Preissenkung für unsere RTK Vermessungslösung und zum Jahreswechsel und Vorschau 2018

Preissenkung für unsere RTK Vermessungslösung

Vor einem Jahr haben wir unsere RTK Vermessungslösung mit amtlicher SAPOS HEPS Korrektur vorgestellt. Durch Fortschritte im Bereich der „RTK- Chip“ Entwicklung konnten wir unsere Einkaufspreise senken und Ihnen diesen Preisvorteil „durchreichen“. Damit verringert sich der Preis für unser RTK-Vermessungsystem auf der Basis von SAPOS HEPS von 4850,- € auf 4350,- €. Und das ohne Qualitätseinbußen!


Abbildung 1: Unsere RTK Vermessungslösung mit amtlicher SAPOS HEPS Korrektur (1 – 2 cm)

Zum Jahreswechsel und Vorschau 2018

Nun ist das Jahr 2017 (fast) Geschichte, ein guter Anlass für uns, sich bei ihnen, unseren Kunden, recht herzlich zu bedanken, für ihr Vertrauen, ihre Geduld und ihr Engagement bei gemeinsamen Projekten. Also: „Allerbesten Dank und ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2018!“
Precision Farming, Dünge- und Streukartenplanung, Planung von Spurleitsystemen (SLS) für Autopiloten, produktionsintegrierte Großparzellenversuche, unser EIP-Agri Projekt zum Schutz archäologischer Flächendenkmale und noch manche Projekte mehr haben und werden uns weiter beschäftigen. Zusammen mit ihnen wollen wir versuchen, weiterhin unser Bestes zu geben!
2018 wird rasant starten, haben wir doch im Herbst 2017 begonnen, die Erstellung von N-Streukarten für Winterraps, auf Basis von N-Aufnahmekarten Herbst, anzubieten. Das Interesse hat uns positiv überrascht und für mehr als 1000 ha werden in den nächsten Wochen die Streukarten für das Frühjahr erstellt.
Auch 2018 wird uns die weitere Entwicklung und Erprobung eines betriebsspezifischen N-Düngungsberatungssystems auf der Basis von Feldsensorstationen beschäftigen, welche von ausgewählten Feldern während der Saison entsprechende Daten liefern. Die Ergebnisse vom letzten Jahr lassen hoffen und wir haben schon weitere Ideen zu diesem Projekt.
Gespannt nutzen und verfolgen wir die Entwicklungen in der Fernerkundung, sei es mit Satelliten (Sentinal-2A und 2B) oder Drohnen (Hubschrauber/Flächenflieger), hier scheint sich doch einiges zu bewegen, was in Richtung machbare landwirtschaftliche Nutzung im Precision Farming geht (aktuell für uns die N-Streukarten Winterraps, siehe Bild).


Abbildung 2: N-Aufnahmekarten WiRa Herbst 2017 auf Grundlage von Satellitendaten

Fragen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Aufgaben! Unsere Spezialität sind betriebsspezifische Lösungen, wir schätzen Sie und Ihre Herausforderungen =;-).

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Agritechnica 2017 – Giganten auf dem Acker und Precision Farming lebt!

Alle zwei Jahre zur Agritechnica rückt die Landwirtschaft in den Focus der „normalen“ Medien und da lassen die eher nicht landwirtschaftsaffinen Redakteure ihrer Kreativität freien Lauf, mein Überschriftenfavorit kommt dieses Jahr vom Handelsblatt:

Giganten auf dem Acker

Giganten versus Schwarm
Wenn man sich die Entwicklung der PS Zahlen von landwirtschaftlichen Maschinen in den letzten Jahren betrachtet, zeigt diese ungebrochen noch oben. Die Diskussion über Lösungen das zu ändern, ist in den letzten Monaten intensiv geführt worden. Das Projekt „Mars“ (praktisch Mais drillen mit autonomen Systemen) von Fendt fristete allerdings auf der agritechnica, trotz Silbermedaille, nur ein Schattendasein in einer Standecke, das sah nicht nach Aufbruch aus. Das andere öffentlichkeitswirksame Projekt „Feldschwarm“ der TU Dresden, WTK Elektronik Neustadt, John Deere und anderen war auf der Agritechnica nicht vertreten.

Abbildung 1: Roboter “Xaver“ des Forschungsprojekts MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms)

Ich denke, dass das Thema „Technik“- Schwarm auf der Straße, in der Luft, auf dem Acker, auf einem Schlachtfeld als Waffe (verstörend ab 5:20 unter https://youtu.be/9CO6M2HsoIA) im Fokus von aktuellen Entwicklungsarbeiten steht, technisch kann sich da die Landtechnik bei industriellen Vorarbeiten im Bereich Software bedienen. Interessant ist die geplante Größe der Schwarmmitglieder, beim Xaver kann man sich aufgrund der Größe z.B. eine Eignung für die Bodenbearbeitung schwer vorstellen.
Im Projekt „Feldschwarm“ geht es darum, den Trend der Landtechnik zu immer größeren Einheiten bei Gewicht und Leistung zu brechen und kleinere, leichtere Schwarmeinheiten zu schaffen (aber wesentlich größer als „Xaver“).
Was allerdings den Einsatz eines „Feldschwarms“ bei schwierigen Verhältnissen, wie z.B. der diesjährigen Rapsaussaat in Ostsachsen, auf einem steinigen Feld unter nassen Bedingungen angeht, bleiben für mich einige Fragen offen. Wie bei der daraus folgenden Materialbelastung Personal eingespart werden kann, sehe ich kritisch; permanent gab es Reparaturen bei der eingesetzten Technik nach Ausfällen/Defekten. Was hier an Fahrern eingespart wird, müsste durch mehr Techniker kompensiert werden.
Obwohl, eine Aufgabe sehe ich da für einen Schwarm, das Steinesammeln nach dem Grubbern, hier könnte ein Steinesammelschwarm mit geeigneter Sensorik eine wesentlich höhere Arbeitsqualität liefern als die menschlichen Sammler/Fahrer!
Ein weiteres Thema des Projekts ist die Vermeidung von Bodenverdichtungen. Dies ist sicher keine neue Problematik, Verdichtungen habe ich konkret in meiner Lehrzeit Anfang der 80er Jahre auf mecklenburgischen Feldern erleben dürfen und da waren die Leistungen und Gewichte der eingesetzten Landtechnik weit unter dem heutigen Niveau. Also die alleinige Leistungs- und Gewichtsreduzierung der eingesetzten Technik löst dieses Problem nach meiner Meinung nicht. Ich denke, dass durch die Trennung von Fahrspuren und Wuchsbereich im Bereich Bodenverdichtung viel erreicht werden kann (SLS Spurleitplanung/CTF Controlled Traffic Farming), aber vielleicht fährt der Schwarm ja auch auf vorgeplanten Spuren?!
Trotzdem bleibt das Thema Schwarm spannend und ich lasse mich gerne davon überzeugen das ich mit meiner Kritik unrecht habe!

