Verfahren der Gülleinjektion im Strip-Till zu Mais. Hier hat sich das absetzige Vorgehen durchgesetzt. Dabei erfolgen eine Streifenbearbeitung und das Anlegen der Güllebänder in den Boden. Dies geschieht ca. 3 bis 14 Tage vor der Aussaat meist durch einen Dienstleister und auf Zeilenabstand. Bei der Aussaat durch den Betrieb ist es dann zwingend nötig, die Körner mittig in diese Streifen zu legen.

Dies ist prinzipiell nur mittels RTK- Autopiloten in beiden Arbeitsgängen möglich. Dazu muss die Maislegemaschine die gefahrene Spur des Gülleinjektors exakt „kennen“.

Bei der Einbindung von externen Dienstleistern kommt verstärkt das Problem des Vorhandenseins von unterschiedlichen Terminals mit unterschiedlichen Datenformaten zum Tragen. Dabei hilft eine bewährte Datendrehscheibe wie die Software „SMS Basic“ von AgLeader. Mit dieser kann eine Spurübergabe in der Praxis erfolgreich durchgeführt werden!

SMS

Wir unterstützen Sie gern mit unseren Erfahrungen und Werkzeugen auf diesem immer noch recht unübersichtlichen Feld.

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Von den Widrigkeiten der teilflächenspezifischen Grunddüngung

Die Ernte hat begonnen (WG im Eilenburger Raum, Ertrag „geht so“) und mit der Stoppel steht die Grunddüngung vor der Tür. Viele Kollegen nutzen die teilschlagspezifische Ermittlung des Nährstoffniveaus (Phosphor, Kalium, Magnesium) und des Säurezustandes (pH-Wert) ihrer Felder sowie die darauf aufbauende differenzierte Grundnährstoffversorgung seit Jahren in der landwirtschaftlichen Praxis.

Aber wie sicher und agronomisch fundiert ist die Berechnung der Applikationskarte? Nur bunt und differenziert reicht hier bei weitem nicht. Ist der Nährstoffentzug durch die Vorfrüchte mit berücksichtigt? Hier kann man wirklich sinnvoll die Ertragskarten nutzen! Wie sieht es mit der Anrechnung von organischem Dünger aus? Wird die Bodenqualität einbezogen? Liegen dazu Bodenkarten vor?

Oft sind die Programme zur Erstellung der Applikationskarten „Malwerkzeuge“ bzw. „schwarze Boxen“ in die man nicht hineinschauen kann. Dann gibt es die Dienste und Portale in der „Datenwolke“, denen man die Besonderheiten seines Betriebs nur schlecht vermitteln kann — oder haben Sie schon einmal mit einer „Datenwolke“ durch ein Portal hindurch ein Fachgespräch geführt?

Dazu kommen häufig die Probleme bei der Abarbeitung der Applikationskarten. Es gab in den letzten Jahren einige Fortschritte auf diesem Gebiet z. B. durch den ISOBUS – Standard. Aber in der Praxis, auf dem Feld lässt sich die Karte doch nicht laden, liegt an der falschen Stelle, der Streuer bringt verkehrte Mengen aus oder es treten andere Probleme auf. Es drängelt die Zeit und zum Schluss, trotz guter Absichten, bringt man wieder nur eine konstante Menge aus und verschiebt die Problemlösung auf das nächste Jahr bzw. die nächste Bodenuntersuchung.

Wir als EXAgT bieten zum einen betriebsspezifische agronomische Düngeberatung und die Erstellung eines Düngeprojekts für Ihr Unternehmen an, übernehmen die Berechnung von Applikationskarten, angepasst an die Verhältnisse und Möglichkeiten Ihres Betriebes und werten die Ergebnisse mit Ihnen aus.

Zum anderen helfen wir Ihnen gern bei technischen Problemen, sei es bei der Software die hakt, dem Streuer der die Karten nicht erkennt, das GPS, welches „falsche“ Positionen liefert, das Terminal was nicht startet und und und…

Kalk_ISOXML

Nutzen Sie Ihre Daten und uns zum Wohle Ihrer Pflanzen, Ihres Kontos und der Umwelt!

Wir freuen uns auf Ihre Herausforderungen! Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt zu uns auf. Unserer Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen.

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