In diesem Jahr haben wir im Rahmen des SNaPwürZ-Projekts in Zusammenarbeit mit den Kollegen der AgUmenda Großparzellenversuche zum Thema variable Aussaat im Mais (Silomais) angelegt. Dabei wurden drei Betriebe in Sachsen ausgesucht, in denen Häcksler mit Ertragskartierung zur Verfügung standen. Wir haben die Versuche mit Drohnenbefliegungen alle 14 Tage begleitet (Phantom P4 RTK mit Mulispektralkamera) und die Bilder ausgewertet (Bonitur relative Biomasse und relative N-Aufnahme), bei der Ernte wurden die Ertragsdaten aufgezeichnet.
Leider waren Daten der Ertragskartierung eines der Schläge nicht brauchbar, ein Problem das immer wieder im Alltag von Großparzellenversuchen auftritt (siehe unseren Newsletter Versuchsrettung nach Superzelle).
So haben wir auf den Schlägen mit funktionierender Ertragskartierung die Befliegungstermine herausgesucht, die die beste Korrelation zwischen den aufgezeichneten Ertragspunkten und den entsprechenden Werten aus den Orthophotos mit den berechneten NDRE-Indizes aufwiesen und dafür eine Regressionsgleichung erstellt.
Warum NDRE und nicht NDVI?
Der Vegetationsindex NDRE ist dem NDVI in späten Maisstadien überlegen, weil er nicht so schnell sättigt. NDRE nutzt Red Edge, dieser spektrale Bereich liegt zwischen rotem und nahem Infrarotlicht und kann tiefer in das Blattdach eindringen, bleibt auch in dichten, reifen Maisbeständen empfindlich und kann dort noch feine Unterschiede in Biomasse und Chlorophyllgehalt erkennen.
Von der relativen Ertragskartierung zu absoluten Ertragswerten
Aus der berechneten relativen Ertragskarte kann mittels der tatsächlichen Erträge (Waage) die absoluten Werte berechnet werden.

Für uns hat sich damit eine weitere Fruchtart aufgetan, für die wir praktisch die Ertragskartierung für unsere Versuche mit Fernerkundungstechniken „absichern“ können und die Ergebnisse zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten zu diesem Thema in unserer Praxis anwendbar machen.
Die eigentlichen Ergebnisse müssen wir hier leider noch schuldig bleiben, diese werden im Abstimmung mit dem SNaPwürZ-Projekts veröffentlicht.
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