Precision Farming lebt!
Wie auch immer es heute heißt, ob Smart Farming, Precision Farming oder Digital Farming, im Bereich der präzisen Agronomie geht es immer gleichbleibend darum, Betriebsmittel (Dünger, Pflanzenschutzmittel,…) angepasst (Zeitpunkt, Ausbringmenge) und differenziert in der Fläche (nach Biomasse, nach N-Aufnahme) auszubringen. Wie auf der Agritechnica zu sehen, helfen eine Unmenge von Apps bei der Feststellung des richtigen Zeitpunkts einer Applikation und der Höhe der Ausbringmenge (Schadschwellen bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingen, Nährstoffmangel, N-Aufnahme,…), die Verteilung in der Fläche erfolgt aufgrund von Satellitendaten, Drohnendaten, Online Sensoren und daraus abgeleiteter Indizes. Das ist Smart, Präzise und durch die Funktionsweise von PC/Handy/Tablet immer mittels digitaler Datenverarbeitung entstanden.
Der Landwirt muss jetzt nur noch den Überblick über alle Apps, Tools und Portale behalten.

Trends im Pflanzenschutz
Ein Bild in der Halle 15 zeigt alle aktuellen Trends im Pflanzenschutz, auf die mir wichtigsten möchte ich näher eingehen.

Abbildung 2: Dieses Bild aus der Halle 15 zählt die aktuellen Trends im Bereich Pflanzenschutz auf.

Mechanischer Pflanzenschutz
Zwei Silbermedaillen gab es im Bereich mechanischen Pflanzenschutz. Neben John Deere mit ihrer traktorintegrierten aktiven Anbaugerätelenkung für Hochleistungshacken, welche einen extra Verschieberahmen überflüssig macht, gab es die Silbermedaille für eine 3D Reihenkamera von Claas/Einböck, die die Reihenerkennung auch bei starker Verunkrautung ermöglicht.

Abbildung 3: Stereoskopische Reihenkamera CULTI CAM für mechanische Hacken

Aber auch für vorhandene Technik gibt es eine Reihe von Nachrüstlösungen zur Reihenführung des Verschieberahmens für die mechanischen Hacken, z.B. von Reichhardt. Die Renaissance der Hacke auf neuem Niveau ist in der Praxis angekommen!
Abbildung 4: Verschieberahmen und Ultraschall- Reihenabtastung von PSR SONIC

Robotik
In der Halle 15 gab es weiter eine auf dem BoniRob basierende Bodenkomponente des Schwarms aus dem Projekt flourish-project.eu zu sehen, der am Boden Pflanzen beobachtet und untersucht sowie Unkraut „vernichtet“.
Ich denke, die Praktiker haben noch eine ganze Weile bis zur Praxistauglichkeit dieses Gerätes zu warten.
Abbildung 5: BoniRob aus dem Flourish Forschungsprojekt

Digitalisierung
Hier kann ich auf den Punkt „Precision Farming lebt“ aus diesem Newsletter verweisen. Ein Projekt der Bayer AG „xarvio“ fiel besonders auf, mit dem Field Manager kann der Anwender den Pflanzenschutz angepasst und differenziert in seinem Betrieb managen. Mit der Übernahme von großen Teilen der proPlant hat sich die Bayer AG eine fachlich fundierte Basis gesichert und das merkt man auch. Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten der Software- und Landtrechnikbranche wird hier eher auf Kooperationen gesetzt, als alles nochmals von vorne zu entwickeln und das auch mit eher kleinen Partnern. Das ist zum einen sympathisch aber auch effizient.

Abbildung 6: Stand von „xarvio“ auf der Agritechnica 2017

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Zur neuen Düngeverordnung (Teil II) – Eine Antwort „Integrierte Düngung“ – Ein weiterer Baustein: die präzise Grunddüngung

Hier die Fortsetzung unseres letzten Newsletters:

Sperrfristen/Herbstdüngung
Es ist keine Aufbringung von Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem N (>1,5% N in der TS) in den Sperrzeiten mehr möglich:

  • Ackerland: ab Ernte der Hauptfrucht bis 31.01.
  • Grünland, mehrjähr. Feldfutterbau: 01.11. – 31.01. (bei Aussaat bis 15.05.)
  • Neu: Sperrfrist für Festmist: 15.12. – 15.01. von Huf- und Klauentieren und Komposte

Abweichend Herbstkulturen mit N-Aufnahme aber nur bei berechtigtem, nachzuweisendem Düngebedarf!

Bei Düngebedarf nach Ernte der Hauptfrucht nur bis zum 01.10.

  • Winterraps, Zwischenfrüchte und Feldfutter (Aussaat bis 15.09.)
  • Wintergerste (nicht WW, WRo, WT…!!!) nach Getreidevorfrucht und Aussaat bis 01.10.
  • ≤ 30 kg NH4 N/ha und ≤ 60 kg Gesamt-N (bisher 40/80kg/ha)

Im Jahr 2018 wird es im Bereich Düngebedarfsermittlung Herbst neue Regeln geben. Es bleibt zu hoffen, dass der jetzige, territoriale Flickenteppich an unterschiedlichen Regeln (siehe top agara 10/2017, wer kann das noch erklären?) sich zumindest ein wenig angleicht.

Aus-/Aufbringeverbote

  • Verbot wenn Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist

Ausnahmen nur wenn:

  • Der Boden gefroren und trocken ist und tagsüber oberflächlich auftaut, sodass der Boden Stickstoff aufnehmen kann
  • Keine Abschwemmungsgefahr besteht
  • nur dann eine (Start-) Düngung bei gefrorenem Boden wenn Boden eine Pflanzendecke trägt (Wintergetreide, -raps, GL, Ackergras)
  • kein Schnee liegt (nichts darf da weiß sein!!!)
  • eine entsprechende Startdüngung ist nur dann zulässig, wenn bei späterer Düngung Strukturschäden und Bodenverdichtungen zu erwarten wären (Der Landwirt als Hellseher?)
  • die Gabenhöhe ist bei „Frostbodendüngung“ begrenzt auf max. 60 kg N/ha

Auch im Frühjahr kann es eng werden!


Abbildung 1: Bei diesen Bedingungen (leichte Schneebedeckung) ist jetzt keine Ausbringung mehr möglich (Quelle: Dr. M. Grunert, 2014)

  • Düngebedarfsberechnung P
    Ermittlung des Düngebedarfs an Phosphat erfolgt auf der Grundlage des Bedarfs des Pflanzenbestandes und dem verfügbaren Bodengehalt
  • auch im Rahmen der Fruchtfolge möglich
  • Bodenuntersuchung => 1ha, je Schlag, mindestens aller 6 Jahre!!!
  • Schläge mit Durchschnitt > 20 mg P2O5/100 g Boden,(CAL-Methode) (8,8 mg P = Mitte Gehaltsklasse D): P-Düngung nur bis Höhe der Nährstoffabfuhr

20-30kgP/ha*a = bei 2kgP/m³ = max 10-15m³ Gülle!

P wird auch begrenzend wirken!

Eine Antwort – Integrierte Düngung (II)

Integrierte Düngung und Pflanzenernährung basiert auf dem Bedarf der Pflanzen, dem Bodenvorrat, den Ernterückständen und der Verfügbarkeit von Wirtschaftsdüngern. Die Düngung sollte ausgewogen sowie bedarfs- und situationsgerecht erfolgen, umweltverträglich sein und nachhaltig die Bodenfruchtbarkeit erhalten und steigern.

4 Säulen der integrierten Düngung:

Im September berichteten wir über eine angepasste und differenzierte N-Düngung. Im Oktober nun, soll es um den zweiten, ebenso wichtigen Baustein, die Grunddüngung gehen.

2. Baustein: die präzise Grunddüngung

Die Versorgung unserer Böden mit Kalk, Phosphor, Kalium und Magnesium soll die ausreichende Bereitstellung und Pflanzenverfügbarkeit der Grundnährstoffe (P, K, Mg) und einem ausgeglichenen Säurehaushalt der Schläge sichern.

Grundlage bilden die vorhandenen Nährstoffe im Boden und dessen pH-Wert. Über die Wertung nach bodenabhängigen Gehaltsklassen (A = unterversorg, hoher Düngebedarf, C = Optimalwert, Düngung nach Pflanzenentzug E = Luxusversorgung, kleine Düngung) erfolgt die Ermittlung des Düngebedarfs.

Abbildung 2 zeigt den Versorgungszustand eines Betriebes beim Nährstoff Phosphor. Grundlage war hier eine im 3ha Raster durchgeführte Bodenbeprobung.

Abbildung 2: Nährstoffverteilkarte nach Gehaltsklassen P

Diese gravierenden Unterschiede in der Versorgung treten bei allen Nährstoffen und natürlich auch im pH-Wert immer wieder auf. Der daraus resultierende Düngebedarf schwankt, gehebelt über den Pflanzenentzug, dementsprechend von Null bis zum Doppelten des Entzuges. Z.B. bei Getreide, mit einem mittleren P-Entzug/Ernte von 25 kg P/ha, gedüngt mit Tripelsuperphosphat von 0 bis 250 kg Ware/ha!

Mit einer präzisen Grunddüngung, basierend auf exakten Nährstoffverteilkarten, der teilflächenspezifischen Berechnung des ertragsabhängigen Düngebedarfs und der differenzierten Ausbringung über Streukarten mithilfe von GPS, kann acker- und pflanzenbaulich viel erreicht werden. Die Abbildung 3 zeigt ein Beispiel unserer Streukartenberechnungen für einen 45 ha großen Schlag.
Abbildung 3: Nährstoffverteil- und Streukarten für Kalk, P, K, Mg

Auch auf kurzfristig gepachteten oder nur getauschten Flächen macht präzise Grunddüngung Sinn. Hier ist allerdings das ökonomische Optimum zu beachten (siehe Newsletter November 2016).

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Zur neuen Düngeverordnung (Teil I) – Eine Antwort „Integrierte Düngung“ – Ein Baustein Rapsdüngung nach Herbstscan mit Drohne

Aufgrund steigender Nitratbelastungen im Grundwasser in der gesamten EU wurde 1991 europaweit eine Nitratrichtlinie erlassen. Im Jahr 2000 kam die europäische Wasserrahmenrichtlinie zum Schutz von Oberflächen und Grundgewässer dazu. Da die EU Defizite bei der Umsetzung der Richtlinie sieht, wurde 2016 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingereicht.

Zur Nitratbelastung Grundwasser (Karte links):

  • viele Grundwasserköper sind belastet (ca. 30%)
  • diffuse Einträge
  • Landwirtschaft ist der Hauptverursacher

Ursachen sind:

  • intensive Tierhaltung > 1,5 GV/ha (Karte rechts)
  • nicht angepasste N-Düngung
  • Bilanzüberschüsse >100kgN/ha
  • geringe Neuwasserbildung
  • „Altlasten“ Stickstoff (Trockengebieten)
  • Tendenz leider teilweise steigend

„Rot“ schlechter Zustand >50 mg/l H2O „Grün“ Nitrat guter Zustand

Was kommt da auf uns zu?

Wichtige Punkte, die wir hier und in den folgenden Newslettern besprechen möchten, sind:

  • Düngebedarfsermittlung Herbst/Frühjahr
  • Sperrfristen Düngung
  • Abstandsauflagen
  • Aus-/Aufbringeverbote
  • Vorgaben/Obergrenze organischer Stickstoff
  • Lagerstätten für Wirtschaftsdünger/organische Dünger
  • Ausbringung/Technik
  • Nährstoffvergleich/Bilanzen
  • Aufzeichnungen/Strafen

Düngebedarfsermittlung Stickstoff

Prinzipiell wird die Bedarfsermittlung für Stickstoff nach Sollwerten durchgeführt.

  • bundesweit einheitliche Methodik bei N (standortbezogene Obergrenzen, Sollwertsystem)
  • Grundlage: durchschnittliches Ertragsniveau der letzten drei Jahre im Betrieb
  • ermittelter Düngebedarf darf in der Regel nicht überschritten werden, Überschreitungen nur zulässig, so weit aufgrund nachträglich eintretender Umstände, insbesondere Bestandsentwicklung oder Witterungsereignisse, ein höherer Düngebedarf besteht (nur Einzelfälle)
  • Dokumentationspflicht für N-Düngebedarfsermittlung

  • für ganz Deutschland einheitliche Sollwerte
    • notwendiges N-Angebot in gesamter Vegetationszeit
      (Nmin in 0-90 cm im Frühjahr + N-Mineralisation in Vegetationszeit + N-Düngung)
  • je Fruchtart für bestimmtes Ertragsniveau
  • Korrekturfaktoren
    • ertragskorrigierter Stickstoffbedarfswert (Ertrag Durchschnitt 3 Jahre)
    • Nmin in 0-90 cm Boden (60-90 interpolierbar)
    • Je Schlag/Bewirtschaftungseinheit außer GL, auch Richtwerte möglich
    • N-Nachlieferung aus dem Bodenvorrat (Humusgehalt des Bodens)
    • N-Nachlieferung aus organischer Düngung (MDÄ) + Vorjahr (10%)
      Vorfrucht, Zwischenfrucht
  • Ergebnis
    • Gesamt-N-Düngebedarf für die gesamte Wachstumszeit der Kultur für den konkreten Schlag


(wird fortgesetzt)

Eine Antwort – „Integrierte Düngung“ (I)

Diese basiert auf dem Bedarf der Pflanzen, dem Bodenvorrat, den Ernterückständen und der Verfügbarkeit von Wirtschaftsdüngern. Die Düngung sollte ausgewogen sowie bedarfs- und situationsgerecht erfolgen, umweltverträglich sein und nachhaltig die Bodenfruchtbarkeit erhalten und steigern.

Im Bereich der N-Düngung kann man das in 2 Stufen gliedern:

  1. Angepasst an Kultur, Ertrag und Qualität
    1. Grundlage ist die Messung des N-Gehalts, der N-Aufnahme bzw. des N-Bedarfs an repräsentativen Stellen des Schlages und der auf dieser Information beruhenden Entscheidung über die pflanzenbaulich notwendigen auszubringenden N-Mengen bzw. bei geteilten Gaben auch über den Düngetermin.
  2. Differenziert in der Fläche
    1. nach N-Aufnahme der Bestände
    2. Messung und streuen in Echtzeit mit Pflanzensensoren
    3. Oder abgesetzt, messen mit Drohne/Sensoren und später streuen nach Applikationskarte

So wird sichergestellt, dass sowohl die Menge, der Termin und die Unterschiede im Bestand berücksichtigt werden und der Stickstoff auf der Fläche zielgerichtet und bedarfsgerecht verteilt wird. Auch eine zu erwartenden Einschränkungen der N-Düngemenge (nach DüV) kann berücksichtigt werden und dabei die Bereiche bevorzugen, die die höchste N-Effizienz erwarten lassen.

„Integrierte Düngung“: Winterraps düngen nach Messung N-Aufnahme im Herbst mit Drohne – ein erster Baustein

Unser Angebot:

  • die EXAgT erstellt die Düngekarten für die Andüngung bzw. Komplettgabe(stabilisierter N) für das Frühjahr (N1 oder N1+N2)
  • Grundlage: N-Aufnahmekarten im Spätherbst
    Erfasst durch: Drohnenbefliegung im Herbst + Referenzmessung am Boden
  • Berechnet mit: erprobten Algorithmen der EXAgT (DüV gerecht)
  • Abgestimmt mit: Ihnen, transparent und agronomisch fundiert
  • Abgestreut durch: Ihren ansteuerbaren Düngerstreuer
  • Kosten: Befliegung und Applikationskartenerstellung ab 10,- €/ha (flächenabhängig)

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Über den Drohneneinsatz im Pflanzenbau und die EXAgT ist auf der MeLa 2017

Seit der Gründung unserer EXAgT im Januar 2015 diskutieren wir untereinander und mit Kollegen immer wieder über das Thema „Drohnen“. In diesem Jahr wurde nun aus der Theorie Praxis, wir nutzten Drohnen zum einen für die Begleitung und Störgrößenermittlung eines produktionsintegrierten Großparzellenversuches (PiG) als auch zur Applikationskartenerstellung für die N-Andüngung im Frühjahr auf Grundlage der N-Aufnahmekarten im Herbst (Raps, Wintergerste/-roggen, früher Winterweizen). Wir wollen in diesem Newsletter nicht so sehr auf technische Aspekte und Differenzierungen der Drohnen eingehen, sondern Einsatzmöglichkeiten und (heutige) Grenzen des Drohneneinsatzes besprechen.

Welche Einsatzgebiete gibt es für Drohnen in der Pflanzenproduktion?

Bestandskontrolle
Liveaufnahmen oder verarbeitete Orthobilder von Drohnen können bei der Bonitur größerer oder schlecht einsehbarer Schläge helfen. Für hohe Kulturen (Mais, Raps usw.) ergeben sich damit Möglichkeiten der Schadensbeurteilung (Wild, Hagel, Schädlinge, Trockenstress …).

Gezielte Ausbringung von „biologischen Pflanzenschutzmitteln“
Die Bekämpfung des Maiszünslers durch die Ausbringung von Trichogramma mittels Drohnen ist seit ein/zwei Jahren in der landwirtschaftlichen Praxis angekommen. Die Kosten liegen gleichauf bzw. nur leicht höher als mit Alternativverfahren, Praktiker bestätigen die Wirksamkeit des Drohneneinsatzes.

Gezielter Pflanzenschutz
Mittlerweile gibt es Drohnen, die 10-30 l/kg Ladung mitnehmen und verteilen können (flüssig und fest). Denkbar sind hier die Bekämpfung von Unkraut-, Schädlings- oder Krankheitsnestern aber auch die Schneckenkornverteilung oder die Saat kleinkörniger Leguminosen/Zwischenfrüchte (geringe Saatmengen/ha) scheint in realistische Bereiche zu kommen.

Orthofotos zur Begleitung/Störgrößenermittlung von PiG und zur Erstellung von Applikationskarten
Aus den Drohnenaufnahmen (Farbe, NIR o.ä., abgeleitete Indizes wie NDVI) werden geometrisch exakte Orthofotos errechnet, diese dienen als Grundlage zur Ableitung von Applikationskarten oder Störgrößenkarten. Die Störgrößenkarten dienen zur besseren Interpretation der von uns betreuten Großparzellenversuche (PiG) und sind bei der geostatistischen Auswertung sehr hilfreich.

Abbildung 1: NDVI Orthofoto Mais

Von Orthofotos zu agronomischen Führungsgrößen
Ein Orthofoto als Ergebnis einer Befliegung mit einer NIR Kamera (nahes Infrarot) ist ein Vegetationsindex, meistens der NDVI. Dieser muss in eine agronomische Führungsgröße überführt werden (z.B. N-Aufnahme kg N/ha), was durch Referenzmessungen am Boden möglich ist (beim Raps z.B. YARA ImageIT, Rapool N-Waage/Biomasseschnitt). So können für die Düngung im Frühjahr (N1, N1+N2) mittels im Herbst aufgenommener NDVI Orthofotos sehr gut N-Applikationskarten erstellt werden. Die Befliegung erfolgt z.B. für Raps Ende Oktober/Anfang November, danach werden die Bilder verarbeitet und Streukarten erstellt, die dann mit jedem ansteuerbaren GPS-Streuer/Spritze ausgebracht werden. Die Planung erfolgt dabei transparent und agronomisch fundiert, in Abstimmung mit dem Landwirt, durch Algorithmen der EXAgT (DüV gerecht). Ohne die Zuordnung von Referenzinformationen über die agronomische Führungsgröße am Boden ist der NDVI nur eingeschränkt nutzbar.

In Zusammenarbeit mit der Rucon (Drohnenbefliegung/ Referenzmessung/ Bildverarbeitung) bieten wir dies als Dienstleistung ab diesem Herbst für rund 10,00 €/ha an (flächenabhängig).

Was muss man über die Rahmenbedingungen des Drohneneinsatzes wissen?

Die Luftverkehrsordnung (LuftVO)
Seit April 2017 gibt es gesetzliche Einschränkungen im Betrieb von Drohnen. So muss für Drohnen mit einem Abfluggewicht > 2 kg ab dem 01. Oktober 2017 ein zertifizierter Kenntnisnachweis vorhanden sein, Beschränkungsgebiete müssen eingehalten werden, die Drohnen müssen haftpflichtversichert sein. Sichtflug ist vorgeschrieben, also ist z.Z. kein autonomer Betrieb mittels GPS-Routen möglich, wenn dabei der Sichtkontakt zur Drohne abbricht.

Abbildung 2: GreenCopter® Basic von Rucon Engineering

Wetterabhängigkeit
Leider ist der Einsatz von Drohnen zur Bildaufnahme bei stärkerem Wind wie auch Regen nicht möglich. Als Grenze gilt eine Windgeschwindigkeit von 10 m/s, das sind 36 km/h.
Nach unseren Erfahrungen ist damit eine genaue Terminplanung nicht einzuhalten, sondern man muss mit Abweichungen von bis zu einer Woche rechnen.

Geometrische Entzerrung, Erstellung von Orthofotos
Um die mit den Drohnen aufgenommenen Luftbilder zu Orthofotos zu verarbeiten, ist professionelle Software sowie Erfahrung des „Bildverarbeiters“ nötig.

Fazit
Der Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft hat seine Berechtigung, allerdings gibt es (zurzeit?) noch einige Einschränkungen. Wenn man was machen will mit Profis beginnen, gerade bei der Erstellung von Applikationskarten, die ja dann dort sein sollten wo auch der Schlag ist. Sichtflugpflicht verhindert den automatischen Einsatz und das Befliegen größerer Schläge/Schlagkomplexe. Vor allem die Wetterabhängigkeit verhindert einen Einsatz „Just-in-time“, also der unmittelbare Einsatz einer Drohne vor einer Dünge- oder Pflanzenschutzapplikation. Weiterhin bleibt das Thema, in wieweit Vegetationsindizes, wie z.B. der NDVI, sich in agronomische Führungsgrößen wie dem N-Gehalt von Pflanzen oder die Befallswerte von Krankheiten umrechnen lassen.

Die EXAgT auf der MeLa 2017

Nach dem Erfolg unseres Messeauftritts auf der agra 2017 werden wir mit unseren Partnern von der GIS GmbH auf der Mela in der Halle 2 auf dem Stand 218a unsere Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Sie sind herzlich eingeladen, wir freuen uns auf ihren Besuch und hoffen auf viele und gute Gespräche!

Unsere Kontaktdaten sind:

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Die „persönliche Wolke“ oder die Cloud im Büro – Anwendung von Virtualisierungslösungen in unserem EIP-AGRI Projekt

Unser EIP-AGRI Projekts „Entwicklung und praxisnahe Anwendung eines Precision Farming-Systems zur Sicherung flächenhafter Schutzgüter (z. B. archäologische Bodendenkmale) auf ackerbaulich genutzten Flächen“ geht jetzt in das zweite Jahr.

Schutz bedeutet speziell in diesem Projekt die Bearbeitungstiefen über den Denkmälern zu beschränken, um diese dauerhaft im Boden zu erhalten und nicht mit Grubber, Meißel oder Pflug zu zerstören.

Die Schlüsselkomponente des Projekts ist das sogenannte Precision Farming-System (PFS). Dieses ist für den Datentransfer der bereitgestellten Geometriedaten der Schutzgüter (u.a. Flächendaten zu den Denkmalen von der Landesarchäologie), deren Vorverarbeitung (u.a. Zuordnung von Bearbeitungstiefen) und dem Transfer zum Terminal auf dem Schlepper (Anpassen von ISOXML Aufträgen, Datensynchronisation via WLAN) zuständig.

Wie bekommt man dieses PFS beim potenziellen Anwender sicher und stabil zum Laufen? Klassisch wird eine Software erstellt und diese auf einem Kundenrechner installiert. Wie man aus den Erfahrungen mit klassischer Desktopsoftware weiß, kommt es dabei sehr (zu) oft zu Problemen. Der Grafiktreiber passt nicht, Bibliotheken sind in einer „falschen“ Version auf dem Rechner und damit gibt es Schwierigkeiten mit der Software. Noch komplizierter wird es, wenn mehrere Applikationen installiert werden müssen, wie ein Geoinformationssystem, eine Datenbank und diverse Softwarekomponenten. Und das auf verschiedenen Kundenrechnern mit unterschiedlicher Hardware und Betriebssystemen. Nach der Installation muss alles manuell konfiguriert und laufend aktuell gehalten werden. Dazu kommen diversen Updates und Aktualisierungen aller Applikationen, um „reibungslos“ zusammen funktionieren zu können.

Diese Probleme sind in der Informationstechnik (IT) nicht neu und daher gibt es dafür Lösungen. Ohne solche Lösungen wäre der Betrieb von Rechenzentren und Serverfarmen wie die für Google, Facebook und diversen Cloudapplikationen nicht möglich. Dabei kommen folgende Techniken zum Einsatz:

Virtualisierung

Bei der Virtualisierung wird mithilfe von Software Hardware simuliert und ein virtuelles Computersystem erstellt. Ein virtuelles Computersystem – als „virtuelle Maschine“ (VM) bezeichnet – ist ein vollständig isolierter Softwarecontainer mit einem Betriebssystem. Jede eigenständige VM ist völlig unabhängig. Die Nutzung mehrerer VMs auf einem einzigen Computer ermöglicht die Ausführung mehrerer Betriebssysteme und Anwendungen auf nur einem physischen Server oder „Host“. Damit kann in Rechenzentren leistungsstarke Hardware besser ausgelastet werden. Ein für unser Projekt wesentlicher Vorteil von Virtualisierung ist, dass die simulierte Hardware in den VMs immer gleich gehalten werden kann, egal welches Betriebssystem auf dem Rechner läuft und welche Hardwarekomponenten er beinhaltet. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die VMs einfach auf einen anderen Computer kopieren und dann nutzen lässt. Wir arbeiten hier mit der VirtualBox von Oracle.


Abbildung 1: Wir nutzen die freie Virtualisierungslösung VirtualBox von Oracle

Uns ermöglicht diese Virtualisierung eine einheitliche Basis für das PFS bereitzustellen, egal ob auf einem Einzelrechner, einem Server oder in einem lokalen Netzwerk.

Container-Technik „Docker“

Docker ermöglicht es, flexibel und zeitsparend komplexe Softwareumgebungen zu reproduzieren. Wenn, wie im PFS, mehrere Applikationen bereitgestellt werden müssen (Geoinformationssystem, Datenbank, diverse Softwarekomponenten) lassen sich diese einfach und schnell aufsetzen. Man muss keine Rücksicht auf Software-Abhängigkeiten, Bibliotheksversionen oder Paketquellen usw. nehmen. Basis sind die Container, jede Applikation wird in einen eigenen Docker-Container gesteckt, abgetrennt und ist somit geschützt vor den anderen, trotzdem bzw. gerade deshalb ist eine stabile Zusammenarbeit der Komponenten möglich.
Für den Entwickler ist es einfacher, seine entwickelten Anwendungen in einen Container zu verpacken, und diesen auf ein Produktionssystem zu bringen, ohne die Funktionalität der Applikation in einem anderen Container zu gefährden.


Abbildung 2: Die Container-Technik wird bereitgestellt durch die freie Software Docker

Fazit

Wir nutzen im Projekt aktuelle Technologien aus der Welt der Cloud-Rechenzentren für eine effiziente Umsetzung unserer Projektziele. Dies ermöglicht uns die gleiche Effizienz und Performanz der Softwarebereitstellung von cleveren Cloudlösungen aber auf lokalen Rechnern.

Klassische Cloudlösungen im Netz nutzen wir zu Zeit hauptsächlich, um verschlüsselte Sicherungen unserer Daten gesichert vor Brand, Wasser, Blitz und Einbruch aufzubewahren.

Zum EIP-AGRI Projekt

Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre (2016 – 2018) und wird gefördert vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Das Projekt ist ein Vorhaben nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Förderung der Landwirtschaft, der Europäischen Innovationspartnerschaften (EiP AGRI) und des Wissenstransfers einschließlich Demonstrationsvorhaben im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen(Förderrichtlinie Landwirtschaft ,Innovation, Wissenstransfer-RL LiW/2014). Teil: Europäische Innovationspartnerschaft “Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit” (EIP AGRI) vom 15.12.2014.

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Über anerkannte Methoden des Versuchswesens in der Pflanzenproduktion

Seit der Gründung der EXAgT GbR „Büro für präzise Agronomie“ sind für uns produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) ein wichtiger Teil unserer Aufgaben. Wie sich unsere Tätigkeitsfelder PiG und die von uns entwickelten digitalen Bonituren in das Versuchswesen einordnen, wollen wir in diesem Newsletter darstellen.

Der Bedarf an Versuchen in der Pflanzenproduktion ist hoch, neue Entwicklungen aber auch Versprechungen bei Züchtung, Düngung, Pflanzenschutz, Technik oder Produktionsverfahren erfordern eine ständige, objektive Überprüfung.

Bei solchen Versuchen gilt: „Das Besondere daran ist, dass die Natur uns die Antworten darauf selbst gibt.“ (Zitat Dr. Gerhard Hartmann, Leiter des Dezernats 22 „Regionale Feldversuche, Sortenprüfung“ der LLG Sachsen-Anhalt, Bauernzeitung 24. Woche 2017, Seite 15). Die Herausforderung besteht darin, die Antworten der Natur auch richtig lesen und interpretieren zu können! Dies ist nur mittels Versuche auf wissenschaftlicher Grundlage möglich.

Vor den Antworten müssen die Fragen und Hypothesen richtig formuliert werden. Das geschieht indem mehrere Prüfglieder (Varianten, Versuchsglieder) definiert und der Frage entsprechend angelegt werden. Die Ergebnisse (Ertrag, Erfolg, Auswirkung usw.) sind dann vergleichbar.

Am einfachsten ist dies bei einfaktoriellen Versuchen. Dies sind z. B. einfache N-Steigerungsversuche, für jedes PG (Prüfglied) ist eine definierte Düngemenge vorgesehen, z. B. PG1 mit 0 kg/ha, PG2 mit 50 kg N/ha und PG3 mit 100 kg N/ha. Möchte man damit kombiniert verschiedene Düngertypen (Gülle, Gärrest, Kalkammonsalpeter, Harnstoff) testen, wird dies als zwei- oder mehrfaktorieller Versuch bezeichnet, die Anzahl der Prüfglieder steigt entsprechend in die Höhe.

Die Prüfglieder werden in jeweils einen Block (Versuchsblock) räumlich zusammengefasst und diese Blöcke drei bis viermal wiederholt. Innerhalb der Blöcke sollte die Abfolge der Prüfflieder zufällig gewählt (randomisiert) sein. Diese Maßnahmen reduzieren den Einflussfaktor Standort bzw. Boden.

Ab diesem Punkt gibt es Unterschiede zwischen den „normalen“ Exaktversuch auf der Kleinparzelle und den produktionsintegrierten Großparzellenversuchen. Diese sollen im Folgenden dargestellt werden.

Der Exakt-, Feld-, Parzellenversuch

Hier gilt der Grundsatz das alle Einflussfaktoren, die man nicht untersuchen möchte, möglichst gleich sein sollten (ceteris paribus). Um den Einfluss des wesentlichen Faktors Boden gering zu halten, wird neben den oben beschriebenen Maßnahmen, wie die Wiederholung und Randomisierung die Fläche/Parzelle für ein Prüfglied klein gehalten, die Größe liegt in der Regel bei einigen Quadratmetern und man arbeitet möglichst auf homogenen Feldern.

Abbildung 1: Versuchsbeschreibung N-Steigerungsversuch in Wintergerste

Abbildung 2: Parzellen mit Wiederholungen

Abbildung 3: Nullparzelle

Abbildung 4: Prüfglieder 80-70-40 kg N/ha

Diese doch geringe Parzellengröße hat zur Folge, dass für die Versuchsdurchführung spezielle Versuchstechnik eingesetzt werden muss, bei den als Beispiel herangezogenen N-Steigerungsversuchen wären das eine spezielle Drillmaschine, Düngerstreuer und Parzellenmähdrescher.

Abbildung 5: Exaktversuchstechnik

Bei der Ernte der Parzellen wird entweder die gesamte Parzelle oder ein definierter Bereich der Parzelle (Kerndrusch) geerntet und so der Ertrag je Hektar ermittelt.
Aufgrund der Wiederholungen muss eine statistische Auswertung durchgeführt werden. Am Ende der Auswertung erhält man eine Aussage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Differenz der Zielvariable (z. B. Ertrag) zwischen zwei Prüfgliedern tatsächlich auf den untersuchten Faktor (z. B. die Höhe der N-Düngung) zurückgeführt werden kann. Sind die Unterschiede bei der Zielvariablen signifikant, dann liegt es sehr wahrscheinlich am untersuchten Faktor. Ergeben die Statistiktests „keine Signifikanz“, sind die unterschiedlichen Erträge höchstwahrscheinlich zufällig. Ohne Statistik im Versuchswesen kann nicht beurteilt werden, wie es um die Aussagekraft von jeglichen Versuchen bestellt ist.

Produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) auch gleichbedeutend mit On-Farm-Experimente (OFE) oder On-Farm-Research (OFR)

Produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) werden in der Regel auf ganzen Schlägen oder Teilschlägen in Praxisbetrieben angelegt. Dieses hat den Vorteil, keine spezielle Technik zu benötigen, außerdem kann die Versuchsanlage wie auch die Ernte in den normalen Produktionsprozess integriert werden. Die Versuchsergebnisse sind damit unter weitgehend betriebsspezifischen Bedingungen erzielt worden. Es entstehen also praxisbezogene Ergebnisse, die auch für den Betrieb aussagekräftig sind.

Wo liegt aber das Problem? Der Grundsatz von Exaktversuchen, das alle Einflussfaktoren, die man nicht untersuchen möchte, möglichst gleich sein sollen, lässt sich hier nicht einhalten. Je größer die Fläche umso mehr variieren die Faktoren wie Boden, Nährstoff- und Wassernachlieferung, Mikroklima usw. eher zufällig. Die klassischen Versuchsdesignregeln wie Wiederholungen und Randomisierung, die die Einflüsse dieser Faktoren verhindern sollen, bringen hier nicht den erhofften Erfolg.

Abbildung 6: PiG Versuchsdesign, links ein nicht randomisierter Versuch, rechts zum Vergleich eine Planung mit randomisierten Prüfgliedern

Was kann man dagegen tun? — Genau diese Faktoren erfassen und ihre Einflüsse auf das Ergebnis berücksichtigen! Wir nennen diese übrigens Störgrößen oder Erklärende.
Hilfreich dafür sind hoch aufgelöste georeferenzierte Daten (Relief-, Nährstoff-, Bodenqualitäts-, Bodenfeuchte-, Biomasse- usw. Karten). Die Wirkungen dieser Störgrößen können dann in die Auswertung der Versuche berücksichtigt werden. Neben vorliegenden digitalen Karten kann z. B. aus den während der Ertragskartierung aufgezeichneten GPS Koordinaten ein digitales Höhenmodel berechnet werden, aus dem sich wiederum verschiedene andere Reliefparameter ableiten lassen. In der statistischen Auswertung werden die Einflüsse der Störgrößen auf die Zielvariable bestimmt, in der Analyse wird errechnet, ob es signifikante Einflüsse auf die Zielvariable gibt. Auch hier erhält man nach der statistischen Auswertung eine Aussage, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Unterschied zwischen zwei Prüfgliedern signifikant auf den untersuchten Faktor (z. B. die Höhe der N-Düngung) zurückgeführt werden kann. Im Gegensatz zum normalen Exaktversuch ist die statistische Auswertung allerdings wesentlich komplexer. Wir haben uns hier von Prof. Brenning (Uni Jena, Lehrstuhl für Geoinformatik) helfen lassen. In gemeinsamer Arbeit haben wir unser geostatistisches Auswertungsprogramm PiGSTAT (Statistische Analyse von produktionsintegrierten Großparzellenversuchen mit R) konzipiert, erstellt und getestet. Damit haben wir alle bisherigen PiG-Versuche erfolgreich und auf wissenschaftlicher Basis auswerten können.

In einer Versuchsserie wurden auf Anregung des Versuchsanstellers die Ergebnisse unserer PiG-Versuche mit denen von ebenfalls in der Fläche liegenden Exaktversuche verglichen, dabei stimmten die Aussagen beider Versuchsformen gut überein.

Abbildung 7: Karte der standardisierten Residuen einer PiGSTAT- Auswertung

Als Beispiel für einen Analyseschritt in PiGSTAT ist die geostatistische Überprüfung von Abweichungen in den Ergebnissen. Die Karte der standardisierten Residuen zeigt mögliche räumliche Häufungen von Ausreißern oder von Bereichen negativer oder positiver Modellabweichung. In blauen Bereichen, die hier v.a. entlang der Feldränder auftreten, liegen die Beobachtungen mindestens zwei Standardabweichungen unter der Modellvorhersage. Im vorliegenden Falle wäre das Entfernen dieser Randbereiche aus dem Datensatz empfehlenswert, sofern es sich um Artefakte (z.B. Abweichungen der Ertragskartierung beim Einsetzen ins Schwad) handelt.

Bonituren

Da bei Versuchen, egal ob Exaktversuche oder PiG nicht allein der Ertrag von Bedeutung ist, werden im Rahmen der Versuchsdurchführung noch viele andere Daten erfasst. Dies können Parameter sein wie Aufgangsrate, Wuchshöhe, Unkrautbesatz, Krankheitsbefall, Pflanzendeckungsgrad, Strohdeckungsgrad, Stroheinarbeitung in den Bearbeitungshorizont usw. Hierfür entwickeln wir und setzen, wenn möglich, digitale Verfahren ein. Dies führt neben der Verringerung des Arbeitsaufwandes für die Bonituren zu objektiveren Ergebnissen. Die Boniturdaten werden entweder über Parzellennummern oder über die GPS-Koordinaten der einzelnen Fotos den einzelnen Prüfgliedern zugeordnet.

Abbildung 8: Automatische Pflanzenerkennung aus digitalen Fotos zur Bestimmung der Aufgangsrate

Fazit

Das Versuchswesen ist wichtig und die einzige Möglichkeit, um die Antworten der Natur richtig lesen zu können. Exaktversuche haben ihre Bedeutung im Versuchswesen und werden diese auch behalten. Produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) sind nicht per Definition ungenau. Die Variabilität der Einflussfaktoren außerhalb der Versuchsfrage lassen sich durch die Erfassung von Störgrößen und deren weiteren Verarbeitung in der statistischen Versuchsauswertung berücksichtigen. Die Auswertung solcher Versuche ist aufwendiger, die Aussagen allerdings genauso statistisch abgesichert wie im Exaktversuch, der wiederum hohen Aufwand in der Umsetzung erfordert.

Bonituren sind während der Versuchsausführung egal ob Exaktversuch oder PiG eine wichtige Quelle zur Erhebung von zusätzlichen Daten, digitale Verfahren helfen dabei den Arbeitsaufwand zu reduzieren und die Ergebnisse zu objektivieren.

Quellen:

  • Landwirtschaftskammer NRW – Versuch macht klug (http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/beratung/versuchswesen.htm)
  • PiGSTAT Dokumentation
  • Leitfaden zur Einordnung, Planung, Durchführung und Auswertung von Versuchen unter Produktionsbedingungen (On-Farm-Experimente), AG Landwirtschaftliches Versuchswesen der Biometrischen Gesellschaft

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Eindrücke agra 2017/Zusammenarbeit mit Hansenhof/Vorstellung des aktuellen Stands unseres Archäologieprojekts

Eindrücke von der agra 2017

Abbildung 1: Impressionen von unserem Messestand

Die agra 2017 ist uns sehr gut in Erinnerung geblieben. Wir waren angenehm überrascht über die Vielzahl von Besuchern, die uns gezielt gesucht und auch gefunden hatten. Es gab eine Vielzahl interessanter und konkreter Fachgespräche. Das Zusammenspiel mit der GIS GmbH auf unserem gemeinsamen Stand lief sehr gut, hier wird es weitergehende gemeinsame Aktivitäten geben (MeLa Herbst 2017).

Zusammenarbeit mit Hansenhof _electronic GmbH bei der Nachrüstung von Bodenbearbeitungsgeräten für automatische Tiefensteuerung

Für die Umsetzung einer automatisierten Tiefensteuerung von Bodenbearbeitungsgeräten, die standardmäßig nur manuell hydraulisch verstellbar sind, sind wir eine Kooperation mit der HANSENHOF _electronic GmbH eingegangen. Als Nachrüstlösung wird ein ISOBUS Jobrechner auf dem Bodenbearbeitungsgerät installiert, dieser kann über einen Ultraschallsensor die aktuelle Bearbeitungstiefe bestimmen und via regelbarem Hydraulikventil die Bearbeitungstiefe entsprechend verändern. Damit ist es auch möglich, vorher geplante Bearbeitungstiefenkarten teilschlagspezifisch abzuarbeiten. Ziel ist es, bis Ende 2017 eine funktionierende Nachrüstlösung in einem Praxisbetrieb zu testen.


Abbildung 2: Ultraschallsensor und ISOBUS Jobrechner

Tagung der Kommission für Land- und Forstwirtschaft im Verband der Landesarchäologen


Vom 22. bis zum 23.05.2017 fand eine Tagung der Kommission für Land- und Forstwirtschaft im Verband der Landesarchäologen statt. Ein Tagungsordnungspunkt war die Vorstellung des aktuellen Stands unseres EIP-Agri Projekts „Entwicklung und praxisnahe Anwendung eines Precision Farming-Systems zur Sicherung flächenhafter Schutzgüter (z. B. archäologische Bodendenkmale) auf ackerbaulich genutzten Flächen“.

Abbildung 3: Alles bereit zur Präsentation

Gezeigt haben wir im Gutshof Raitzen der Dres. Kübler GbR (http://www.gutshof-raitzen.de), einem unserer Projektpartner, den aktuellen Stand der Arbeiten und den Ausblick auf noch in diesem Jahr anstehende Aktivitäten. Schwerpunkt wird dabei die Nachrüstung und der Praxistest der im Betrieb eingesetzten Bodenbearbeitungstechnik sein.Abbildung 4: Virtuelle Fahrt über ein flächenhaftes Bodendenkmal, Grubber ist von Maximaltiefe auf eine Bearbeitungstiefe von < 20 cm angehoben worden.

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Die agra 2017 steht vor der Tür und wir sind dabei!


Wie alle zwei Jahre findet dieses Jahr die agra auf dem neuen Messegelände in Leipzig statt. Wir sind gerade im Vorbereitungsstress, unser erster Messeauftritt als EXAgT! Zur „Unterstützung“ haben wir uns unsere Partner von der GIS GmbH aus Leipzig dazugeholt.
Wir werden zusammen in der Halle 2 am Stand J13 unsere Produkte und Dienstleistungen präsentieren.

Die Kollegen von der GIS GmbH werden die Softwareprodukte wie ihre Schlagkartei, ihr Flächensystem (Pachtverwaltung), ihre Jagdpachtverwaltung und ihr grafisches Informationssystem NAVIKAT zeigen. Interessant ist sicher die völlig neu erstellte ISOXML Unterstützung zur Anbindung von ISOBUS-Systemen an die Schlagkartei.

Wir selbst werden neben den Themen produktionsintegrierte Großparzellenversuche (PiG) und Spurleitplanung (SLS) folgende Themen vorstellen:

NEU im präzisen Pflanzenbau: N- Andüngung nach Drohnenbefliegung im Herbst (Raps, Wintergerste/-Roggen, früher Winterweizen)

  • Befliegung und Orthophotokartenerstellung durch Rucon Engineering aus Jena
  • Transparente, agronomisch fundierte Festlegung der Düngemengen in Abstimmung mit dem Landwirt durch Algorithmen der EXAgT (DüVo gerecht)
  • Erstellung der Applikationskarten entsprechend der im Betrieb vorhandenen Applikationstechnik durch die EXAgT

Teilflächenspezifische Beprobung mit der Software „NAVIKAT Vermessung“ Grundlage für eine exakte Grunddüngung und nachhaltige Bodenfruchtbarkeit

  • Eigene Probenahme im Betrieb mit Hilfe von „NAVIKAT Vermessung“

  • unterschiedliche Düngestrategien umsetzbar (z.B.Eigentumsflächen oder Pachtflächen)

Sie sind herzlich eingeladen, wir freuen uns auf ihren Besuch und hoffen auf viele und gute Gespräche!

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Heiße Phase Spurleitplanung (SLS) beginnt, erster SLS Kunde mit Reichhardt RTK Systemen, Nachtrag zum letzten Newsletter

Start heiße Phase Spurleitplanung (SLS) 2017

Die Aussaat von Mais und Rüben steht vor der Tür, die Praktiker sind schon ganz ungeduldig. Bei Betrieben die praktisch SLS einsetzen heißt das, die Terminals mit den aktuellen Daten für 2017 zu bespielen. Vorher werden die Felder noch einzeln mit den Landwirten besprochen. Danach werden die Daten zusammengestellt und mittels unserer Datendrehscheibe auf die verschiedenen Terminals gebracht. Interessanterweise kristallisieren sich bei unseren SLS Betrieben grundsätzlich zwei Nutzertypen heraus:

  • Nutzertyp 1:
    Ziel Ordnung auf dem Terminal, feste Feldgrenzen, möchte vorbereitete AB-Spuren
  • Nutzertyp 2:
    Ziel feste Fahrspuren, feste Feldgrenzen, möchte eine AB Spur für seine Drille + eine AB Spur für Grubber, Nebeneffekt Ordnung auf dem Terminal

Abbildung 1: Einzelkornsämaschine Amazone (Foto Amazone)

Unser erster SLS Kunde mit einem Reichhardt RTK System

Bis jetzt haben wir mit Landwirten zusammengearbeitet die entweder John Deere, Trimble und andere CNH Autopiloten plus Terminals im Einsatz hatten. Jetzt ist ein erster Betrieb mit mehreren Reichhardt RTK System dazugekommen. Als Terminal kommen sowohl ein Touch- als auch ein Tastenterminal zum Einsatz. Das RTK Signal bezieht er über RTK CLUE. Mit der Technik ist er voll zufrieden und möchte den nächsten Schritt beim Einsatz seiner RTK Systeme gehen. Wichtig sind ihm dabei das Anlegen und die langfristige Sicherung von festen Feldgrenzen sowie AB-Spuren. Die Planung läuft ab wie bei anderen SLS Projekten, als Datendrehscheibe allerdings kommt hier der TRACK-Guide Desktop zum Einsatz.

Abbildung 2: Ansicht Reichhardt Terminal und TRACK-Guide Desktop

Nachtrag zum letzten Newsletter oder auch im Jahre 2017 gibt es einen 15.Mai!!!


Abbildung 3: Deckblatt Antragsbroschüre Sachsen 2017

Am 15.5. ist schon wieder Abgabeschluss zum Agrarantrag, ohne die „Galgenfrist“ der vorjährigen Pre-Checkphase. Der GIS-Antrag sollte also passen, der Realität draußen auf den Feldern und Wiesen entsprechen und mit den Nachbarn geklärt sein.
Durch die Möglichkeit der Übernahme von GPS-Vermessungsergebnissen in die Antragsprogramme, egal ob im Internet oder als PC-Lösung, können sie eigen Vermessungen bei der Antragserstellung einfließen lassen.


Abbildung 4: GPS-Datenimport Antragsbroschüre Sachsen 2017

Das erhöht die Sicherheit, hilft beim Verhandeln mit den benachbarten Landwirten, sollt es zu Überlappungen kommen und ist überzeugender beim Setzen und Begründen von Korrekturpunkten, sollte der Feldblock oder die EFA-Flächen von der Realität abweichen.

Mit dem von uns angebotenen GPS-Vermessungs und Schlagverwaltungssystem sind sie unabhängig und mit der gleichen Qualität wie die Kollegen vom „Amt“ unterwegs. Sie können damit Punkte, Linien, Flächen erfassen oder auffinden. Durch Einbindung der offiziellen DGPS Korrekturdienste der Vermessungsämter und der möglichen lagegenauen Hinterlegung von Bild- und/oder Vektordaten (Luftbilder, Flurstücke, Altvermessungen, Feldblöcke usw.) ist schnelles, flexibles und vor allem genaues Erfassen und Abbilden der realen Situation auf ihren Feldern und Wiesen gesichert. Im letzten Newsletter heben wir den Link zu unserem Webshop vergessen, hier ist er.

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